300: Rise of an Empire und der deutsche Hass auf die Freiheit

Artemisia verehrt den Tod - deutsche Rezensenten schlagen sich auf ihre Seite (Bild: Warner Brothers)

Artemisia verehrt den Tod – deutsche Rezensenten schlagen sich auf ihre Seite (Bild: Warner Brothers)

300: Rise of an Empire ist ein äußerst intelligenter Film. Die nihilistische persische Flottenführerin Artemisia ködert den griechischen Anführer Themistokles mit dem Versprechen einer „Freiheit ohne Verantwortung und Folgen“ – also einer durch Gewalt etablierten Herrschaft willkürlicher Launen. Der Grieche besteht auf eine wahre Freiheit und kämpft selbstbewusst gegen „Tyrannei und Mystizismus“. Denn Tyrannei und irrationaler Glaube gehen auf Seiten der Perser eine Liaison ein. Der Film ist philosophisch betrachtet genau auf meiner Wellenlänge.

Konsequenterweise haben deutsche Rezensenten nur dümmliche und teils sogar pro-totalitäre, pro-mystische, anti-amerikanische Hetze zu diesem Film anzumerken. Sie schreiben entweder nur über die geölten, nackten Körper der Griechen und vergleichen den Film mit einem Schwulen-Porno (die durchtrainierten Körper stehen für die griechische Ethik eines guten Lebens, laut der man sein Potenzial als Mensch nutzen soll!) und über die Sexzene mit der Feindin (Skandal!) oder sie machen sich über den pro-demokratischen, pro-freiheitlichen Patriotismus lustig oder sie führen sogar Nazi-Propagandistin Leni Riefenstahl ins Feld wie Dietmar Dath in der FAZ. Der Film wurde übrigens von einem jüdischen, israelischen Regisseur namens Noam Murro gemacht, wodurch die Anmerkung ein interessantes Geschmäckle erhält.

Diese Atmosphäre von bitterem Zynismus, Nihilismus und Misanthropie in Deutschland ist kaum auszuhalten. Helden kämpfen für ihre Werte und die Deutschen spotten, dass sie dabei irgendwie „schwul“ aussehen und überhaupt ist es „faschistisch“ für etwas anderes zu kämpfen als die biologisch abbaubaren Solarzellen auf dem eigenen Hausdach, dem hierzulande mehr als nur einige Ziegel fehlen! Nebenbei richtet sich die seelisch kranke, gestörte Wut der Deutschen wie zu erwarten auch gegen den „faschistischen Juden“, der dem Film gemacht hat.

Wer den Film „faschistisch“ nennt, ist selbst faschistisch, denn er hat nur Verachtung für den Kampf freier Menschen gegen eine theokratische Tyrannei übrig. Es ist nicht „faschistisch“, für die Freiheit zu kämpfen, es ist faschistisch, gegen die Freiheit zu kämpfen und derartige scheiß Rezensionen gegen einen pro-westlichen Film zu schreiben, WEIL er pro-westlich ist. Was seid ihr eigentlich?

Offizielle Website: http://wwws.warnerbros.de/300riseofanempire

3 Kommentare zu “300: Rise of an Empire und der deutsche Hass auf die Freiheit

  1. Dr. Webbaer sagt:

    Den Film habe ich zur Hälfte gesehen, Ihre Anmerkungen scheinen treffend und schon der Vorgängerfilm, den ich vielleicht dreimal gesehen habe, war politisch für einige höchst unrichtig.
    Insofern ist zu den Anmerkungen, das hier gemeinte Rezensentenpack betreffend, nicht viel mehr anzumerken, als geschehen.
    MFG + schönes WE schon einmal,
    Dr. W

  2. Dr. Webbaer sagt:

    PS: Dietmar Dath ist erklärtermaßen Marxist und erkennbar Neomarxist (das sind grob formuliert diejenigen, die der Arbeiter- und Bauernklasse keine Revolutionsrelevanz mehr zusprechen und im Sinne der Frankfurter Schule nach der Irritation derjenigen streben, die (halbwegs) gebildet sind, im Zersetzungssinne), von Schirrmacher dem FAZ-Feuilleton hinzugebaut.

  3. Martin sagt:

    „Was seid ihr eigentlich?“

    Ist doch einfach: Scheiße.

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