Feministen und der „befreite Nippel“

Ein neuer Film porträtiert den heldenhaften Einsatz einer „politischen Bewegung“ für – nein, nicht für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben für Frauen in Saudi Arabien, sondern für das Recht von Frauen im Westen, öffentlich ihre Nippel zu zeigen. Böse Konservative versuchen die Frauen daran zu hindern. Der Film heißt „Free the Nipple“. Und ich denke mir das nicht aus. Hier ist der Trailer:

Die Szenen des Films, in denen die Nippel zu sehen sind, wurden im Trailer zensiert. Es kann schließlich nicht angehen, dass die Nippel von Frauen öffentlich zu sehen sind.

Nun ist mir der Unsinn auf die Nerven gegangen, also habe ich mich mal wieder mit amerikanischen Feministen über den Film gestritten. Ich wies auf die „Emanzipation“ politischer Bewegungen hin, die sich nicht mehr für ihren Widerstand gegen das Nazi-Regime hinrichten lassen wie etwa die Weiße Rose, sondern die andere Leute belästigen und somit Aufmerksamkeit erheischen wollen, ohne dafür schief angeschaut zu werden.

Eine feministische Kommentatorin findet es total unfair, dass ich von „Nacktheit“ gesprochen habe bei Frauen, die kein Oberteil tragen, während das bei Männern nicht so gesehen werde. Was auch immer.

Tatsächlich ist mir in diesem Zusammenhang eine Ungerechtigkeit aufgefallen.

Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. (§183 StGB)

Hier ist nur von „ein Mann“ die Rede, nicht von Frauen. Auf Wikipedia ist nur von einer Verurteilung von Männern für den Exhibitionismus die Rede. Frauen können offenbar bereits machen, was immer sie wollen.

Nun zu der Frage, wie diese feministische Forderung zu den anderen feministischen Forderungen passt.

Laut der sehr erfolgreichen Spendensammelkampagne einer radikal-feministischen Organisation aus Anlass eines angeblichen „Spießrutenlaufs“ einer Frau durch New York werden Frauen überall ständig von Männern begrüßt (= vergewaltigt), wenn sie durch Städte laufen. Der ungewollten Aufmerksamkeit des anderen Geschlechts möchte man nun also entgegensteuern, indem man Frauen auffordert, ohne Oberteil durch die Straßen zu laufen. Das sollte auf jeden Fall die ungewollte Aufmerksamkeit reduzieren. Wer als Mann doch hinschaut, macht sich der sexuellen Belästigung (= Vergewaltigung) schuldig.

Weil es sehr heldenhaft ist, ohne Oberteil herumzulaufen, tragen die Frauen bei der Kampagne einen Superhelden-Umhang über dem Rücken.

Auf jeden Fall ist es sehr mühselig, meiner feministischen Gesprächspartnerin zu erklären, warum Frauen nicht öffentlich ohne Oberteil herumrennen sollten, wenn sie die Aufmerksamkeit der Männer nicht auf sich lenken möchten. Angeblich dienen die Brüste der Frauen nur zum Säugen des Nachwuchses. Das tun sie de facto nicht, Evolutionsbiologen erklären sie als quasi sichtbare Kopien des weiblichen Hinterns, um Männer anzulocken. Viele Tiere wie Schweine haben Zitzen zum Säugen der Jungen und keine Brüste. Brüste sind überflüssig für alles, außer, um Männer anzumachen. Sie sind sogar ein gesundheitliches Risiko wegen erhöhter Brustkrebs-Gefahr. Die Feministin findet es außerdem auch merkwürdig, dass sich Männer von weiblichen Hinterteilen angezogen fühlen sollten. Seit Millionen von Jahren fühlen sich Männer von den seltsamsten Dingen angezogen, wirklich wahr.

Den Versuch, der Feministin den Unterschied zwischen der Intimsphäre und der Öffentlichen Sphäre zu erklären, habe ich ebenfalls aufgegeben.

Es ist zwar nicht ganz dasselbe, wenn Frauen ihre Brüste zeigen und Männer ihren Penis, aber es geht eher in diese Richtung, als wenn Frauen nur ihren Arm oder ihre Beine zeigen. Die sind keine Geschlechtsmerkmale.

