Familienwerte: Teil 1

Familienwerte: Dichtung und Wahrheit (Bild: morguefile.com, presto44, Lizenz M und Andreas Müller)

Familienwerte: Dichtung und Wahrheit (Bild: morguefile.com, presto44, Lizenz M und Andreas Müller)

Ist die traditionelle Familie ein Auslaufmodell? Vielleicht. Wer die Aussicht begrüßt, sollte sich über die Folgen im Klaren sein.

Auf der neuen Webseite über Familienwerte im hiesigen Feuerbringer-Magazin verteidigen die beiden libertären Atheisten Mark Humphrys und Andreas Müller eine provokante These:

Christliche „Familienwerte“ beruhen größtenteils auf Wissenschaft und Belegen, während die säkulare Förderung nicht-traditioneller Familien größtenteils auf Glauben und Wunschdenken basiert.

Inhalt:

1. Einleitung

2. Die schockierenden Statistiken

3. Scheidung

4. Die sexuelle Revolution

5. Familienzusammenbruch und Kriminalität

6. Abtreibung

7. Objektivismus über Familienwerte

8. Literatur

Die ersten drei Kapitel habe ich fertiggestellt. Die letzten fünf Kapitel folgen in den nächsten Tagen.

Unsere Argumentation besteht größtenteils aus soziologischen Statistiken und kausalen, soziobiologischen Erklärungsansätzen. Es handelt sich also nicht um Philosophie – dafür ist Kapitel 7 reserviert – sondern um die Auswertung empirischer Forschung.

Mark Humphrys hat mir mitgeteilt, dass er auf seine Webseite zum Thema (Grundlage von dieser) nur sehr wenig Replik erhalten hat. Und das, obwohl er sehr genau überlegt hat, welche Worte er wählt. Ich schätze, es handelt sich um dasselbe Phänomen wie bei den Ausführungen über den Nahostkonflikt. Die These ist unerhört und zugleich derart massiv von Fakten untermauert, dass sie kaum zu widerlegen ist. Es ist so, als würde man in einem Zug des Wahns direkt gegen eine Mauer der Vernunft rasen. Da reagieren viele Leute damit, indem sie es schulterzuckend ignorieren, als würde das die Realität irgendwie beeindrucken. So ähnlich wie bei meinem Vortrag über Tierrechte, bei dem manche Kritiker einfach auf den Daumen nach unten klicken und hoffen, mich damit irgendwie widerlegt zu haben.

Zur Webseite über Familienwerte (Teil 1)

17 Kommentare zu “Familienwerte: Teil 1

  1. Maier sagt:

    „Mir geht das einfach zu weit und in die falsche Richtung.“ (A.M.)

    lol 😀

    • Ich finde deine Ausführungen über die Bewahrung von Kulturen nach wie vor missverständlich und ich glaube auch eher an den Melting Pot als an isolierte Kulturen. Aber wenn mir jemand eine Tonne Fakten über den Wert der (bürgerlichen Vertrags-)Ehe an den Kopf wirft, werde ich das nicht ignorieren. Ich mache schließlich keine politischen Forderungen daraus. Ich glaube das übrigens schon lange

      • Maier sagt:

        PS: Wenn man sich vom Dogma des Melting Pots befreit hat, wird man übrigens von keinem Blitz erschlagen. kein Gott sendet Höllenstrafen. Und es wächst einem auch kein Hitlerbärtchen.
        Man lebt einfach normal weiter, mit einem angenehmen Gefühl der inneren Befreiung und der Rationalität.

        • Ich sehe das nicht als Dogma, sondern als Tatsache. Die Römer, Briten und Amerikaner waren gerade durch ihre Inklusivität so erfolgreich. Sie haben den Menschen Bürgerrechte und ökonomische Chancen gebracht. Die meisten Völker haben das angenommen. Ein paar Spinner gibt es immer. Ich finde diese Art von Rhetorik ermüdend.

          • Maier sagt:

            Die Leute bringen ihre eigenen Gesetze, Sitten und Kopftücher mit. Die pfeifen auf Deine Bürgerrechte!
            In Würzburg kriegt man davon wohl nichts mit. Dort ist auch die Welt noch(! ) Ordnung. Fragt sich nur, wie lange noch.

