Unsinn ist kein akademisches Fachgebiet

Frage eines Studenten während einer Vorlesung des objektivistischen Philosophen Leonard Peikoff, sinngemäß: „Wie kann man durch Philosophie seinen Körper verlassen und in eine höhere Sphäre des Daseins aufsteigen?“

Peikoff antwortete, dass man das grundsätzlich gar nicht kann. Philosophie ist ein akademisches Fachgebiet, das bestimmte Fragen beantworten, das Wissen erlangen möchte. Es dient nicht dazu, in höhere Sphären des Daseins aufzusteigen. Das ist so, als würde man einen Historiker fragen, wie man durch das Studium der Geschichte in die Zeit zurückreisen und Hitler töten kann, bevor er den Krieg anfängt. Oder, als würde man einen Physiker fragen, wie viel Gammastrahlung man braucht, um zum Hulk zu mutieren.

Aber die Frage ist schon interessant. Wenn jemand in der Lage ist, mystische Weltanschauungen mit der Philosophie zu verwechseln, dann sagt das etwas über den Zustand der modernen Philosophie aus. Der Philosoph und Neurowissenschaftler Sam Harris ist beispielsweise sehr vom Buddhismus angetan und hat ein Buch über Spiritualität geschrieben. Michael Schmidt-Salomon spricht ebenso über die Auflösung des Selbst und eine „rationale“ Mystik – ein Widerspruch in sich. Es gibt ja auch keine verheirateten Junggesellen.

Peinlicherweise ist inzwischen ein Buch erschienen, das den Objektivismus mit dem Zen Buddhismus vereinen möchte: „Dark Buddhism. Integrating Zen Buddhism and Objectivism“ von Morgan D. Rosenberg. Das ist so, als würde man den Hammer mit der Wahrsagerkugel vereinen wollen. Der Objektivismus ist eine säkulare Philosophie – wie der Kritische Rationalismus. Er hat bezüglich mystischer Weltanschauungen und Esoterik eine sehr ähnliche Auffassung wie die Skeptiker-Bewegung (in Deutschland vertreten durch die GWUP). Es gibt nichts Übernatürliches, keine höheren Sphären des Daseins, kein Leben nach dem Tod. An Erkenntnisse über die natürliche Welt gelangt man mit Hilfe einer rationalen Philosophie (die Grundlagen) und der Wissenschaften (das Wissen über Konkreta), nicht durch Offenbarung, Wunschdenken oder das Studium heiliger Schriften. Die Philosophie stellt einerseits eine Erkenntnistheorie bereit (wie gelangen wir an Wissen?) und andererseits metaphysische Grundlagen des Wissens (Es gibt konkrete Dinge mit einer bestimmten Identität). Die Wissenschaften sind für das gesamte übrige Wissen – also für fast alles – verantwortlich. Sie bestimmen, welche konkreten Dinge das eigentlich sind, die es da gibt, und wodurch diese sich auszeichnen.

Philosophen können das durch die Wissenschaften ermittelte Wissen für ihre Bereiche, etwa die Ethik, nutzen. Dass Lebewesen selbst-initiierte Handlungen ausführen, um zu überleben, ist schließlich eine Erkenntnis der Biologie. Philosophen gelangen aber nicht als Philosophen an wissenschaftliche Erkenntnisse. Man kann nicht durch Alltagsbeobachtung und Logik schlussfolgern, dass es Elektronen gibt und was Rote Riesen sind. Das muss man mit Hilfe von wissenschaftlichen Instrumenten soweit möglich beobachten und anderweitig aus Experimenten Erkenntnisse gewinnen und aus diesen Gesetzmäßigkeiten schlussfolgern und aus diesen wiederum schlussfolgern, dass es gewisse Dinge geben muss, auch wenn man sie nicht direkt beobachten kann (wie Elektronen).