Ob sie das Recht haben sollten, das zu tun, ist eine Ordnungsfrage, wie jene, ob man seinen Müll auf den Boden werfen darf oder nicht. Bestraft wird man ohnehin nur für Exhibitionismus, wenn die Entblößung der sexuellen Befriedigung dient. Und wenn man ein Mann ist.

23 Kommentare zu “Feministen und der „befreite Nippel“

  1. Missing Link sagt:

    Bernd sagt:

    @Andreas Müller

    Dieser Beitrag zeigt wiederum deine Fassungslosigkeit angesichts der galoppierenden menschlichen Unvernunft. Andererseits ist das Motto deines Blogs „ZURÜCK zur Vernunft“. Bist du der Meinung, daß die menschliche Vernunft früher größer war?

    In deiner Webinar-Ankündigung schreibst du, daß man der Vernunft vertrauen kann. Glaubst du, daß die Vernunft in irgend welchen Tiefen schlummert und nur durch Ayn Rand geweckt zu werden braucht?…Das wäre ja ein phantastisches „Heilsversprechen“, fast so wie „Schlank im Schlaf“.

    http://www.dhfpg.de/fileadmin/files/news/Fachartikel/fachartikel_ernaehurng.pdf

    Das ist übrigens dieser „Prof.“ Dr. Torsten Albers.

    http://www.br.de/themen/sport/inhalt/doping/doping-anklage-gegen-ehemaligen-olympiastuetzpunkt-mitarbeiter-100.html

    • Bernd, ich denke im Prinzip das, was man als Normalbürger damit assoziiert, wenn man hört, dass man seinen Verstand gebrauchen soll. Wir können rational denken, um die Realität zu erkennen und sie für uns zu nutzen (etwa durch Technologie oder einfach im Alltag). Ayn Rand war eine Philosophin, die genauer definiert, erklärt, aufzeigt, wie der Erkenntnisvorgang funktioniert. Mehr ist nicht dran.

      Mein „Heilsversprechen“ entspricht in etwa dem eines Geschichtsprofessors, der sagt: „Wenn ihr meinen Kurs über Wilhelm I. besucht, dann werdet ihr danach Wilhelm I. besser verstehen.“ Ich sage in diesem Sinne: „Wenn ihr meinen Kurs über Epistemologie besucht, werdet ihr danach den Erkenntnisvorgang besser verstehen.“ Philosophie ist ein akademisches Fachgebiet, kein mystisches Erlösungsding.

      • Missing Link sagt:

        Bernd sagt:
        @Andreas Müller
        Meine erste Frage hast du nicht beantwortet.

        Zitat:
        „Philosophie ist ein akademisches Fachgebiet, kein mystisches Erlösungsding.“

        Richtig! Du vertrittst aber im Webinar nicht die
        Philosophie, sondern den Objektivismus, sonst müßtest du auch die anderen Erkenntnistheorien ansprechen und deren
        Unterschiede aufzeigen, z. B. die evolutionäre Erkenntnistheorie.

        Ayn Rand geht mit ihren „A priori“-Definitionen sogar weit über Kant hinaus (idealistische Erkenntnistheorie), obwohl sie, im Gegensatz zu Kant, Darwin hätte kennen können. Rand behauptet, “ der höchste ethische Wert ist das Leben; „gut“ ist für einen Menschen alles, was sein eigenes Leben als rationales Wesen auf lange Sicht fördert, „schlecht“ alles, was seinem eigenen Leben schadet. Dieser höchste Wert, das eigene Leben, ist allgemeingültig, da das Streben nach Selbsterhaltung in der Natur des Menschen – wie in der Natur jedes Lebewesens – inhärent ist. Hier ist der Schluss vom „Ist“ zum „Soll“, der die Grundlage des objektivistischen Anspruchs auf eine allgemeingültige Ethik darstellt“. Dies widerspricht fundamental den Gesetzen der Evolution.
        http://de.wikipedia.org/wiki/Objektivismus_(Ayn_Rand)#Epistemologie

        Zitat Müller:
        „Im Widerspruch zum Zeitgeist
        sagen WIR Objektivisten: Ja, Wissen ist
        möglich. Du kannst die Welt verstehen. Und es gibt eine klare Methode, wie du das tun kannst.“

        Es ist mir neu, daß der Zeitgeist sagt, Wissen ist unmöglich. Und die „klare Methode, wie du die Welt verstehen kannst“ geht weit über das hinaus, was der Geschichtsprofessor verspricht.

