Reisefreiheit

"Das ist fast wie Zuhause" (Cox & Forkum)

„Hey! Das ist fast wie Zuhause!“ (Cox & Forkum)

Radikale Muslime dürfen aus Deutschland ausreisen, um sich in fernen Ländern der Terrorgruppe Islamischer Staat anzuschließen. Dann können sie in Syrien und im Irak Christen und westlichen Journalisten den Kopf abschlagen. Das war aber noch nicht der Beginn meiner neuen Satire.

Vorwarnung: Die Satire ist sehr überdreht und brutal. Also nichts für Leute mit schwachen Nerven.

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Die überflüssigste Partei aller Zeiten

…ist die „Neue Liberale“. Aus dem Grundsatzprogramm:

Wirtschaft ist für uns kein Selbstzweck. Jeder
hat als Voraussetzung zur materiellen Freiheit ein Recht auf Arbeit unter menschenwürdigen
Bedingungen und zu fairen Löhnen.
Wir wollen einen wehrhaften Rechtsstaat, der die Freiheit der Menschen schützt. Eine aktive
Friedenspolitik muss an den gesellschaftlichen Ursachen von Konflikten ansetzen und nicht
ausschließlich deren gewalttätige Symptome bekämpfen.

In Ordnung – sagen wir mal, dass jeder ein „Recht auf Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen und zu fairen Löhnen“ hat (außer Journalisten, Lektoren, Künstlern und dem ganzen geisteswissenschaftlichen Unrat): Was bedeutet das in der Praxis? Mal angenommen, jemand hat keine Arbeit. Wer gibt sie ihm? Woher kommt sie? Wird jemand anderem sein Arbeitsplatz genommen, um den Arbeitssuchenden damit zu beglücken? Muss jeder die Hälfte seines Arbeitsplatzes mit seinen Mitmenschen teilen? Ich habe eine ziemlich klare Vorstellung, wie Arbeitsplätze erzeugt werden: Der Staat muss sich aus der Wirtschaft heraushalten (außer der Garantie der Rahmenbedingungen, wie das Wachen über die Einhaltung von Verträgen) und somit kann jeder frei mit seinen Mitmenschen seine Arbeitsbedingungen aushandeln, spontan Unternehmen gründen und wenn es nicht läuft, spontan ein neues gründen. Dann wäre es allerdings nicht Aufgabe der Politik, ein „Recht auf Arbeit, etc.“ durchzusetzen, was Eingriffe in die Wirtschaft, mehr Bürokratie, weniger Produktivität, weniger Arbeitsplätze bedeutet.

Und wer bestimmt, was faire Löhne sind? Die Vertragsparteien oder doch der Staat? Da es zur politischen Aufgabe erklärt wird, offenbar der Staat. Das kann wirklich nur jemandem einfallen, in dessen Nation schon zwei planwirtschaftliche Systeme Millionen Menschen ins Elend gestürzt haben.

Ferner wollen sie einerseits einen „wehrhaften Rechtsstaat, der die Freiheit der Menschen schützt“, der also Kriminalität und äußere Feinde bekämpft. Super. Und außerdem wollen sie, dass wir „Friedenspolitik“ betreiben, also die Rechte und Freiheiten der eigenen Bürger verletzen, um mit ihrem Geld Projekte in Drittweltländern zu finanzieren – was sehr wahrscheinlich gemeint ist. Die Ursachen von Konflikten in anderen Ländern werden zu unserer Verantwortung erklärt.

Wir streben einen Politikstil an, der redlich ist, die Argumente der Mitbewerber ernsthaft würdigt
und diese nicht diffamiert.

Welche Argumente? Ich lese hier nur Phrasen, die von jeder beliebigen Partei stammen könnten. Argumente würdige ich ernsthaft. Man hört sie so selten, dass es da wirklich nicht viel zu tun gibt für mich. Ich könnte mich zurücklehnen und lauschen, wie Politiker den lieben langen Tag nichts mit irgendeinem identifizierbaren Inhalt äußern.

Untreue: Der neue Konsens

Stand der Dinge in der modernen Sexualethik:

„So sind sie sich also einig, dass das mit der sexuellen Treue keinen Sinn hat, aber ob man offen untreu sein sollte oder nur geheime Affären haben darf, darüber streiten die beiden leidenschaftlich.“ http://www.welt.de/icon/article131750259/Eine-gediegene-Ausrede-ist-manchmal-menschlicher.html

Der Satz klingt nach einer Polemik gegen die Position der beiden Diskutanten. Ist er aber nicht. Wir sollen das gut finden.

