Ist es dann nicht egal, wenn ein paar Leute sterben?

„Wenn du davon überzeugt bist, dass die Menschheit durch die Gier der Unternehmen in den Abgrund getrieben wird – ist es dann nicht egal, wenn beim Kampf gegen dieses System ein paar Leute sterben? Die Antwort darauf ist nicht einfach.“ (Kelly Reichardt im Gespräch über ihren neuen Film „Night Moves“ über Öko-Terroristen, die einen Staudamm sprengen wollen).

Unheimlich!

http://www.spiegel.de/kultur/kino/kelly-reichardt-ueber-night-moves-oeko-terrorismus-independent-filme-a-986301.html#ref=rss

Kein Widerspruch vom Spiegel. Keine kritische Nachfrage über Reichardts Ideologie. Im Gegenteil übernimmt der Spiegel Reichardts Bezeichnung des Öko-Terrorismus als „radikalen Aktivismus“. Das ganze Interview ist die reine Schleimerei, keine einzige kritische Frage.

Nun, die Antwort auf diese Frage von oben ist sehr einfach: Es ist überhaupt nicht egal, wenn ein paar Menschen im Kampf gegen den wirtschaftlichen Fortschritt sterben. Es wahnsinnig und es ist tragisch. Und an der Tatsache, dass solche Aussagen unwidersprochen vom größten deutschen Nachrichtenmagazin veröffentlicht werden, erkennt man, wie gefährlich die Öko-Ideologie schon geworden ist und wie weit so schon verbreitet ist. Im Kampf gegen Staudämme sterben, das muss man sich mal vorstellen! Als wären Staudämme faschistische Erschießungskommandos. Ohne Staudämme könnten wir Flüsse nicht für unsere Zwecke nutzen. Sie dienen zur Bewässerung, Stromerzeugung, Hochwasserschutz und für die Trinkwasserversorgung. Vielleicht braucht nicht jeder Trinkwasser.

Wer an Gegengift interessiert ist und Englisch spricht, dem empfehle ich das neue Gratis-Buch von Alex Epstein: Fossil Fuels Improve the Planet. Epstein ist ein amerikanischer Objektivist, der inzwischen PR für die Erdöl- und Kohleindustrie macht. Das Buch enthält Argumente für die Nutzung fossiler Brennstoffe und Gegenargumente gegen die Öko-Lobby.

4 Kommentare zu “Ist es dann nicht egal, wenn ein paar Leute sterben?

  1. anti3anti sagt:

    Unschuldige zu töten, ist verwerflich. Fundamentalisten kennen keine Unschuldigen.

    Der Spiegel vertritt den deutschen Mainstream, dass auch Schuldige nicht getötet werden dürfen. Dieser Antifundamentalismus akzeptiert somit den Tod Unschuldiger.

  2. Martin sagt:

    „Wenn du davon überzeugt bist, dass die Menschheit durch die Gier der Unternehmen in den Abgrund getrieben wird – ist es dann nicht egal, wenn beim Kampf gegen dieses System ein paar Leute sterben?“

    Sehen wir das halt andersrum: Wenn Du überzeugt bist das Öko-Aktivisten durch das Schüren von Atomhysterie Abermilliarden an Vermögen vernichtet haben und durch das Erzeugen von Gentechnikpanik einige Millionen Menschenleben auf dem Gewissen haben, ist es dann nicht völlig Ok soviele Öko-Aktivisten wie notwendig umzubringen?

  3. „Moore voller Krankheitserreger“ … hä? Woher kommt DAS denn?

    • Mit der Errichtung von Staudämmen hängt die Gewässerpflege zusammen, hat mein Biologielehrer mal erklärt. Aber das ist etwas unscharf, also habe ich die Stelle geändert.

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