Natürlich wird nicht objektiv über Pegida berichtet!

Das merkt doch jedes Kind: Die Berichterstattung über Pegida ist nicht objektiv. (Bild: gracey: JGS_GirlReadingNewspaper_03.jpg. Morguefile.com. Lizenz: M)

Das merkt doch jedes Kind: Die Berichterstattung über Pegida ist nicht objektiv. (Bild: gracey: JGS_GirlReadingNewspaper_03.jpg. Morguefile.com. Lizenz: M)

Dieser Tage halte ich nichts von irgendetwas. Pegida ist mir viel zu stumpf, die Forderungen der Bewegung sind ein heilloses Durcheinander, am Ende weiß man kaum, was das überhaupt alles soll. Alle möglichen Leute scheinen aus ihren ganz eigenen Gründen da mitzulaufen – die meisten sind offenbar ziemlich schlecht. Immerhin weiß ich, dass auch Bürger an der Bewegung teilnehmen, die in etwa folgende Haltung teilen: „Viele Zuwanderer stimmen mit unseren freiheitlich-demokratischen Werten überein, und diese sind auch herzlich bei uns willkommen. Einige Zuwanderer lehnen unsere Grundwerte jedoch ab und darum sind sie nicht willkommen.“

Kann man solche Leute „Nazis“ nennen? Mal sehen: Waren die Nazis besorgt, dass manche Zuwanderer vielleicht nicht uneingeschränkt mit ihren freiheitlich-demokratischen Werten übereinstimmen? Wohl kaum!

Was man auch von Pegida hält, eines ist jedenfalls klar: Die Berichterstattung über Pegida ist wertend und darum nicht objektiv.

Es ist ganz einfach. In Berichte gehören keine Wertungen. In den Berichten über Pegida sind fast ausnahmslos Wertungen enthalten. Also ist die Berichterstattung nicht objektiv. Wie manche Redaktionen versuchen, sich aus ihrem Mangel an Professionalität rauszureden, ist zum Haareraufen.

Einige Beispiele für eine nicht-objektive Berichterstattung:

Bundesweit haben sich Tausende Menschen versammelt, um gegen Fremdenfeindlichkeit zu demonstrieren. In Dresden, Bonn, München, Nürnberg und Würzburg protestieren sie gegen die islamfeindliche und Ressentiments schürende Bewegung Pegida, deren Anhänger sich ebenfalls zu Kundgebungen versammeln. (ZEIT Online)

„Islamfeindlich“ und „Ressentiments schürend“ sind Wertungen. Ergo: Nicht objektiv. Das ist kein Bericht, sondern ein Kommentar, aber nicht als solcher ausgewiesen.

In Dresden demonstrieren am Montag wieder 17.500 Islamfeinde. Doch der Widerstand gegen das rechtsextreme Bündnis wächst (Berliner Zeitung)

„Islamfeinde“ und „rechtsextremes Bündnis“ sind wertend, also nicht objektiv. Kommentar, sieht wie ein Bericht aus.

Und so weiter. Wer das Thema verfolgt hat, weiß, dass praktisch jeder „Bericht“ dazu kein Bericht ist, sondern ein Kommentar, der mit Wertungen und Verurteilungen nur so überläuft. Das betrifft auch die Berichte, die von den Nachrichtenagenturen dpa und co. kopiert wurden. Nein, zustimmen muss man Pegida nicht, das tue ich selbst bekanntlich auch nicht. Aber anständig berichten und uns, den Lesern, das Urteil überlassen, das muss man allerdings schon. Eine Meinung hat jeder. Es zeichnet Journalisten nicht aus, dass sie die Macht haben, ihre Meinung mehr Menschen ins Gesicht zu schreien als andere Bürger. Es zeichnet sie aus, dass sie informieren und die gesellschaftliche Kommunikation systematisieren und sie in geordneter Form ermöglichen – sie haben selbst aber nicht als Parteien im Diskurs aufzutreten, jedenfalls nicht in ihrer Nachrichtenberichterstattung. Es sei denn, sie wollen sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht objektiv zu berichten. In diesem Fall müssen sie das offensichtlich tun.

