Warum die Linke den Dschihad begünstigt

„Als eine arabische Frau, die drei Jahrzehnte lang an einem Leben unter der islamischen Scharia leiden musste, ist es klar für mich, dass die politische Ideologie des Islams und die Scharia unnachgiebig von der westlichen Zivilisation bekämpft werden müssen, um ihre Etablierung in einer freien Gesellschaft zu verhindern.

Allerdings habe ich festgestellt, dass ich an zwei Fronten kämpfe. Die erste Front richtet sich gegen Islamisten, ein sehr waghalsiger Kampf. Die andere Front besteht aus zu vielen uninformierten Individuen, die sich selbst als aufgeschlossene „Progressive“ betrachten.“

Wafa Sultan, Obstacles in Liberating Islam

„Aber was, wenn diese Täter Recht hatten und wir Unrecht?“

Norman Mailer über den Anschlag vom 11. September 2001, The Intellectual as Barbarian

In seinem neuesten Blogeintrag bietet der irische Blogger Mark Humphrys eine Erklärung für die Schützenhilfe an, die linke Kritiker des Westens und linke Verteidiger des Islams den Islamisten leisten. Übersetzt:

  1. Der Linken geht es um irgendeine vage „Revolution“, um den Westen oder den Kapitalismus zu zerstören und etwas „Besseres“ einzuführen. Und das möchte praktisch niemand mehr tun außer den Islamisten. Die Sowjetunion ist verschwunden, also bleibt der Linken nur ein Haufen religiöser Spinner übrig.
  2. Besessenheit mit Vater. Der Linken geht es um eine Rebellion gegen Vater. Vater ist ein Christ. Gegen den Islam zu rebellieren, bedeutet der Linken nichts.
  3. Sie kämpft noch immer im letzten Krieg. Die Linke kämpft noch immer gegen das Christentum, obwohl sie gewonnen hat und das Christentum nicht länger irgendwen unterdrückt. Ich bin zum nächsten Krieg weitergegangen.
  4. Reine Ignoranz. Die meisten Linken wissen nichts über die dschihadistischen Morde, die den Westen nicht betreffen – Nigeria, Thailand, die Philippinen, Ägypten, Algerien, Sudan, Indien, Pakistan, Russland, Somalia – und sie werden wütend, wenn man diese erwähnt. Sie glauben, dass der Dschihad nur Westler betrifft.
  5. Weiße sind die bösen Jungs. Die Linke liebt weiße Schuld und ist nur an Situationen interessiert, für die man den „weißen Mann“ verantwortlich machen kann. Die Linke neigt dazu, jeden zu unterstützen, der gegen den „weißen Mann“ kämpft. Sie ignoriert Konflikte, an denen keine „weißen“ Leute beteiligt sind. Ich gebrauche Anführungszeichen, weil die rassischen Kategorien der Linken meistens lächerlich sind.
  6. Gewalttätige Menschen sind aufregend. Die Linke liebt „Widerstand“ in all seinen Formen. Falls Islamisten dasselbe Ziel anstrebten – Schariarecht – aber vollkommen friedliche Methoden gebrauchen würden, dann wäre die Linke überhaupt nicht an ihnen interessiert.

Mark Humphrys: Why the left favours the jihad

Was mir daran noch auffällt: All diese Eigenschaften – Rebellion gegen den Vater, die Suche von Anerkennung mittels Gewalt, Ignoranz, Schwarz-weiße Denkschemata – gehören eigentlich zur Psychologie pubertierender Jugendlicher. Warum gibt es heute so viele 40-, 50-, 60-jährige pubertierende Jugendliche im Westen?

Es ist außerdem bemerkenswert, wie viele Menschen dieser Tage meinen, ihre eigene Kultur zerstören zu müssen.

Um mal zu den, statt über die Linken zu sprechen:

Für den Westen statt gegen den Westen einzutreten erfordert nichts weiter als eine einmalige Willensentscheidung.

Ihr werdet feststellen, dass sich viele von denen, die ihr einst als Gegner wahrgenommen habt, als weitaus vernünftigere und angenehmere und tolerantere Zeitgenossen erweisen, als ihr sie in eurem linken Freundeskreis kennenlernen durftet. Ferner werdet ihr feststellen, dass ihr eigentlich nie einen Freundeskreis hattet, sondern Mitglied eines Kultes ward, für den ihr als Person nichts zähltet, sondern für den nur euer Beitrag für die einzig wahre Lehre von Bedeutung war. Der Kult wird euch praktisch sofort ausschließen und öffentlich diffamieren (sehr wahrscheinlich als Rassist).

Ihr werdet feststellen, dass liberale und konservative Autoren etwas vollkommen anderes in ihren Büchern und Artikeln schreiben, als ihr das in euren linken Tagen glaubtet. Ihr werdet euch schämen, Jahre eures Lebens mit falschen Ideen und falschen Freunden verschwendet zu haben. Und irgendwann beginnt dann das wahre Leben, wenn ihr euch die Freiheit nehmt, selbst zu denken und zu sagen, was ihr denkt. Wenn ihr nicht länger nur glaubt, dass euch die Meinung anderer Menschen über die Akzeptierbarkeit eurer Ideen nicht kümmert, sondern sie euch wirklich nicht länger kümmert. Und dann, als unabhängiges Individuum, werdet ihr bei den richtigen Menschen die Anerkennung finden, die ihr suchtet. Anerkennung als Person, nicht nur als Gefäß für die Ideen eines pubertären Kultes.

3 Kommentare zu “Warum die Linke den Dschihad begünstigt

  1. Martin sagt:

    Es gibt noch einen weiteren Grund: Die Linke, auch große Teile der extremen Linken oder „Autonomen“ stinkt nur so vor Feigheit.
    Es ist einfach in 10-facher Übermacht, getrennt von Tausenden Polizisten, die einem nichts ernsthaftes antun dürfen, gegen ein paar debile NPD Futzis zu demonstrieren.

    Es ist was ganz anderes, gegen z.B. die Umwidmung eines Vereinsheims in einen Treff der grauen Wölfe zu demonstrieren. Oder gegen salafistische Aufmärsche. Da weiß man zu genau, das die hemmungslos draufhauen und stechen.
    Und da geht dem linken „antifaschistischen“ flugs sein Billigmut flöten und es passiert —genau nix.

    Hat bei mir lange gedauert, aber inzwischen ist mir völlig klar, das die „Linke“ genauso abgrundtief dumm, feige und rundum scheiße ist, wie die „Rechte“.

  2. anti3anti sagt:

    Was soll denn daran schlecht sein, wenn die Linken das System bekämpfen, auf dem sie stehen?

  3. Dr. Webbaer sagt:

    Warum die Linke den Dschihad begünstigt

    Kleine Einschränkung zum Titel, ohne den Rest gelesen zu haben, es gibt, wie Pat Condell analysiert hat, eine Gruppe deteriorierter Linker, die den Islam und insbesondere die Glaubensträger als bemutternswert hegen und pflegen und so auch ihren Hass auf die gegenwärtigen Systeme ausleben können. Diese Gruppe ist recht groß, aber im linken Spektrum keineswegs bestimmend.

    Es gibt auch im rechten politischen Wesen derartige Zustimmer, sie sind seltener.

    MFG
    Dr. W

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