Me for Me

#MeforMe statt #HeforShe!

Wie heute alles den Gipfel der Blödheit zu erklimmen sucht, so auch der Feminismus. Diesmal unterstützt von Emma Watson, die leider so gar nichts mit der intellektuellen, wirklich selbstbestimmten Hermine Granger aus Harry Potter gemein hat. Kevin Fuchs fasst Watsons Art von „Feminismus“ wie folgt zusammen:

„Es ist die notorische Subordination männlicher Anliegen unter jene der Frauen. Es ist die Zweiteilung der Menschheit in eine gute weibliche und eine böse männliche Seite.“

http://ef-magazin.de/2014/09/30/5800-emma-watsons-retrofeminismus-von-jammerfrauen-und-weissen-rittern

Ich habe vor einer Weile ein Making of der ersten zwei Harry-Potter-Filme gesehen. Darin spricht Emma Watson, damals noch ein Kind, in Lichtgeschwindigkeit, wirkt äußert intelligent und aufgeweckt. Leider ist sie seitdem in Kontakt mit der westlichen Gesellschaft in ihrem aktuellen Zustand gekommen. Jetzt engagiert sie sich für den „Feminismus“, der kein Feminismus ist, sondern das Gegenteil.

Männer sollen für Frauen eintreten, wie der Titel der Kampagne „HeforShe“ bereits sagt. Weil Frauen diese unfähigen, unmündigen Kinder sind, die von Männern beschützt und gefördert werden müssen. Sie brauchen eine Art von geschlechtsbedingter Pflegehilfe, weil sie das Unglück hatten, als Frauen geboren zu sein – sie brauchen eigene Parkplätze, Frauenquote, Frauenbeauftragte. Das ist genau das Frauenbild der alten Patriarchen. Kein inhaltlicher Unterschied. Nur, dass es jetzt „Feminismus“ heißt. Und dass viele Frauen aus unserer Elite dem begeistert zustimmen. Und dass sie echte Feministen jetzt „Anti-Feministen“ nennen.

Auf der Website dieser Kampagne sind überhaupt keine Essays zu finden, die erklären, worum es geht. Sie besteht ausschließlich aus Slogans und Zitaten von Prominenten.

Geist, warum hast du uns verlassen?

4 Kommentare zu “Me for Me

  1. Dr. Webbaer sagt:

    Das ist genau das Frauenbild der alten Patriarchen.

    Jenau, Abhilfe schafft hier die Sacharbeit, die ohne Fixierung auf unveränderliche körperliche Ausprägung auskommt. [1] – Das Echo derjenigen, die riefen, dass Frauen an den Herd oder in die Gebärstube gehören, findet sich im Feminismus wieder, jedenfalls, wenn er Bevorzugung sexistischer Art wünscht.

    Es wird dann positiv verkauft, als Affirmative Action oder als Positive Diskriminierung oder als sonstige Bevorzugung („Frauenquote“ [2]), aber es ist die alte Leier, nur anders bespielt.

    MFG
    Dr. W

    [1] dieses Argument ist auch in feministischen Kreisen bekannt, es wird dort auf erkennbar niedrige Art und Weise zurückgewiesen – es gibt in ähnlichem Zusammenhang unzählige Texte, die sich bspw. an der „I do not see colour“ abarbeiten
    [2] die real angestrebte Frauenquote offenbart sich auch darin, dass es ja eigentlich um eine Geschlechterquote gehen müsste, also auch die Männchen berücksichtigend

    PS:
    Lustig in diesem Zusammenhang auch das noch gültige sog. Frauenstatut der Grünen, das direkt „diskriminiert“ bzw. unterdrückt:
    -> https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Frauenstatut.pdf (kA, warum hier bundesdeutsch nicht geklagt wird)

  2. Skeptiker sagt:

    Übergangsweise kann die Aufforderung an Männer, sich für die Anliegen der Frauen einzusetzen, durchaus Sinn machen.
    Grade dort, wo sie es nicht selbst tun können.

    Oder wie lautet die Argumentation?

    • Die Rede ist nicht von der islamischen Welt.

    • Dr. Webbaer sagt:

      Übergangsweise [1] kann die Aufforderung an Männer, sich für die Anliegen der Frauen einzusetzen, durchaus Sinn machen.

      Vor allem sollten sich „Normalos“ oder in der Welt der Aufklärung Angekommene nicht darauf konzentrieren, ob jemand männlich oder weiblich, heterosexuell oder homosexuell, einbeinig oder zweibeinig, 2m groß oder in Sarközy-Größe verfügbar, dick oder dünn, blöd oder klug, gebildet oder eher ungebildet (komplett ungebildet geht heutzutage nicht mehr) oder bspw. Vegetarier oder Carnivore sind, wenn es um die Partizipationsteilhabe, spaßeshalber einmal modisch pleonastisch formuliert, dem allgemein vorzufindenden Niveau entsprechend, geht.

      Was wirklich nicht relevant ist, den politischen Austausch betreffend, darf gerne oder hat zu Hause zu bleiben.

      MFG
      Dr. W (der sich bekanntlich nicht aufregen soll)

      [1] ‚übergangsweise‘ war in den Sechzigern und Siebzigern

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