Es gibt also einen klaren Mangel an Polemik hier. Der folgende Beitrag schafft Abhilfe. Weiterlesen

Auch wenn die Menschheit nicht perfekt ist

„Die Menschheit als wunderbar real und so ideal wie möglich darzustellen war das Ziel des Künstlers. Damit ermutigte er alle, solche Ideale anzustreben. Die Botschaft lautet, dass das Leben gut sein kann, auch wenn die Menschheit vielleicht nicht perfekt ist. Der moralische Imperativ, dass alle Menschen es wert sind, Liebe und Respekt zu erfahren, ist implizit.“ (Fred Ross über die Kunst des traditionellen Humanismus. In: Der große Kunstschwindel des 20. Jahrhunderts)

Man sollte immer das menschliche Potenzial im Auge haben. Wenn man einen Menschen sieht, sollte man nicht denken: „Was hat er nur aus sich gemacht?“, sondern „Was er alles aus sich machen könnte!“

Der Humanismus ist der Glaube, dass Menschen ihr Potenzial entfalten können, wenn sie die Freiheit dazu haben und wenn sie an sich selbst glauben. Er ist die Überzeugung, dass jeder Mensch fähig dazu ist und das Recht dazu hat, für sich selbst zu leben. Der Humanismus ist das Gegenteil der Behauptung, dass andere Menschen dein Leben bestimmen sollen, weil du selbst nicht kompetent dazu bist. Der Humanismus ist das Gegenteil der Behauptung, dass du dich für andere Menschen, für die Gesellschaft oder für Gott selbst zerstören sollst. Egal, wie viele Menschen etwas anderes behaupten. Und wenn ich es in Stein meißeln und von den Dächern schreien muss.

Und es ward doch gut

Selbstporträt (Bild: Andreas Müller)

Selbstporträt (Bild: Andreas Müller)

Wie das leider so ist mit Philosophen und mit Künstlern – und wehe dem, der beides ist, wie ich – man wird ständig hin- und hergerissen von leidenschaftlicher Selbstüberzeugung und rasendem Selbstzweifel. Um es überhaupt durchzuhalten, ein Buch zu schreiben, muss man sich während des Schreibens für das Großartigste halten, was je unter Gottes gelber Sonne gediehen ist. Die Korrekturen und die Bescheidenheit kommen später. Man schwankt grundsätzlich zwischen Extremen. Weiterlesen

Tretet dem Islamischen Staat bei! (Satire)

Ist Terror Gerechtigkeit? (Cox & Forkum)

Dschihad gegen Justitia (Cox & Forkum)

Werbeanzeige des Islamischen Staates in einer deutschen Zeitung

Ihr Deutschen fahrt gerne in den Urlaub, erlebt Abenteuer, esst Gerichte und hört Musik aus verschiedenen Kulturen, nicht wahr? Und wenn der gottlose Bastard Akif Pirincci Recht hat, dann haben viele deutsche Frauen auch gerne Sex mit Männern aus allen möglichen Kulturen, bevor sie einen fleißigen Deutschen heiraten, der sie in ihren hässlicheren Lebensjahren versorgt. An einem höheren Sinn im Leben mangelt es Euch jedoch häufig. Oder an irgendeinem Sinn. Und die Zivilisation schiebt auch noch einigen finsteren Trieben den Riegel vor.

Doch verzaget nicht. Wenn Ihr Euch dem Islamischen Staat anschließt, könnt Ihr all diese Dinge tun und noch viel mehr! Ihr lernt andere Kulturen in fernen Ländern kennen, erlebt gefährliche Abenteuer, Ihr bekommt die seltsamsten Dinge zu essen und: Ihr könnt Andersgläubigen die Köpfe abhacken! Geht es Dir nicht schon lange auf die Nerven, dass andere Menschen Deinen genialen Einfällen widersprechen? Jetzt kannst Du dem ein Ende setzen. Endgültig! Der IS ist all inclusive. Wir bieten jungen Männern die Gelegenheit, ungläubige Frauen zu vergewaltigen, während die Mädels Arabern als Sexsklavinnen dienen können. Endlich könnt ihr euren spontanen Gelüsten freien Lauf lassen – wir leben den Existenzialismus! Und: Wir schaffen irgendein utopisches Weltreich, das Ihr jungen Leute doch immer haben wolltet. Also kommt und tretet dem Islamischen Staat bei, Ihr irrationalen Schwachköpfe! Zusammen werden wir den Islam als universelle und einzige Weltreligion etablieren!

Die deutschen Islamverbände weisen darauf hin, dass der Islamische Staat nichts mit dem Islam zu tun hat. 

> Und einige deutsche Jugendliche sind dem Ruf gefolgt (keine Satire):

„Unter den Jugendlichen, die sich den Terroristen angeschlossen hätten, seien auch vier Mädchen. Diese seien mit einer „romantischen Vorstellung einer Dschihad-Ehe“ ausgereist.“

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/jugendliche-is-kaempfer-deutschland

http://www.fr-online.de/terrorgruppe-islamischer-staat/is-terror-zahl-der-deutschen-is-unterstuetzer-steigt,28501302,28525092.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Sexual_jihad