        Du bedienst dich für deine akademische Philosophie ausschließlich in der Schublade des Objektivismus von Ayn Rand.
        (Sektencharakter?)

        • Harold Harry Francis Callahan sagt:

          Es ist mir neu, daß der Zeitgeist sagt, Wissen ist unmöglich.

          Der Skeptizismus sagt dies (fast), er hat sich durchgesetzt, die (Natur-)Wissenschaft falsifiziert bevorzugt ihre Provisorien.

          Insofern ist der Objektivismus höchst interessant, potentiell, ein wenig Wissen gibt es doch, bspw. :
          ‚Etwas ist.‘ oder ‚Es gibt keinen umfänglichen Welt-Indeterminismus.‘ oder (etwas zynisch formuliert) ‚Etwas ist, es ist, weil es ist, und es ist so wie es ist, weil es so ist, wie es ist.‘ (Fichte)

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:

            @Harold Harry Francis Callahan

            „Der Skeptizismus sagt dies (fast), er hat sich durchgesetzt…“

            Bei wem?

            „…die (Natur-)Wissenschaft falsifiziert bevorzugt ihre Provisorien.“
            Wenn dem so wäre, gäbe es keine Satelliten, niemand wäre auf dem Mond gewesen und die letzten 200 Jahre wären völlig anders verlaufen.

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            Das können Sie gerne selbst prüfen, es wird ja nicht mehr verifiziert, Moment, gleich wieder da, …, …, …, hier ein kleiner Webverweis zur sog. Scientific Method:

            -> http://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_method (kein deutschsprachiger Text verfügbar, >:> , dort nagt man wohl auch am Begriff der Wissenschaft, die kein Wissen schafft, sondern Erkenntnis (das Fachwort))

            HTH
            Dr. W

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:

            @Harold Harry Francis Callahan
            http://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Scientific_method

            „At the outset of the discussion about this issue, User:Wjbeaty pointed out some of the published current discussion in the field per WP:VER and WP:RS. He said: „Many scientists object to … the very concept The Scientific Method, and they fight to get it removed from grade-school textbooks. Examples:
            D. Simanek, physicist
            J. Denker, physicist
            P. Bridgman, physicist
            R. Feynman, physicist
            W. McComas
            H. Baur, chemist

            Experience has taught that scientific method should be viewed as a cluster of techniques or body of techniques. When diagrammed it might look something like a sunflower with an identifiable core with a bunch of petals representing various fields of science. Add or remove a few petals, and it still looks like a sunflower. Kenosis 19:23, 12 September 2006 (UTC)“

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            Ja, der Wikipedia-Talk, kA, haben Sie (natur-)wissenschaftliche Erfahrung?

            Was soll das mit dem Doppel-Handle ‚Missing Link / Bernd‘?
            Sind Sie ‚Bernd‘?, welcher genau?

            Schwierig, die wissenschaftliche Methode, die bevorzugt ihre Provisorien zu falsifizieren pflegt, ist schon „irgendwie“ Standard.
            KA, wo es nun bei Ihnen genau nagt, gerne mal substanziell werden.

            MFG
            Dr. W (der dies oder diesbezügliche Kenntnis schon voraussetzt)

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            @Harold Harry Francis Callahan
            Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.
            Zitat:
            „…die (Natur-)Wissenschaft falsifiziert bevorzugt ihre Provisorien.“
            Zitat Wiki.:
            „Falsifikation, auch Falsifizierung (von lat. falisificare „als falsch erkennen“) oder Widerlegung, ist der Nachweis der Ungültigkeit einer Aussage, Methode, These, Hypothese oder Theorie. Aussagen oder experimentelle Ergebnisse, die Ungültigkeit nachweisen können, heißen „Falsifikatoren“.“
            http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifikation

        • Alexia sagt:

          Sektencharakter würde ich das nicht nennen. Sekten lassen keine Widerworte zu und stellen sich keinen Diskussionen.
          Die Fixierung auf Rands Objektivismus ist höchstens einseitig.

