Auch wenn die Menschheit nicht perfekt ist

„Die Menschheit als wunderbar real und so ideal wie möglich darzustellen war das Ziel des Künstlers. Damit ermutigte er alle, solche Ideale anzustreben. Die Botschaft lautet, dass das Leben gut sein kann, auch wenn die Menschheit vielleicht nicht perfekt ist. Der moralische Imperativ, dass alle Menschen es wert sind, Liebe und Respekt zu erfahren, ist implizit.“ (Fred Ross über die Kunst des traditionellen Humanismus. In: Der große Kunstschwindel des 20. Jahrhunderts)

Man sollte immer das menschliche Potenzial im Auge haben. Wenn man einen Menschen sieht, sollte man nicht denken: „Was hat er nur aus sich gemacht?“, sondern „Was er alles aus sich machen könnte!“

Der Humanismus ist der Glaube, dass Menschen ihr Potenzial entfalten können, wenn sie die Freiheit dazu haben und wenn sie an sich selbst glauben. Er ist die Überzeugung, dass jeder Mensch fähig dazu ist und das Recht dazu hat, für sich selbst zu leben. Der Humanismus ist das Gegenteil der Behauptung, dass andere Menschen dein Leben bestimmen sollen, weil du selbst nicht kompetent dazu bist. Der Humanismus ist das Gegenteil der Behauptung, dass du dich für andere Menschen, für die Gesellschaft oder für Gott selbst zerstören sollst. Egal, wie viele Menschen etwas anderes behaupten. Und wenn ich es in Stein meißeln und von den Dächern schreien muss.

4 Kommentare zu “Auch wenn die Menschheit nicht perfekt ist

  1. Maier sagt:

    Humanismus bedeutet: von Ethik faseln und Menschenrechten einfordern, während man gleichzeitig Andersdenkenden (bspw. friedlich demonstrierende Abtreibungsgegner) diese Rechte (Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstrationsrecht) verwehrt, diese physisch angreift, anpöbelt und anblökt, und zwar in offener Kooperation mit linksradikalen Gewalttätern und Chaoten!

    Der super-tolerante semi-debile hpd-lesende Gutmensch und der widerliche Linksfaschist sind doch letztendlich nur zwei Seiten der einen Medaille namens: Humanismus.

    Frei nach Wiglaf Droste: Hinter tausendfachem Humanisten-Lächeln weht der faulige Mundgeruch der Inquisition.

    • Das hat aber nichts zu tun mit dem historischen Verständnis von „Humanismus“ (etwa Renaissance-Humanismus oder das, was Ross darüber schreibt). Ich werde jedenfalls bestimmt nicht Linksradikalen diesen Begriff überlassen. Humanismus ist eine Ethik, die den individuellen Menschen in den Mittelpunkt rückt.

  2. Dr. Weltbaer sagt:

    Der Humanismus überschreibt in gewisser Weise den Liberalismus, streng genommen ist aber die angenommene Freiheitlichkeit wiederum die Begründung des genannten Liberalismus.
    Dem L. voran geht der Anthropozentrismus, der Humanismus und so, der Schreiber dieser Zeilen, der bekanntlich sozial und liberal ist, sozialliberal, aber nicht so wie in Doitschland zwischen 1969 und 1982 geübt, von Semi- oder Pseudoliberalen, sondern eher so wie von Eucken und so angeregt, kann hier nur zustimmen.
    Wichtich der Anthropozentrismus.

    MFG
    Dr. W

    • Martin sagt:

      Nur so interessehalber: Darf ich annehmen, das Ihre Definition von „sozialliberal“ etwas völlig anderes ist, als diese hier beschriebene, grade gegründete, Partei es zu verstehen scheint?

      http://www.mopo.de/politik/sie-erinnern-an-die-piraten–neue-liberale—wer-wir-sind-und-was-wir-wollen,5067150,28562518.html

      Ich zitiere mal: „Das ureigene FDP-Thema Wirtschaft kam in Karims Rede mit keinem Wort vor. Es ging um Solidarität mit sozial Schwachen, um die Ausbeutung der Dritten Welt und der Umwelt. „Wir sind keine Abspaltung der FDP, sondern eine Sammlungs-Bewegung sozialliberaler Kräfte. Unser politischer Gegner ist klar die AfD.“ Er kritisierte die europakritische Haltung der Partei und deren Angst vor Zuwanderung. „Gerade dort sehen wir aber die Zukunft.“ “

      Mit anderen Worten: Noch mehr Sozialscheiß, der mit Liberal absolut nichts zu tun hat.

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