Nächstes Webinar am Mittwoch, 20:00 Uhr

https://www.edudip.com/embed/index?userId=dHJ1ZS0tbnVoeDRlaThzODcxNTUy&useCss=code-two
Mein erstes Webinar ist super gelaufen und die Teilnehmer waren sehr zufrieden – für ihre Bewertung siehe meine Akademie (um die Namen der Teilnehmer zu sehen, muss man sich anmelden):

https://www.edudip.com/academy/feuerbringer

Es haben sich noch einige Interessenten gemeldet, die beim letzten Termin keine Zeit hatten. Für die und für alle anderen mache ich das Webinar ein zweites und letztes Mal kostenfrei.

Termin: Mittwoch, 5. November 2014, 20:00 Uhr

Fürs Webinar anmelden (maximal 10 Teilnehmer): https://www.edudip.com/webinar/Was-ist-Kunst/108130

Diesmal habe ich es öffentlich ausgeschrieben. Danach gibt es nur noch kostenpflichtige (und längere) Webinare von mir. Technik, Präsentation und Teilnahme funktionieren alle bestens. Diese Veranstaltungen werden mein neuer Fokus sein – mehr als Blog, Artikel und Bücher – und es wäre schön, euch dabei zu haben.

Ich werde die Arbeit fortsetzen, die ich bei der Giordano Bruno Stiftung begonnen habe. Und zwar ohne „rationalen“ oder anderweitigen Mystizismus, ohne den Menschen auf einen „nackten Affen“ mit einem „auflösenden“ Selbst zu reduzieren, der sowieso bald ausstirbt und den ganzen Unsinn. Aufklärung ist zu wichtig für Etikettenschwindel.

Dem Bombardement von irrationalen Ideen in unserer Kultur möchte ich eine Alternative entgegensetzen. Welches Bombardement? Kleiner Hinweis: Der einzige andere Dozent, der bei edudip.com Vorträge über Philosophie auf Deutsch hält, ist ein Astrologe. In Volkshochschulen und in der gesamten privaten Erwachsenenbildung sieht es ähnlich aus. Eine explizite „Philosophie“-Kategorie gibt es bei edudip.com überhaupt nicht, sondern nur „Spiritualität“ (ich bin unter „Wissenschaft / Sonstiges“ vertreten). Eine ähnliche Lage wie in unseren Buchläden. Und der einzige Grund, sich mit Literatur oder Kunst generell zu befassen, besteht für viele Menschen offenbar darin, damit die Kinder ihr Deutsch-Abitur hinbekommen. Das darf einfach nicht wahr sein. Wir können nicht mit mittelalterlicher Sternenleserei ins 21. Jahrhundert starten. Wir können unsere über Jahrtausende erkämpfte Fähigkeit zu lesen nicht auf die Zutatenliste von Bio-Fleisch beschränken! Zumindest muss es eine Alternative geben für rationale Menschen, einen Ausweg aus dem ganzen Wahnsinn – Aufklärung statt Beliebigkeit. Im Land der Dichter und Denker muss es zur Abwechslung auch mal einen Denker geben dürfen. Und wenn es das letzte ist, was ich tue.

Man kann die Teilnehmer bei diesem Webinar übrigens nicht hören oder sehen, falls sich darüber jemand Sorgen macht. Man sieht und hört nur mich und man sieht die Präsentationsfolien. Allerdings kann jeder Anmerkungen machen und Fragen stellen via Tastatureingabe. Das hat letztes Mal sehr gut geklappt. Ich beantworte alle Fragen. Gelegentlich stelle ich auch ein paar Mitmach-Fragen, damit die Leute bei der Sache sind. Mir macht es viel mehr Spaß als Bloggen.

Ich freue mich auf euch! Meldet euch gerne für das Webinar an und abonniert meine Akademie:

https://www.edudip.com/webinar/Was-ist-Kunst/108130

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Mehr Infos zum Webinar

10 Kommentare zu “Nächstes Webinar am Mittwoch, 20:00 Uhr

  1. Dr. Webbaer sagt:

    Hi, Andreas,
    ich habe mich noch ein wenig mit dem Objektivismus beschäftigt, konnte aber nicht sofort herausfinden, warum der Sein-Sollen-Fehlschluss hier nicht präventiv wirkt.
    Wenn Du dazu schon mal was geschrieben hast… ?

    MFG + viel Erfolg
    Dr. W (hätte in jedem Fall noch ein, zwei Folgefragen)

    • Ich kann die Frage nicht ganz nachvollziehen. Was meinst du mit „hier nicht präventiv wirkt“? Nun, ich werde auch noch ein Webinar über die objektivistische Ethik machen, da wird das sicher klar werden. Du kannst übrigens generell auch den Webinaren teilnehmen, hiermit eingeladen.

      • Dr. Webbaer sagt:

        Andreas, ich habe, wie es der Zufall so will, über die objektivistischen Ideen lange nachgedacht, aber der sog. Sein-Sollen-Fehlschluss wäre vielleicht zuvörderst zu bearbeiten und zurückzuweisen, damit ich mir mehr Zeit zur Sache nehmen kann.
        Ischt ja schon ein „Klotz“, den es wegzunehmen gilt.