          • Es ist wohl noch viel einseitiger, dass der Objektivismus an den Universitäten überhaupt nicht gelehrt wird. Jetzt wird er zum ersten Mal in Deutschland irgendwo gelehrt – und ihr findet das einseitig.

          • Btw: In 60 Minuten kann man nicht einmal die objektivistische Epistemologie vollständig einführend vorstellen. Darum hat die Webinar-Reihe drei Teile. Andere Ansätze werden natürlich auch kurz angesprochen. Für eine Einführung in alle großen Epistemologien bräuchte ich ein ganzes Semester.

        • Wäre ein Einführungskurs in Kants Epistemologie auch sektiererisch? Oder ein Einführungskurs in Platons Epistemologie? Oder gilt das nur für die eine Epistemologie, die an deutschen Universitäten überhaupt nicht gelehrt wird?

          Wenn du in diesem Ton mit mir redest, dann werde ich deine Fragen nicht mehr beantworten. Du kannst den Objektivismus anderswo willkürlich anschwärzen, aber hier finde ich das ermüdend. Konstruktive Kritik – oder überhaupt ernsthafte Kritik – sieht anders aus.

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:

            @Andreas Müller

            (Sektencharakter?)….nicht dein Einführungskurs, sondern die Anhängerschaft von Rand in den USA.

            „Ziel der Webinare: Die Teilnehmer sollen verstehen, woher unser Wissen kommt. Und sie werden erfahren, wie man rational denkt – und warum sie auf ihren eigenen Verstand vertrauen können!“

            „Zurück zur Vernunft!“

            Dies hast du versprochen und jetzt ist es nur ein Einführungskurs in die Epistemologie von Ayn Rand.
            Zitat:
            „…die eine Epistemologie, die an deutschen Universitäten überhaupt nicht gelehrt wird.“

            Warum wohl? Philosophie ist doch ein akademisches Fach, wie du schon mehrfach geschrieben hast.

            „Wenn du in diesem Ton mit mir redest,….“ das hat mein Vater in den 50ern auch immer zu mir gesagt 🙂

          • Auch die Anhängerschaft von Rand in den USA ist keine Sekte.

            Woher das Wissen kommt, wie man rational denkt, und wie die Vernunft funktioniert sind Fragen, die in einem Einführungskurs in die Epistemologie beantwortet werden sollten. Also gibt es da keinen Widerspruch.

            Philosophie ist ein akademisches Fach, also wird es an Universitäten gelehrt. Der Objektivismus ist eine Philosophie, warum wird sie nicht an deutschen Universitäten gelehrt? Vielleicht, weil sie die Privatisierung von Universitäten als Implikation hat. Und das gefällt den Beamten nicht.

            Und du hast bis heute nicht gelernt, dich höflich auszudrücken, obwohl dir dein Vater das in den 50ern schon nahegelegt hat.

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            @Andreas Müller
            „Und du hast bis heute nicht gelernt, dich höflich auszudrücken, obwohl dir dein Vater das in den 50ern schon nahegelegt hat.“
            Das mag schon sein, aber mangelnde Höflichkeit hat mir weder mein Vater noch sonst jemand je vorgeworfen. Ich glaube, du verwechselst da „Ton“, „Höflichkeit“ und „Prononcierte Aussage“, das sind keine Synonyme, was du als Journalist wissen solltest. 🙂

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            @Andreas Müller
            Zitat:
            „Philosophie ist ein akademisches Fach, also wird es an Universitäten gelehrt. Der Objektivismus ist eine Philosophie, warum wird sie nicht an deutschen Universitäten gelehrt? Vielleicht, weil sie die Privatisierung von Universitäten als Implikation hat. Und das gefällt den Beamten nicht.“
            Aha, eine interessante VERSCHWÖRUNGSTHEORIE!

          • Da wäre ich mir allerdings gar nicht so sicher. Hast du schon einmal mit Professoren in den Geisteswissenschaften geredet? Ich schon, mit sehr vielen. Fast alle davon sind politisch links, staatstreu, überzeugte Beamte und können gar nichts anfangen mit diesen Freimarkts-Ideen. Du bist derjenige, der die konservative Kritik am Marsch durch die Institutionen vertritt. Auf einmal hat sie nie stattgefunden?

