Wie findet ihr Rothbards Kindermarkt?

Der anarchokapitalistische Denker Murray Rothbard findet, dass Eltern das Recht haben sollten, ihre Kinder 1. verhungern zu lassen oder sie auch 2. auf dem freien Markt zu verkaufen. Eltern sollen Kinder zwar nicht physisch verletzen dürfen, aber sie hätten in Rothbards perfekter Welt das Recht, die Kinder zu vernachlässigen. Zudem könne es nicht sein, dass Kindern das Arbeiten verboten wird. Dadurch erführen sie „einen Nachteil gegenüber ihren erwachsenen Konkurrenten“. Also sollte Kinderarbeit legal sein.

Die Kinder sollen wiederum von ihren Eltern weglaufen und sich neue Eltern suchen dürfen, wenn ihnen das nicht passt. Alle Beteiligten sollen vom freien Kinderhandel profitieren. Schließlich wollen mehr Menschen Kinder adoptieren, als es Kinder im Angebot gibt. Und viele Eltern wollen ihre Kinder gar nicht mehr. Im Moment räumt der Staat manchen Adoptionsorganisationen laut Rothbard einen monopolartigen Status ein und setzt den „Preis von Kindern“ auf null fest. Und Preisfestsetzung sei „sozialistisch“.

Quelle: Murray Rothbard: The Ethics of Liberty: http://mises.org/rothbard/ethics/fourteen.asp

Nach meinem Dafürhalten sollte es zwar Dinge geben, über die das Volk nicht abstimmen dürfen sollte. Aber als braver Demokrat, dem Volkes Stimme enorm wichtig ist, gebe ich Rothbards Vorschlag hier einmal zur Abstimmung frei (das Ganze ist meinerseits natürlich mit einem schwarzhumorigen Augenzwinkern zu verstehen. Rothbard selbst meint es ernst):

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Ein Kommentar zu “Wie findet ihr Rothbards Kindermarkt?

  1. anti3anti sagt:

    Ein gottloser Vorschlag!

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