Die ARD rechtfertigt diese bizarre „Berichterstattung“ mit Selbstwidersprüchen. Zunächst gibt sich Dr. Kai Gniffke in seinem Kommentar (ausnahmsweise als solcher erkennbar) ganz ausgewogen:

Und es hilft auch nichts, diese Protestbewegung kollektiv als rechtsextrem zu brandmarken. Ja, da marschieren auch braune Brüder mit, fremdenfeindliche Typen, die uns eklige Mails schreiben. Aber das ist nicht die Masse. Die vielen Menschen, die über die Medien, den Staat, die EU und den Islam moppern, sind nicht rechtsextrem, sind weder links noch rechts. Sie haben Anspruch darauf, dass wir uns mit ihren Themen beschäftigen.

Er hat sogar scheinbar die Aufgabe des journalistischen Handwerks im Unterschied zur Publizistik erfasst:

Wir wollen, dass Menschen sich in dieser Gesellschaft friedlich und respektvoll um den besten Weg auseinandersetzen. Dafür versuchen wir mit unabhängig recherchierten Informationen den “Rohstoff” zu liefern.

Direkt im Anschluss macht er eine 180-Grad-Wende:

Insofern werden wir Intoleranz oder gar Fremdenfeindlichkeit auch weiterhin so benennen.

Wie? Was? Ich dachte, Sie liefern nur den informativen Rohstoff, damit die Leser sich selbst eine Meinung bilden können? Ich dachte, Sie überlassen es uns, die Dinge zu werten, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz gegebenenfalls auch so zu benennen?

Da wir glauben, dass die Anliegen der Protestierenden auch von Zukunftssorgen und Verunsicherung in einer zunehmend komplexen Welt getrieben sind, müssen wir gesellschaftliche, wirtschaftliche und internationale Zusammenhänge einordnen und erklären.

Sie im ARD-Konferenzraum halten die Protestierenden also für Schwachköpfe, die zu doof sind, sich in unserer „komplexen Welt“ zurechtzufinden und die Angst haben vor all diesen schrecklichen Veränderungen. Und weil die Dummies das alleine nicht kapieren, müssen wir es ihnen halt erklären. Nicht etwa, weil eine objektive Berichterstattung auch die Einordnung des Sachverhalts in den vollen Kontext erfordert (was stimmt). Sondern um den stumpfen Mob zu beruhigen. Eine ganz tolle Haltung haben Sie da gegenüber Menschen, von denen Sie Zwangsgebühren eintreiben, Herr Dr. Gniffke!

Niemand schreibt uns eine bestimmte Nachrichtenauswahl vor.

Objektivität ist keine Person, die Ihnen Vorschriften machen möchte, Herr Doktor. Es ist eine journalistische Handwerksregel (was Sie eigentlich viel besser wissen müssten als ich!). Wie die Regel für Bäcker, dass sie kein Rattengift in ihren Teig mischen sollen. Weiter gefasst ist es eine universelle Regel für die menschliche Erkenntnis, dass wir objektiv denken sollten.

Pegida hat ja nicht mit viel Recht, aber es könnte kaum offensichtlicher sein, dass so gut wie keine objektive Berichterstattung über sie stattfindet. Bei einer objektiven Berichterstattung würde man nur auf einer sehr niedrigen Abstraktionsebene berichten, was vorgefallen ist. Man würde zum Beispiel nicht schreiben, dass die ganze Protestbewegung ein „rechtsextremes Bündnis“ ist, wenn nur nachgewiesen wurde, dass auch ein paar Nazis mitlaufen.

Mit einem muss ich Michael Schmidt-Salomon nach wie vor zustimmen: Es gibt keine große Verschwörung, auch keine „Systempresse“, sondern es gibt nur eine gigantische, weltumspannende Riesenblödheit.