Philosophie befasst sich mit Metaphysik (Metaphysik ist quasi die Vor-Wissenschaft, die grundlegende Zusammenhänge bestimmt und Begriffe wie „Existenz“, „Identität“, „Zeit“ und „Raum“ definiert), Epistemologie (Wie gelangen wir an Wissen?), Ethik (Wie sollen wir persönlich leben?), Politik (Wie sollen wir mit anderen Menschen zusammen leben?) und Ästhetik (Was ist das Schöne?). Es gibt keinen Teilbereich, der für übernatürliche Kräfte oder höhere Dimensionen zuständig ist. Dafür ist niemand wirklich zuständig, weil es so etwas nicht gibt. Es gibt nur Leute, die behaupten, sie wüssten etwas darüber: Esoteriker und Mystiker. Und die findet man nicht in Universitäten, weil sie kein Wissen erlangen und nicht zur Erlangung von Wissen beitragen (wie Logiker und Mathematiker). Sie reden nur Unsinn. Unsinn ist kein akademisches Fachgebiet. Umso peinlicher, wann immer sich Philosophen oder andere Akademiker der Mystik und Esoterik zuwenden und diese mit ihrem Fachgebiet in Verbindung bringen.

15 Kommentare zu “Unsinn ist kein akademisches Fachgebiet

  1. Alexia sagt:

    „Unsinn ist kein akademisches Fachgebiet.“
    Kommt auf die Uni an. :p
    https://www.google.de/search?q=universit%C3%A4t+theologie

    • sba sagt:

      Scherzkeks…antike bis Zeitgeschichte, Ideen- und Kulturgeschichte aller Epochen, Altphilologie, Philosophie, Gesang, Rhetorik. Daraus besteht ein Theologiestudium. Damit beschäftigen sich die Prof.en und Dozenten.

      • Alexia sagt:

        Mag sein. Die TH Reutlingen beschreibt das ein bisschen anders:

        „Was meinen wir, wenn wir sagen »Gott existiert«? Ist das Weltbild der modernen Naturwissenschaften mit dem Glauben an einen Schöpfer vereinbar? Ist die Bibel Gottes Wort? Ist es denkbar, dass ein Gebet die Welt verändert? In welchem Verhältnis steht der christliche Glaube zu anderen Religionen? Was ist die Aufgabe von Christen in einer Gesellschaft, die eine Vielzahl von Lebensentwürfen und Weltanschauungen kennt? Wie kann ich es lernen, das Evangelium so zu verkündigen, dass andere mich verstehen?“
        (http://www.th-reutlingen.de/studium/theologie-studieren-warum-und-wozu/)

        Philosophie und Geschichte werden weiter unten auch erwähnt. Aber es wirkt als wäre das Ziel des Studiums den Glauben (an Gott/Jesus/etc) zu festigen, zu leben und weiterzugeben also zu missionieren. Dafür müsste entweder alles ignoriert oder gar negiert werden, was irgendwie am Glauben rütteln kann, oder aber die Glaubensinhalte werden derart aufgeweicht, dass es unmöglich wird, sie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen eindeutig zu falsifizieren.

        Die Elemente, welche du aufgezählt hast, sind sicherlich alle irgendwie wichtig, sei es zum Verständnis der Geschichte, zur Bereicherung der Kultur durch visuelle oder akustische Kunst oder zur Verbesserung der eigenen Kommunikationsfähigkeit durch Rhetorik…

        Wenn aber von vornherein ausgeschlossen wird, bestimmte Elemente, hier also u.A. die vorausgesetzte Existenz eines Schöpferwesens und seine Interaktionen mit menschlichen „Seelen“, um jeden Preis zu erhalten, dann entsteht Unsinn.

        Übrigens sind auch Gender Studies mit ihren eher fragwürdigen Hintergründen ein akademisches Fach. In Hogwarts an der Oder alias Europa-Universität Viadrina wird krampfhaft entgegen aller bereits existierenden Studien versucht, Homöopathie als wirksam zu beweisen. Und ein nigerianischer Student wurde von seiner und anderen Universitäten gelobt, als er meinte, mit Hilfe von Magneten wissenschaftlich bewiesen zu haben, dass Homosexualität moralisch falsch sei.

        Akademisch heißt einfach nur, dass etwas an einer Hochschule gelehrt oder erforscht wird oder wurde. Das schließt leider jede Menge Blödsinn mit ein.