        MFG
        Dr. W (der’s aber nicht vertiefen muss, auch nicht gegenrednerisch werden will, Dir oder Ihnen alles Gute wünscht)

        • Hier habe ich etwas darüber geschrieben: http://www.feuerbringer-magazin.de/philosophie/ethik/warum-moral-objektiv-ist/

          Hier noch etwas mehr:

          Die Idee, dass die Ethik nicht objektiv sein sollte, verortet den Menschen außerhalb der natürlichen Ordnung. Sie sagt nicht etwa, dass er einen freien Willen hat, sondern dass die metaphysischen Axiome nicht auf den Menschen zutreffen – er ist nichts Bestimmtes, er muss die Naturgesetze nicht akzeptieren, er muss die Natur des Menschen nicht achten, die Bedingungen des menschlichen Lebens – er kann sich anderen oder keinen Regeln unterwerfen, sei es die eigene Willkür oder Gott oder Zufall oder sonst etwas. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Der Mensch ist eine bestimmte Lebensform, die sich frei zum rationalen Handeln entscheiden muss, und sie überlebt auf diese Weise. Der Mensch erzeugt und tauscht Werte. Um Werte zu erzeugen, muss man auf bestimmte Weise handeln (z.B. muss ich Webinare ordentlich vorbereiten, sie klar beschreiben und öffentlich sichtbar anbieten – ein Bäcker muss Brötchen aus Mehl backen, nicht etwa aus Metall, ein Handwerker muss Gasleitungen reparieren, sie nicht kaputtschlagen).

          Ich kann nicht einfach – was die Existenzialisten behaupten – meiner eigenen Willkür folgen. Ich kann nicht sagen: „Ja, so ist die Wirklichkeit, aber es ist mir egal und ich tue was ich will.“ Wenn jemand Omnibusfahrer werden möchte, muss er einen Führerschein machen. Er kann nicht einfach sagen: Mir egal, ich tue, was ich will, was Gott sagt, was die Gesellschaft sagt, was der Führer sagt. Sofern diese Autoritäten irgendetwas anderes von ihm verlangen, als das, was zum Bus fahren notwendig ist, so wird er einfach kein Omnibusfahrer werden können, fertig.

          David Hume hatte in der Tat die metaphysischen Axiome bezweifelt, also ist seine Schlussfolgerung in sich logisch. Aber die metaphysischen Axiome, die grundlegenden Tatsachen der Realität, sind nun einmal so, wie sie sind. In sich logisch ist nicht gleich wahr.

          • Dr. Webbaer sagt:

            @ Andreas Müller :
            Das ist hier jedenfalls mal eine klare Ansage:

            Objektivismus: Aus Sein folgt Sollen

            Es ist so, dass das Sein, die Beschaffenheit, die Interessen und den Bestandserhalt von Subjekten meint, das Sollen die derart geleitete Interessengebundeheit von Subjekten
            D.h. Sein und Sollen stehen näher zusammen als „harte“ Anti-Naturalisten oder Anti-Humanisten meinen; es macht z.B. keinen Sinn, wie Antinatalisten oder namentlich genannt „Karim Akerma“ (ein Pseudonym) vortragen die sog. Verebbung der Menschheit wie der schmerzempfindlichen Tierwelt zu promovieren.

            Es scheint mir klar, dass das Sollen das Sein betrifft und das Sein das Sollen, es macht für mich sofort Sinn bestimmtes Sollen auf Grund des Seins auszuschließen.

            Allerdings wäre dies Negation und nicht im Positiven zu nutzen um direkt vom Sein aufs Sollen zu kommen.

            MFG
            Dr. W

        • Friedrich Sommer sagt:

          Sehr geehrter Dr. Webbaer,

          diese Sein-Sollen Geschichte ist einigermaßen überbewertet. Nicht was ihren Inhalt anlangt, der ist für gewisse philosophische Fragen schon interessant. Aber seine praktische Relevanz ist hält sich in engen Grenzen, wenn man sich den Ethikdiskurs der letzten Jahrzehnte anschaut.

          Meistens wird er von denen aus der Trickkiste geholt, die glauben, durch die Widerlegung oder Bestätigung dieses Schlusses könnte man eine quasinaturgesetzliche Moral begründen, bzw. deren Existenz a priori ausschließen.

          Diejenigen, die für den Sein-Sollen Schluss stehen, versuchen das Naturrechtsdenken zu retten, das seit Jhdten. unser Denken (eben bis heute, nur meistens unbewusst) prägt. Die Gegener von Sein-Sollen wollen meistens gegen die (iaR) populärwissenschaftlichen Ansätze einer „evolutionsgerechten“, „artgerechten“ Moral argumentieren.

