Möchte noch jemand am Freitag beim Webinar mitmachen?

Ich möchte noch ein paar Teilnehmerfragen vom letzten Webinar am Mittwoch beantworten. Es gibt außerdem zwei weitere Interessenten, die an den bisherigen zwei Terminen keine Zeit hatten. Es wäre super, wenn sich noch jemand finden würde. Der angepeilte Termin für die erst einmal letzte Veranstaltung wäre (sofern sich weitere Interessenten melden):

Termin: Freitag, 28.11.2014, 19:30 Uhr

Titel: „Zurück zur Vernunft! Teil 1: Die Quelle des Wissens“ (siehe auch die Bewertungen)

> Eure Meinung zum Titel und zur Beschreibung würde mich ebenfalls interessieren. Ich versuche, möglichst Fachbegriffe wie „Epistemologie“ zu vermeiden, weil ich kein Fachpublikum anspreche. Es sollte trotzdem passend formuliert sein.

Inhalt: Woher kommt unser Wissen? Teilt uns Gott Erkenntnisse durch Offenbarung mit? Erfasst uns die Wahrheit nach langer Meditation? Sollen wir lieber auf Autoritäten oder Experten vertrauen? Die objektivistische Philosophie von Ayn Rand sagt: Nichts davon! Wir beziehen unser Wissen aus der Realität – mit Hilfe unseres eigenen Verstandes! In der dreiteiligen Webinar-Reihe „Zurück zur Vernunft!“ erklärt der objektivistische Denker Andreas Müller, wie wir an Erkenntnisse gelangen.

Das erste Webinar der Reihe heißt: „Die Quelle des Wissens“. Es behandelt die Frage, wie unsere Begriffe entstehen. Mit anschaulichen Beispielen erklärt der Aufklärer, warum Begriffe keine beliebigen Konventionen sind, warum Wissen kein Wunder ist und die Vernunft keine Nebensache – sondern das großartigste, einzigartige Vermögen des Menschen!

> Konkret werden Themen wie Begriffsbildung, Erkenntnismethoden, Kontext und Hierarchie des Wissens sowie das „Universalienproblem“ behandelt (wie Begriffe und reale Dinge zusammenhängen).

Bei Interesse bitte meldet euch hier im Kommentarbereich oder via Mail (feuerbringer(at)hotmail.de).

Zusätzliche und erweiterte Antworten auf Teilnehmerfragen:

1. Wird es eine Literaturliste geben?

Ja, eine Literaturliste ist für das dritte Webinar geplant.

2. Wie definiert man „objektive Realität“?

Die objektive Realität ist die Realität. Das ist dasselbe. „Objektiv“ ist eine Abgrenzung zu Philosophien, die mannigfaltige, subjektive, konstruierte, geträumte, etc. „Realitäten“ postulieren.

Definition: „Die Realität ist das, was existiert.“

Das war, zugegeben, viel einfacher, als ich während des Webinars geglaubt hatte. Ich zögerte, weil mir der Unterschied zwischen „objektive Realität“ und „Existenz“ nicht ganz klar war.

„Existenz“ ist ein metaphysisches Axiom und umfasst alle existierenden Einheiten (Entitäten, Attribute, Handlungen, Ereignisse, Phänomene) und benennt vor allem die Tatsache, dass sie existieren.

„Existenz“ und „Realität“ werden unterschiedlich verwendet. Man spricht von der „Realität“ in Abgrenzung zu Fantasien, Träumen, Illusionen, etc. Das Axiom „Existenz“ oder „Existenz existiert“ gebraucht man in der Regel, um darauf hinzuweisen, dass es nicht nur den Inhalt des eigenen Geistes gibt, sondern auch eine externe Welt (der Begriff „Existenz“ umfasst allerdings auch den Inhalt des eigenen Geistes).

3. Gibt es bei der „rationalen Sicherheit“, die Objektivisten für möglich halten, auch eine Restunsicherheit?

Der Mensch ist fehlbar und er besitzt kein universelles, absolutes, göttliches Wissen. Der Begriff „Restunsicherheit“ legt nahe, dass wir uns nie wirklich, im menschlichen, also ohnehin fehlbaren Sinne, sicher sein könnten über unsere Auffassungen und Theorien. Sofern alles für eine Theorie spricht und nichts dagegen (kurz gesagt) können wir uns aber durchaus „rational sicher“ sein, dass die Theorie stimmt. Das heißt, wir würden nicht durch das Leben gehen und dabei zum Beispiel die Erdanziehungskraft bezweifeln, eine „Restunsicherheit“ verspüren, ob uns die Erde nun wirklich anzieht oder ob wir nur zu viel getrunken haben. Wir wissen, dass es die Erdanziehungskraft gibt. Erst, wenn fundierte Belege und Argumente auftauchen, die dagegen sprechen, sollten wir sagen, dass wir uns nicht mehr ganz sicher sind.

4. Warum blenden viele Menschen ihnen unangenehme Aspekte der Realität aus?

Das Ausblenden ist die Quelle des magischen Denkens. Es ist der Glaube, dass die Tatsachen der Realität einfach verschwinden, wenn man den Kopf in den Sand steckt oder die Ohren zuhält und singt. Es gibt keinen grundlegenden epistemologischen oder ethischen Unterschied zwischen Menschen, die endlose Geschenke vom Staat fordern, ohne den geringeren Wohlstand und höhere Steuern in Kauf nehmen zu wollen und Schamanen, die solange Regentänze vorführen, bis auch das letzte Stammesmitglied verdurstet ist. Darauf werde ich in einem folgenden Webinar noch näher eingehen.

3 Kommentare zu “Möchte noch jemand am Freitag beim Webinar mitmachen?

  1. Vincent sagt:

    Hallo,
    also ich kann nicht 100%ig garantieren, dass ich es morgen rechtzeitig nach Hause schaffe, da ich den ganzen Tag auf der Arbeit bin. Sofern Sie das Seminar heute Abend bzw. bis ca. 06:30 Morgen Buchbar machen, würde ich es aber auf jeden Fall schonmal bezahlen, ob ich es jetzt halt schaffe oder nicht.
    (Wenn ich den Anfang verpassen sollte, wäre es auch nicht die totale Katastrophe.Ich müsste die Materie eigentlich schon kennen, aber ich würde gerne mal sehen wie Sie es Zusammenfassen und ich will mir kein Objektivistisches Ereignis in Deutschland entgehen lassen;) )

  2. Vincent sagt:

    Wunderbar, dann müsste ich es auf jeden Fall schaffen.
    Ist gebucht;)

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