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            @Andreas Müller
            Natürlich hat dieser Marsch stattgefunden, aber er dauert nun schon über 40 Jahre und die meisten „Marschierer“, die bei dieser „Selektion“ übrig geblieben sind, haben sich stark verändert. Sie interessieren sich meist nur noch für Macht, Prestige und Geld (Drittmittel, Fördermittel), Forschung und Lehre spielen eine untergeordnete Rolle. Ein diesbezügliches „Sittengemälde“ kannst du rund um Schavan hier verfolgen:

            https://causaschavan.wordpress.com/page/7/

            Ideologisch links sind nur Unter- und Mittelbau, die relativ wenig Einfluß haben.

          • Und tatsächlich hatten libertäre Professoren wie Ludwig von Mises immer die größten Probleme, in den Universitäten unterzukommen. In den USA zeigt die Organisation „Students for Academic Freedom“ auf, wie konservative und liberale Professoren von vielen Universitäten gar nicht erst eingestellt werden: http://www.studentsforacademicfreedom.org

        • Harold Harry Francis Callahan sagt:

          Der Skeptizismus sagt halt: Wissen ist (fast) unmöglich und bemüht sich stattdessen um die Erkenntnis, d.h. Theoretisierungen und andere Provisorien werden zuvörderst falsifiziert; es wird nicht mehr verifiziert.

          Platon hat mit seinem Höhlengleichnis womöglich als Erster die Grundlage für den Skeptizismus geschaffen, er gewann entscheidend an Bedeutung als bestimmte Effekte im Rahmen der QM beobachtbar gemacht worden sind.

          Ins Sozialwissenschaftliche übertragen fingen dann Konstruktivisten und leider auch Neomarxisten („Frankfurter Schule“) an Honig zu saugen.

          MFG
          Harry

  2. Harold Harry Francis Callahan sagt:

    Ich wies auf die “Emanzipation” politischer Bewegungen hin, die sich nicht mehr für ihren Widerstand gegen das Nazi-Regime hinrichten lassen wie etwa die Weiße Rose, sondern die andere Leute belästigen und somit Aufmerksamkeit erheischen wollen, ohne dafür schief angeschaut zu werden.

    Belästigung, sozial konforme, als Protest oder „Protest“, korrekt.

    MFG
    Harry

  3. Alexia sagt:

    Ich finde deine Gegenüberstellungen immer wieder irgendwie seltsam.

    „Ein neuer Film porträtiert den heldenhaften Einsatz einer “politischen
    Bewegung” für – nein, nicht für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben
    für Frauen in Saudi Arabien, sondern für das Recht von Frauen im
    Westen, öffentlich ihre Nippel zu zeigen“
    Was natürlich ganz schlimm ist.Denn Frauen in westlichen Ländern sollten erstmal die Füße still halten, bis die Araberinnen allein Auto fahren dürfen … andernfalls machen sie sich lächerlich, wenn sie wegen solcher Bagatellen protestieren. Oder so ähnlich.

    „Der ungewollten Aufmerksamkeit des anderen Geschlechts möchte man nun
    also entgegensteuern, indem man Frauen auffordert, ohne Oberteil durch
    die Straßen zu laufen.“

    Ich habe eine Weile mit dem Versuch verbracht, zu verstehen, was die Belästigung von Frauen in Fußgängerzonen mit dem Recht auf das Auftreten ohne Oberteil in der Öffentlichkeit zu tun haben soll. Dann fiel mir ein, dass ja im Absolutis… ich meine im Objektivismus alle Menschen grundlegend gleich sind, die gleichen Wünsche und Bedürfnisse haben und ganz einfach von anderen Leuten in Schubladen kathegorisiert werden können, nach deren Regeln diese sich auch verhalten sollten. Und vermutlich ist auch der Feminismus total homogen.

    „Es ist zwar nicht ganz dasselbe, wenn Frauen ihre Brüste zeigen und
    Männer ihren Penis, aber es geht eher in diese Richtung, als wenn Frauen
    nur ihren Arm oder ihre Beine zeigen. Die sind keine
    Geschlechtsmerkmale.“Weibliche Brüste sind sekundäre Geschlechtsmerkmale. Was männliche Entsprechungen angeht … http://www.smbc-comics.com/?id=3215

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.