          Warum ist diese Frage heute (jedenfalls abseits des populären Diskurses) kaum noch relevant? Weil man heute auf einem anderen Reflexionsniveau steht. Wenn man den Sein-Sollen Schluss widerlegt, ist nichts gewonnen. Ebenso, wenn man ihn bestätigt. Das Problem in letzterem Fall ist, dass die Grenze zwischen Natur und Kultur im Moment völlig unklar ist (viel unklarer, als zu den Zeiten Humes, Kants, etc.). Also selbst wenn man die Gültigkeit des Sein-Sollen Schluss eindeutig beweisen könnte, wäre das viel größere Problem, zu zeigen, wieso sich bestimmte Ansichten aus einem „immer gleichbleibenden Wesen“ dessen, was wir Natur und Mensch nennen, ergeben und nicht kulturell sind und damit eben leider nicht quasinaturgesetzlich gelten können.

          Den Sein-Sollen Schluss zu befürworten ist nichts weiter als ein argumentum ad verecundiam, um irgendwelche „ewigen Vernunftwahrheiten“ zu stützen, die sich aus „der Natur“ und „der Vernunft“ ergeben. Die philosophische Reflexion steht heute auf einem anderem Niveau.

          Moral im Zusammenhang mit dem Sein-Sollen Schluss zu diskutieren ist ein Anachronismus, weil man eine völlig veraltete Natur-Kultur Gegenüberstellung in Kauf nimmt, genauso wie einen Haufen anthropologischer Scheinkonstanten.

          Bevor man über „objektive Vernunftmoral“ und deren Geltung spricht, müsste man das Verhältnis Kultur-Natur neu aufstellen und das ist genau das, was die aktuelle Philosophie beschäftigt.

          • Mal angenommen, Sie möchten damit die objektivistische Ethik kritisieren: Informieren Sie sich über die objektivistische Ethik. Ende der Durchsage.

          • Friedrich Sommer sagt:

            „Mal angenommen, Sie möchten damit die objektivistische Ethik kritisieren“

            Mir persönlich ist es völlig egal, ob jemand die objektivistische Ethik für gut oder richtig hält. Mich beeindrucken auch die Gutmenschen nicht, die diese Ethik für inhuman halten. Das ist Quixquax, „Kulturkampf“, politische Meinungsbildung, Lebensphilosophie,… wie auch immer. Jedenfalls in einen trivialen öffentlichen Diskurs eingebettet, in dem jeder, der halbwegs ein Gespür für ideologische Trends hat, in der Lage ist die pro/contra Argumente sich auszumalen, noch bevor sie gesagt werden.

            Philosophische Reflexion, besonders eine genealogisch-historische, zielt weniger darauf für oder gegen irgendwas zu sein, sondern primär darauf, zu verstehen, wie die Dinge geworden sind, wieso Menschen so denken, wie sie denken, etc.

            (Aus meiner Beschäftigung mit Rand, weiß ich durchaus, dass sie das anders gesehen hat, was natürlich nicht ohne Auswirkungen auf das erreichbare Reflexionsniveau bleiben konnte.)

            Jedenfalls halte ich das Verstehen für den interessanteren Zugang (und den einzig wissenschaftlichen). (Für den pro/contra Zugang, um irgendeine Lebensphilosophie zu propagieren, braucht man die Möglichkeiten des philosophischen Denkens eher weniger.) Deswegen dürfen Sie das posting bitte nicht als „Kritik“ missverstehen, iSv „Ich bin dagegen, weil blablabla.“

            Wobei, zugegeben, wenn ich sage, dass das Sein-Sollen Problem überbewertet ist, werte ich damit letztlich auch die Relevanz Rands. (Aber eben auch die, vieler anderen.) Andererseits lässt sich die heutige Bedeutung des Sein-Sollen Problems auch (relativ) leicht nachprüfen; ebenso die guten Gründe, wieso es relativ unerheblich geworden ist. Aber wahrscheinlich hatte Rand davon keine Ahnung (allein schon aus Gründen der Zeit, in der sie wirkte.) Oder es hat sie nicht interessiert, wie auch immer, das ist dann eher eine biographische Frage, als eine theoretische.

          • Diese Wertneutralität mag ja nun mal wieder sehr erhaben und wissenschaftlich klingen, aber eigentlich ist sie in diesem Kontext an der falschen Stelle. Die Ethik ist ja gerade normativ, also kann man ihr nicht vorwerfen, normativ zu sein und nicht zu erklären, warum Menschen so handeln, wie sie es tun, sondern ihnen zu sagen, wie sie handeln sollen. Das ist ja Ethik. Dafür ist sie da. Man kann auch einem Fußballspieler nicht vorwerfen, Bälle ins Tor zu schießen und nicht nur die Spielregeln des Fußballs zu beschreiben.

          • Dr. Webbaer sagt:

            @ Herr Sommer :
            Warum schreiben Sie über den Sein-Sollen-Schluss, wenn der Sein-Sollen-Fehlschluss, der doch recht plausibel scheint, auf den ersten Blick und vermutlich nicht nur auf diesen bezogen, vom Schreiber dieser Zeilen angefragt oder zur Bearbeitung sozusagen freigegeben worden ist?

            MFG
            Dr. W (der zudem, ganz am Rande natürlich nur, anrät im Ton verbindlicher zu bleiben)

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