Antisemitismus im Islam

In meinem neuen Podcast geht es um den Antisemitismus im Islam. Und ich kritisiere den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, für seinen Kommentar zum Thema.

Quellen:

„Wir wollen ohne Hass Leben“. Interview mit Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime

Bundeszentrale für politische Bildung: Antisemitismus im Islamismus

Pew Research Global Attitutes Project: „In the predominantly Muslim nations surveyed, views of Jews are largely unfavorable.“

ADL Global 100: „Among Muslims, nearly half (49 percent) were found to hold anti-Semitic views.“ (Zusammenfassung)

10 Kommentare zu “Antisemitismus im Islam

  1. Klimax sagt:

    ES besteht hier eine bedeutende Begriffsverwirrung, die unentschlüsselt in der Tat, manchen verwirend, dazu führt, daß der Koran nicht antisemitisch ist. Der Koran ist ein von Arabern geschriebenes Werk (wenn wir mal den Mythos um Mohamed außer Acht lassen). Araber gehören zu den semitischen Völkern, der Koran ist in arabisch, also in einer semitischen Sprache geschrieben. Darauf kann Mazyek, wenn er will, sich jederzeit zurückziehen.
    Daß wir den Begriff „Antisemitismus“ meist verkürzt verwenden, hat mit unserer speziellen Vergangenheit zu tun. Das hat sich inzwischen eingebürgert und führt erst dadurch zu Absurditäten, wenn vom Antisemitismus arabischer Völker geredet wird. Die Hamas ist explizit Antijudaistisch, und der Koran ist es auch. Wissenschaftlich gesehen, ist dies der korrektere Begriff, da der rassistische Haß sich nur auf eines von vielen semitischen Völkern bezieht.

  2. Dr. Webbaer sagt:

    Mazyek reportiert oder repräsentiert Sichten des strengen sunnitischen Islam, wobei die Moslembruderschaft sein Bezugspunkt sein dürfte, bei einem Vorgänger des ZdM („nette“ Namenswahl btw) wurde dies in der Regel deutlicher.
    Es kann hier auch mit diesem Interview verglichen werden:
    -> http://www.welt.de/politik/deutschland/article12692090/Scharia-und-Demokratie-sind-vereinbar.html


    Zur Kommunikation: In den Systemen, die gesellschaftlich den Ideen und Werten der Aufklärung folgend gesellschaftlich implementiert haben, gibt es auf das Personal bezogen und in der Kommunikation ein grundsätzliches Bemühen um Aufrichtigkeit oder „Wahrheit“, Fakten- und Theorielagen betreffend, woanders gibt es dies nicht unbedingt und im Islam (vs. „Islamismus“) ganz sicher nicht.

  3. Maier sagt:

    Einerseits bist Du für liberale Einwanderung, andererseits regst Du Dich aber über deren Folgen auf. Du solltest mal Deine Prämissen checken, denn Du widersprichst Dir selbst.

  4. Enrico sagt:

    Ich kann Deine Empörung über dieses Interview durchaus verstehen. Aber ich glaube auch, daß Mazyek in dem Interview aus seiner Sicht (einigermaßen) rational verhält. In seinem Kopf ergibt das, was er sagt, einen Sinn. Und für mich wäre es interessant zu analysieren, warum das so ist. Vielleicht sagt er nur etwas, wovon er glaubt, daß das Publikum es in diesem Moment hören möchte. Oder es ist einfach ein Job für ihn als Vorsitzender des Zentralrats der Muslime und er tut es für Geld. Genauso wie ein Firmensprecher, der die drohende Pleite abstreitet und gleichzeitig genau weiß, daß die Hütte brennt.

    Und solange der Interviewer nicht nachfragt und einfach nur nette Fragen stellt sagt das auch etwas über ihn und die deutsche Medienlandschaft aus.

    • Martin sagt:

      „In seinem Kopf ergibt das, was er sagt, einen Sinn. Und für mich wäre es interessant zu analysieren, warum das so ist. “

      Das ist einfach. Die beste Beschreibung des Grunds, warum das so ist, habe ich grade erst gelesen und zwar hier:

      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_israelisch_palaestinensische_konflikt_aus_der_sicht_eines_siedlers

      Ich zitiere mal einen Teil, das ganze Interview ist wirklich sehr lesenswert.

      „F: Damit deuten Sie an, das Verdrehen von Tatsachen sei alte islamische Tradition?
      A: Ja. Aber auch zeitgenössische Taktik. Wenn man hier in Hebron mit Arabern über die arabischen Massaker von 1929 spricht, sagen sie, die Engländer hätten das gemacht. Es gibt einen arabischen Witz, der den Mechanismus erläutert. Sie haben so eine Narren-Figur, einen Schalk und Eulenspiegel, er heißt Dshocha. Dieser Dshocha geht eines Tages über die Straße und die Kinder machen ihn nervös. Da sagt er: „Lauft zum Ende der Straße. Dort steht einer und verteilt Bonbons.“ Und alle Kinder laufen hin. Da sagt Dshocha: „Dort verteilt man Bonbons und ich stehe hier?“, und läuft ebenfalls hin.
      F: Das heißt, er glaubt sich seine eigene Lüge. “

      Und so ist es dann auch. Ich glaube Mazyek, das er seinen eigenen Mumpitz glaubt. Ich glaube nur nicht, das das etwas mit Fakten zu tun hat.
      Muslime werden von Kind auf an eine schizophrene, kranke Denkweise gewöhnt.
      Der Moslem ist das Größte, der Beste der Menschheit, Anhänger des einzig wahren Glaubens und Propheten. Und die Realität sieht dann halt komplett anders aus.
      Das gesteht man sich entweder ein und arbeitet dran – was kaum je geschieht- oder man baut sich ein Wahnbild.

      Und das ist dann auch der Kern des Problems. Wir sollten uns daran gewöhnen, das Moslems vielleicht nicht immer bewußt lügen – aber daran, das Muslime *nicht* wahrheitsfähig sind.
      Wir sollten alle Aussagen und Äußerungen von Muslimen einfach komplett ignorieren – sie haben keine, aber auch gar keine Glaubwürdigkeit.
      Ähnlich, wie wir es bei entsprechend Geistesgestörten auch tun.

      • Dr. Webbaer sagt:

        Ich glaube Mazyek, das er seinen eigenen Mumpitz glaubt.

        Die sunnitische Richtung des Islam, hier einmal Moslembruderschaft genannt, die Mazyek zu vertreten scheint, unterscheidet sich nicht von der der Salafisten oder Wahhabiten dadurch, dass sie andere Ziele hat, sondern dadurch, dass sie andere Mittel der Umsetzung sucht; die Täuschung, die im Koran bereits angeraten wird, das Fachwort ist bereits genannt worden, gehört hier hinzu.

        Diese Richtung des Islam kennt gar nicht die Idee der Richtigkeit oder Falschheit einer Meinung, sondern nur die Idee der Kohärenz zum Glaubenssystem.

        Wenn da also einer was sagt, dann formt er oft nur Meinung. Die Frage, ob er selbst ‚glaubt‘, was er sagt, stellt sich ihm gar nicht und sollte sich allgemein auch nicht stellen.

        MFG
        Dr. W

        • Enrico sagt:

          „Diese Richtung des Islam kennt gar nicht die Idee der Richtigkeit oder Falschheit einer Meinung, sondern nur die Idee der Kohärenz zum Glaubenssystem.“

          Das ist eine sehr interessante Sichtweise, die ich bisher noch nicht kannte. Danke für die Erweiterung meines Horizonts 🙂

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