        • Alexia sagt:

          „Wenn aber von vornherein ausgeschlossen wird, bestimmte Elemente, hier also u.A. die vorausgesetzte Existenz eines Schöpferwesens und seine Interaktionen mit menschlichen “Seelen”, um jeden Preis zu erhalten, dann entsteht Unsinn.“
          Erhm… Es sollte heißen „Wenn aber von vornherein festgelegt wird, …“
          Wobei andersherum ebenfalls Unsinn entstehen kann.

        • Dr. Webbaer sagt:

          Ist das Weltbild der modernen Naturwissenschaften mit dem Glauben an einen Schöpfer vereinbar?

          Die Ideenlehre oder Methodik der aufklärerischen skeptizistischen Naturwissenschaften, wie der gesamten Wissenschaftlichkeit – Theologien, die nur deshalb an den Bildungsstätten möglich sind, weil sie mit dem bewussten Glaubensentscheid hantieren, insbes. Ratzinger legte viel Wert auf die Einschränkung, der Katholozismus aber generell, ausgenommen -, ist natürlich nicht mit ‚Glauben an einen Schöpfer vereinbar‚.

          Glauben und Wissenschaftlichkeit stehen nebeneinander. – Was aber ermöglicht, dass Wissenschaftler, privat sozusagen, relig. gläubig sein können, no prob here.

          MFG
          Dr. W

          • Alexia sagt:

            „Glauben und Wissenschaftlichkeit stehen nebeneinander. – Was aber ermöglicht, dass Wissenschaftler, privat sozusagen, relig. gläubig sein können, no prob here.“

            Volle Zustimmung. Religion und Wissenschaft sollten nichts miteinander zu tun haben. Es ist nur immer Schade, wenn jemand versucht, beide zu vereinen und dann versucht, anhand irgendwelcher quantenmechanischen Wahrscheinlichkeitsdingens beweisen will, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.

            „weil sie mit dem bewussten Glaubensentscheid hantieren“

            Ohne Ergebnisoffenheit entsteht leider selten etwas Sinnvolles.

          • Oder natürlich man entwickelt ein in sich logisches, integriertes Weltbild und verzichtet auf Hokuspokus.

          • Alexia sagt:

            Oder adaptiert eines, das andere entwickelt haben…

            Ich dachte mal, dass das erstrebenswert wäre, bin aber inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass viele, wenn nicht gar die meisten Menschen, dieses entweder nicht können oder nicht wollen. Vermutlich beides.

            Ich denke, ich kann am entspanntesten leben, wenn ich die, die aus welchen Gründen auch immer an irgendetwas glauben wollen, einfach lasse, solange sie nicht anderen Leuten deswegen den Kopf abhacken oder sonstwo an den Körpern herumschnippeln wollen.

          • Dr. Webbaer sagt:

            @ Alexia :
            Vorsicht, alle ‚glauben an irgendetwas‘, die (Natur-)Wissenschaftlichkeit, die ohne Glauben auszukommen scheint, deckt viele Bereiche nicht ab, mit denen es das Erkenntnissubjekt zu tun hat.

            Herr Müller liegt mit seiner Nachricht etwas weiter oben ganz richtig (oder scheint, im skeptizistischen Sinne, richtig zu liegen >:> ).

            Übrigens folgt auch die Annahme der modernen Wissenschaftlichkeit einem Glaubensentscheid, es geht auch anders (wenn natürlich nicht mit Ergebnissen, denen zugestimmt werden muss – allerdings ist es noch nicht so-o lange her, dass naturwissenschaftlich verifiziert worden ist).

            MFG
            Dr. W

          • sba sagt:

            Alexia, guter Einwand, Ähnliches lässt sich bei so ziemlich jeder Fakultät in D lesen. Einen sonderlich großen Gefallen tun sie sich damit, offensichtlich, nicht, wenn sie damit vermeidbare falsche Eindrücke vermitteln. – Mission ist nicht oder sollte kein Ziel des Studiums sein. Implizit passiert leider genau das, indem man, um einen Abschluss machen zu können, den Nachweis beizubringen hat, in einer der Gliedkirchen der EKD zu sein. Sollte dringend geändert werden.

