Unschuld vom Lande

Unschuld vom Lande (Bild: Andreas Müller)

Unschuld vom Lande (Bild: Andreas Müller)

Man erblicke nunmehr mein neues Stillleben, „Unschuld vom Lande“. Ich finde, es löst einen interessanten psychologischen Effekt aus. Die drei Eier unter dem Topf wirken verängstigt, als würden sie sich zusammentun und vor der Pfanne verstecken. Die Pfanne erinnert an eine Katze, die die Eier anspringen möchte. Man möchte entweder die drei Eier beschützen oder die Pfanne nehmen und voll auf die Eier draufschlagen. Ein Stillleben, das barbarische Instinkte weckt.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kunst.

9 Kommentare zu “Unschuld vom Lande

  1. DeeTee sagt:

    Ist ja nicht mal sooo schlecht 😉

    Erst einmal frage ich mich, warum der Topfhenkel nicht runterkippt. Ist hier Magie im Spiel, oder ist es doch nur profaner Küchendunst, der sich rostbildend in das Scharnier geschlichen hat? Ein ewiger Kreislauf der Vernichtung von Leben, um Leben erst zu ermöglichen, auch Essen genannt.
    Den harten Aufschlag vor Augen, ist es kein Wunder dass die Eier sich fürchten, sind sie in diesem perfiden Spiel doch nur Statisten, doch nur Kollateralschäden einer Macht, die sie nicht einmal annähernd erfassen können.
    Tropft bald das sinnlos vergeudete, nein verschwenderisch umherspritzende potentiell werdende Hühnerleben in die Rille des in die Jahre gekommenden Tisches, und endet damit dort, wo alles Leben beginnt, in einer Rille aus der es tropft?

  2. Martin sagt:

    Hmmmm, auf mich wirkts eher, als würde sich das große Papa-Ei schützend zwischen die garstige Pfanne und die beiden kleinen Kinder-Eier stellen 😉

  3. Martin sagt:

    btw. wieso eigentlich Pfanne? Ist das bedrohliche Ungetüm, vor dessen schrecklichen Gelüsten sich die Patchwork-Eierfamilie zum Topf flüchtet, nicht eher eine Kasserolle?

  4. Alexia sagt:

    Mich würde ja mal interessieren, was das Ding an der Tischkante ist. Sieht aus wie eine Gewürzmühle für das zukünftige Omelett. Könnte aber auch ein Butterstampfer für kleine Mengen sein, der mit den Eiern einfach nichts zu tun hat.

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