          • Würzburg ist der spießigste Ort der Welt, da schämen sich die Muslime, noch spießiger zu sein. Ich sage ja nichts gegen die Kritik von muslimischen Parallelkulturen, ich sage dass die freiheitliche Gesellschaft von den meisten angenommen wird.

          • Maier sagt:

            Nur so nebenbei bemerkt: Die, vom Westen gebrachte, freiheitliche Gesellschaft wird, abgesehen von ein paar Spinnern, von den meisten Irakern angenommen.

          • Man kann nicht einfach den Kontext einer Aussage ändern. Klar haben die Iraker keine liberale Kultur.

          • Maier sagt:

            Ich habe nicht den Kontext einer Aussage geändert. Laut Deinem Weltbild dürfte es die Entwicklung im Irak gar nicht geben.
            Hier ist nun mal ein Punkt wo Theorie des Liberalismus und Realität nich übereinstimmen. Wenn man sich aber trotzdem an der Theorie festhält, nennt das Wunschdenken (ideologisches Denken).

          • Wieso sollte es die nicht geben? Ich war damals für den Krieg und jetzt finde ich, man sollte ihn beenden. Nur die Aufbaumaßnahmen waren ein Fehler.

            Deine Aussagen zum Thema sind einfach zu vage. Welche konkrete politische Forderung dir über Einwanderung vorschwebt, kann man nur raten.

          • Maier sagt:

            Meine Vorstellung zum Thema Einwanderung muss man nicht erraten, ich habe diese nämlich bereits deutlich ausformuliert. Ich sagte, dass sich Einwanderer in unsere Kultur integrieren bzw. Sich assimilieren müssen. Und das funktioniert nur dann,wenn ein frisch Eingewanderter (möglichst) keine weiteren (nich integrierten) Landsleute in Deutschland vorfindet. Wenn er hier keine Gesinnungsgenossen trifft, kann er keine Paralkelkultur aufbauen. Er ist damit gezwungen sich zu intgrieren.

            Fazit hieraus für die Einwanderungs-Politik: 1) Es dürfen immer nur wenige Personen einwandern.
            2) Einwanderer sollten gut verteilt werden. Also keine Einwanderung von Gruppen.

  2. Dr. Webbaer sagt:

    Hi, ich hatte mal Deine Einschätzung zu Dr. Blume abgefragt, ist diese Anfrage etwa gelöscht worden? – Kann Sie zumindest im Moment nicht wiederfinden, die Einschätzung wäre von Interesse.

    MFG
    Dr. W

    • Ja, Dr. Blume habe ich zu viel beachtet, ich ignoriere ihn lieber. LG.

      • Dr. Webbaer sagt:

        Du musst in diesem Fall die E-Mail-Funktionalität nutzen, genau dafür ist die E-Mail-Adresse hinterlassen, solltest Du Einwände zur Fragestellung anmelden wollen [1], es gibt hierzu eine vielleicht beachtenswerte Beleglage, so muss dies wie oben beschrieben benachrichtigt werden.

        MFG
        Dr. W (der für Lösch-Späßchen nicht bereit steht)

        [1] auch rechtlicher Art – ich wäre der Letzte, der dann nicht die Schnauze halten würde

        • Ich habe deinen Beitrag nicht gelöscht. Es ist wohl dieser unter „Familienwerte“: „Ihr spezieller Kommentatorenfreund Michael Blume ist ja auch so ein Vertreter, der bspw. den traditionalistischen Katholizismus schon mal als ‘rechtsextrem’ brandmarkt, aber zum Islam, Stichwort: Gülen, gehört Blume zur Gülen-Bewegung?, streng positiv steht.“

          Ich möchte mich einfach nicht weiter mit Herrn Blume befassen.

          • Dr. Webbaer sagt:

            Egal, der Kommentar kann jedenfalls nicht gefunden werden, ischt aber ein interessanter Punkt, weil jener Vertreter einiges aussagt und per auszusagen ist über bestimmte Befindlichkeit.
            Bei Bedarf einfach webverweisen.

            MFG
            Dr. W (der sich intensiv um jene Kraft bemüht hat, wenn auch nicht die Person selbst in den Focus stellend – lohnt sich aber aus meiner Sicht außerordentlich, zukünftig zu Erwartendes betreffend)

          • Dr. Webbaer sagt:

            * oder (auch: indirekt) auszusagen in der Lage ist

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