            Mein eigentlicher Punkt gerade ist allerdings ein anderer: Als Geisteswissenschaft ist es das Ziel der Theologie (oder sollte es m.E. sein), Aussagen einer bestimmten Kategorie, Glaubensaussagen, in ihre historischen, kulturellen und Begründungszusammenhänge einzuordnen (historisch-exegetisch-philosophischer Teil), diese Zusammenhänge auf Relevanz und Validität zu überprüfen (angewandt logisch-philosophischer Teil) und dann Stellung dazu zu beziehen (Urteil). Dazu muss man nicht gläubig sein. Man muss nichtmal gläubig sein, um die Bibel auszulegen (genau deswegen gibt es ja die wissenschaftlichen Methoden der Exegese). Der eigene Glaube, wenn man ihn denn mitbringt, wird vielmehr selbst zum Objekt der Untersuchung, insofern man in die Lage versetzt wird, kritisch bei sich nachzufragen, was man jeweils meint und ob und wie das alles zusammen passt (wie man auch in einem Philosophiestudium lernen kann, seine mitgebrachten philosophischen Überzeugungen oder in einem naturwissenschaftlichen, mitgebrachte nat.wiss. Theorien zu überprüfen).

            “Wenn aber von vornherein festgelegt wird, etc.“

            Kann Unsinn entstehen. Es handelt sich hierbei allerdings um zentrale Prämissen des Christentums (die zwar nicht ganz das selbe Gewicht haben, wie das Evangelium, aber überwiegend[1] Voraussetzungen für seine Aussagbarkeit sind). Für das Verständnis theologischer Aussagen sind sie daher meistens unabdingbar. Um selber welche zu machen sollte man sie berücksichtigen – oder einen Begründungszusammenhang entwickeln, der ohne sie auskommt (Schleiermacher ist das fast gelungen).

            „Die Elemente, welche du aufgezählt hast, sind sicherlich alle irgendwie wichtig…“

            Ich halte sie für zentral. Jedenfalls für die wissenschaftliche Arbeit und (die letzten beiden) für den Pfarrdienst. Mein Mentor hat mir beigebracht, dass die Aufgabe des Pfarrers in der Gemeinde die des wissenschaftlichen Beraters und Supervisors ist. Das gilt für die Arbeit des Kirchgemeinderates (der sich neben der Verwaltung auch hin und wieder mit Glaubensfragen auseinanderzusetzen hat), für die Predigt (was steht da und inwiefern ist das relevant?) und sogar für die Seelsorge (wie kann man eine Situation vor dem Hintergrund des Bekenntnisses einordnen und was dann damit anfangen?)

            Zusammengefasst: Unabhängig davon, welchen Unsinn irgendjemand in seiner PR schreibt, sind jedenfalls in der Theologie die Pflichtrahmen darauf ausgelegt, das Potential für Unsinn zu minimieren, schon, weil man als Protestant immer sehr genau wissen sollte, was man tut und sagt – was dann die einzelnen Studenten jeweils damit anfangen, tja…man kann einen menschlichen Geist zu nichts zwingen, ohne ihn kaputt zu spielen.

            LG

            _______
            [1] Es gibt unter Garantie auch tiefgläubige Theologen, die diese Punkte wegargumentieren. Der Protestantismus ist ein derart vielstimmiger Chor, dass es fast keine Position gibt, die nicht irgendjemand vertritt.

  2. Dr. Webbaer sagt:

    Wie kann man durch Philosophie seinen Körper verlassen und in eine höhere Sphäre des Daseins aufsteigen?

    Naja, das geht wohl nicht. Aber metaphorisch geht dies schon, der (wohlverstandene, es gibt auch noch den Neomarxismus) Konstruktivist bspw. hat sicherlich ‚eine höhere Sphäre des Daseins‘ erlangt, wenn bspw. zum Vergleich auf den Barbaren geschaut wird, der mit einfacher Regelmenge die Welt endgültig verstanden zu haben glaubt, dabei noch abmurksend durch die Welt tapert.
    Metaphorisch wird so auch der ‚Körper verlassen‘, wenn der Geist, gerade auch der gemeinsame, hoch gehalten wird, ganz bevorzugt im Sinne des Sapere Aude (vs. Buddha und so).

