Der Shirt-Shop, ein Nachruf

Ich werde Feuerbringers Shirt-Shop aus dem Magazin ausgliedern. Den Online-Shop für liberale Freidenker möchte ich zwar nicht endgültig dichtmachen, aber er stört vielleicht doch etwas an dieser Stelle. Er bleibt also unter herkömmlicher URL http://feuerbringer.spreadshirt.de online, aber ich denke nicht, dass ich ihn länger mit neuen Shirts ergänzen werde. Ich habe einige merkwürdige Kommentare darüber vernommen, ich würde hier als Intellektueller eine „kommerzielle“ Website (= irgendwie unseriös) betreiben. Wenn man sich ansieht, wie viele Liberale ihr Weltbild auf T-Shirts und anderen Utensilien in Deutschland nach außen tragen – etwa im Vergleich zu Linken -, kann ich da nur lachen. Tausende, Millionen Jahre lang lachen. Vielleicht hat das Magazin das inhärente Potenzial, kommerziell zu sein, wie mein literaturwissenschaftliches Buch über E.T.A. Hoffmann das Potenzial hat, ein Weltbestseller zu werden. De facto, entgegen allem möglichen Anschein, ist das FB-Magazin ungefähr so kommerziell wie Mutter Teresas Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“ – eigentlich noch ein gutes Stück weniger.

Schade. Ich habe einige Zeit in das Design der Shirts und vor allem in die Sprüche investiert. Ich empfinde den Laden als witzige Ergänzung des Magazins. In den USA ist es völlig normal, dass Intellektuelle (so unterschiedliche wie Richard Carrier und Pamela Geller) Online-Shops an ihre Websites anbauen. In Deutschland wirkt das offenbar unseriös. Außerdem kann man ja bestimmt jemandem, der „Geld macht“ (haha!), sein Geld auch irgendwie abknöpfen… Irgendwann wird mich jemand nach einer zehnjährigen Gehirnwäsche im Indoktrinationslager für Gutmenschen überzeugen, dass Deutschland größtenteils von großartigen Menschen bevölkert ist.

Aber es hat auch Vorteile: Ich kann mich mehr auf meine eigentlichen Stärken konzentrieren: Der Produktion von Texten und Vorträgen.

Da mein PC den Geist aufgegeben hat, wird das mit den Vortragsvideos noch etwas dauern – mein Notebook hat einen langsameren Prozessor als mein Handy (kein Witz) und kann mit Videobearbeitung wenig anfangen.

Wer also möchte, kann noch einen Blick in den Shop riskieren.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Shop-News.

4 Kommentare zu “Der Shirt-Shop, ein Nachruf

  1. Dr. Webbaer sagt:

    Schade, der Shirt-Shop war intellektuell wie seriös.
    MFG

    • Danke. Nun, es hat mir nicht viel ausgemacht, dass nur Wenige dort etwas gekauft haben. Aber wenn die Mühe finanziell UND für mein Prestige nicht lohnt, dann ergibt es leider keinen Sinn mehr. Liberale wollen offenbar einfach kein Merchandising für ihre Sache.

  2. Andreas D. sagt:

    Ich bin seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines deiner T-Shirts. Capitalism rocks!

    • Das freut mich! Ich schätze, meine Favoriten sind „EGO“ (das gelbe), „Radikaler Kapitalist“, „Freiheitsbringer“ und „Israel Defence Forces“. „Capitalism Rocks“ ist auch sehr stylisch.

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