25 Kommentare zu “Natürlich wird nicht objektiv über Pegida berichtet!

  1. Missing Link sagt:

    @Andreas Müller
    Bernd sagt:
    Deinem Beitrag stimme ich voll zu mit Ausnahme dieses Satzes: „…sondern es gibt nur eine gigantische, weltumspannende Riesenblödheit.“
    Die Vernunft, Erkenntnisfähigkeit und Kulturfähigkeit des Menschen ist ein erster, schüchterner Versuch der Evolution und gemessen am Zeitraum, in dem es Leben gibt, erst „vor ein paar Minuten“ geschehen. Es ist ein Experiment, das noch in den Kinderschuhen steckt…mit ungewissem Ausgang. Du weißt, daß alle menschlichen Eigenschaften sehr ungleich verteilt sind, trotzdem nimmst du mit dem Begriff „Blödheit“ eine abfällige Wertung vor und gehst dabei von deinem Niveau aus. Außerdem ist die Situation wesentlich komplizierter, denn es spielen hier noch viele menschliche Eigenschaften eine Rolle, z. B.: Herdentrieb, Verschlagenheit, Verlogenheit, Machtstreben, Anerkennungssucht, kriminelle Energie, Narzissmus, kurz, die ganze Palette von Motiven aus vormenschlichen Lebensformen, die hier ihren arterhaltenden Sinn hatten.
    Also bitte: Das Kind nicht immer gleich mit dem Bade ausschütten!

  2. Missing Link sagt:

    Bernd sagt:

    Allen die besten Wünsche und viel Erkenntnis im neuen Jahr, auf daß es uns nicht ergeht wie dem Dr. Faustus:

    „Habe nun, ach! Philosophie,
    Juristerei und Medizin,
    Und leider auch Theologie
    Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
    Da steh ich nun, ich armer Tor!
    Und bin so klug als wie zuvor;
    Heiße Magister, heiße Doktor gar
    Und ziehe schon an die zehen Jahr
    Herauf, herab und quer und krumm
    Meine Schüler an der Nase herum –
    Und sehe, daß wir nichts wissen können!
    Das will mir schier das Herz verbrennen.
    Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen,
    Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen; …..“
    Aus aktuellem Anlaß: Maria und Joseph im Weihnachtsmärchen waren keine Flüchtlinge, wie man uns heute einreden will, sondern sie begaben sich befehlsgemäß zur Volkszählung. Sie überschritten nicht illegal Grenzen, weil man ihnen bessere Lebensverhältnisse versprochen hat, ja, sie waren noch nicht einmal auf der Flucht vor den Kindermördern des Herodes (heute IS-Schergen), die angebliche Flucht nach Ägypten fand erst später statt. Maria und Joseph begnügten sich bescheiden mit einem Stall als Unterkunft und forderten nicht theatralisch mit Hungerstreik und Sitzblockaden irdische Güter, also eine völlig verfehlte Analogie, die hier von Kirchenvertretern, Medien und Politikern zu Weihnachten aus volkserzieherischen Gründen gestreut wird.

  3. Harold Harry Francis Callahan sagt:

    Mit einem muss ich Michael Schmidt-Salomon nach wie vor zustimmen: Es gibt keine große Verschwörung, auch keine “Systempresse”, sondern es gibt nur eine gigantische, weltumspannende Riesenblödheit.

    Zu der auch Schmidt-Salomon gehört, wie übrigens auch Miersch.

    HTH
    Dr. W

      • Harold Harry Francis Callahan sagt:

        Der drückt Islamkritik, wenn sie von den „Falschen“ kommt, für mich auffällig zunehmend in Richtung „Nazitum“.
        Der möppelt sogar schon gegen Mitblogger.

        Dass es in den „Standardmedien“ zunehmend zur Vermischung von Nachricht und Meinungsbeitrag kommt, dass zunehmend pädagogisiert wird, ist klar, oder?