    MFG
    Dr. W (der allerdings den Verkauf liberaler oder aufklärischer Werte anders gestalten würde als wie die obige Metaphorik nahelegt, Star Trek-mäßig vielleicht, wenn es billig sein soll und die Massen erreichend oder wie Terry Pratchett)

  3. Skeptiker sagt:

    Wenn jemand in der Lage ist, mystische Weltanschauungen mit der Philosophie zu verwechseln, dann sagt das etwas über den Zustand der modernen Philosophie aus.

    Das sehe ich nicht so.
    Es kann ja verschiedene Ursachen haben, warum jemand Philosophie mit „mystischen Weltanschauungen“ verwechselt [1]. Ein Grund könnte beispielsweise in der Vermittung von dem liegen, was Philosophie ist. Für viele Leute ist Philosophie eine Art Gebiet der Beliebigkeit, auf dem jeder seine Lieblingsbehauptungen aufstellen darf, ohne das ihn sinnvoll widersprochen werden kann.
    Auch die Darstellung von „weisen Männern“ in Filmen und Büchern legt nahe, dass sich ein „Weiser“ (und Philosophen wollen ja so ein bisschen mit Weisheit zu tun haben…) vor allem durch Charisma auszeichnet und durch eine überlegene Ahnung im zwischenmenschlichen Bereich, die mit esoterischen Ansichten einhergeht.

    An Erkenntnisse über die natürliche Welt gelangt man mit Hilfe einer rationalen Philosophie (die Grundlagen) und der Wissenschaften (das Wissen über Konkreta), nicht durch Offenbarung, Wunschdenken oder das Studium heiliger Schriften.

    Dass die Philosophie gewissermaßen für die Methoden zuständig ist und die Wissenschaft als Sammlung von Wissen verstanden wird ist allerdings eine Ansicht, der ebenfalls widersprochen wurde.
    Wenn man die Aufgabe der Philosophie nur in der Ethik sieht – und einige Naturwissenschaftler und Philosophen tun das tatsächlich – , dann erscheint einen sowas wie „Erkenntnistheorie“ erst mal als unbrauchbar.

    Problematisch scheint vor allen Dingen zu sein, dass der Begriff „Wissen“ völlig unterschiedlich definiert wird, obwohl jeder zu meinen glaubt, er wissen, worüber er redet.
    Die Definition von Wissen, Wahrheit usw. sind keineswegs so trivial, wie sie erscheinen mögen. Diese „Grundlagenprobleme“ machen aber offenbar den Fachwissenschaftlern gar nichts aus. Das ist, zumindest meines Erachtens, eine der interessantesten Ergebnisse.

    [1] Man denke nur an Wittgensteins Ausspruch im Trakatus über das „Mystische“.
    Der Student hat mit seiner Idee von Philosophen, die sich über die iridische Sphäre erheben wollen, nicht mal unrecht. Ähnliche Konzepte hat Platon in seinen Dialogen wirklich vertreten – „Philosophieren lernen heißt sterben lernen“, wobei gemeint war, dass die Seele etwas von den Fesseln des Körpers gelöst wird.
    Das hat mit der heutigen akademischen Philosophie vielleicht nichts zu tun, aber eventuell war es auch einfach nicht das, was er gesucht hat.

    • Vermutlich solltest du keine Belege für die These liefern, der du anfangs widersprichst.

      • Skeptiker sagt:

        Könntest du das etwas näher ausführen?

        P.S.: Ich würde mich nicht als symptomatisch für die moderne Philosophie nehmen. Zugegeben: Einige Irrtümer habe ich mir auch ankreiden zu lassen.

  4. Alexia sagt:

    @Dr. Webbaer
    „alle ‘glauben an irgendetwas’“
    Ich stimme zu. Da keiner Experte in allen Bereichen sein kann, müssen bestimmte Voraussetzungen als einfach gegeben angenommen werden. Man muss manchmal einfach ‚glauben‘, dass alles schon irgendwie seine Richtigkeit hat.

    @sba:
    Danke für die Aufklärung. Mein Theologiebeispiel wohl schlecht gewählt. Bleiben noch Homöopathie & co.

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