        • Kannst du das mal verlinken, würde mich interessieren…

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            et voilà :
            -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/author/mmiersch
            -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gut_dass_sich_eine_staatsanwaeltin_um_antischwule_gewalt_kuemmert

            Zudem erscheinen dort gelegentlich Statements aus dem linken Spektrum, in denen die Pegida oder generell der Konservativismus auf unangemessene, auf falsche Art und Weise, wie ich finde, angegangen werden – sie werden redaktionell als „Gastbeitrag“ eingestellt oder zitierend verwiesen.

          • Ich sehe jetzt nicht so das Problem mit den Kommentaren von Miersch. In der Tat sind sich seine Argumente und Auffassungen bezüglich Pegida und meine dermaßen ähnlich, dass ich glaube, er muss meine Beiträge wohl gelesen haben. Wo liegt denn nun genau das Problem?

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            Sorry, aber wer so titelt und argumentiert:
            -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/was_pegida_versteher_mit_islamisten_verstehern_verbindet

            …hat bei mir erst einmal verschissen.

            Ich kann mich auch nicht daran erinnern jemals Vergleichbares bei Dir gelesen zu haben.

            MFG + guten Rutsch!
            Harry

            PS:
            Miersch müsste der Verantwortliche sein, der linke „Analysen“ zur Pegida reingesetzt hat, die aus meiner Sicht hetzerisch (also: politisch richtig, bundesdeutsch) sind.

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:

            @Harold Harry Francis Callahan

            Genauso sehe ich das auch.
            http://www.maxeiner-miersch.de/miersch_rechts_oder.htm
            Da kommen einem doch „die Tränen der Rührung“, wie einer vom „Saulus zum Paulus“ wurde.
            Bettina Röhl schrieb schon im Jan. 2003: „Trau keinem 68er“.

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            Miersch und andere, die aus dem linken Spektrum kamen, machen natürlich grundsätzlich, aus liberaler Sicht, gute Arbeit.
            Allerdings scheint die linke Arroganz meist doch durch, wurde nie ganz abgelegt, ich selbst bin sozusagen als Liberaler geboren, traue ehemaligen Linken nicht oder nie.
            Hat sich bewährt diese Maßgabe, mag ein wenig ungerecht sein, lol, aber wer einmal auf der kollektivistischen Schiene warm geworden ist, müsste dies später noch einmal schaffen, oder?

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            @haroldharryfranciscallahan:disqus
            Meine Eltern waren Nazis bis an ihr Lebensende, also auch links-kollektivistisch, dazu noch nationalistisch und antisemitisch. Als Jugendlicher habe ich mich dagegen immer aufgelehnt. Sie haben aber stets SPD gewählt, was ich erst heute verstehe. Als 16jähriger hat mein Vater die Schule verlassen, um „den Arbeiter“ kennenzulernen und landete prompt im Freicorps. Erinnert ganz an Joschka Fischer!
            Rechtsextrem war unser „Nationalheld“ Stauffenberg und dazu noch sektenaffin (Stefan George).
            So war ich also schon immer konservativ, „hasse“ aber „Spießer“ und „Renegaten“.

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            @haroldharryfranciscallahan:disqus
            Übrigens, „Bernd“ hatte Disqus nicht angenommen, daher jetzt „Missing Link“ als Ironie auf die heutige Vergötzung des Menschen, hauptsächlich durch die christlichen Kirchen. In meiner Jugend wurde „das fehlende Evolutionsglied“ immer als Beweis für die Erschaffung des Menschen durch Gott hergenommen.

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            @ Bernd :

            Meine Eltern waren Nazis bis an ihr Lebensende, also auch links-kollektivistisch, dazu noch nationalistisch und antisemitisch. Als Jugendlicher habe ich mich dagegen immer aufgelehnt.

            Dein Kommentatorenfreund unterscheidet fein zwischen Verwandtschaftsverhältnissen, Stichwort: Özoğuz, und Überzeugungen, die einstmals selbst getragen worden, nun abgelehnt sind oder scheinen, aber vielleicht doch wieder aus der Person emporsprießen könnten.

            Danke für Deine Stellungnahme, sehr nett.

            MFG
            Dr. W

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            @Harold
            Das habe ich so schon richtig verstanden. Ich bin sogar der Meinung, daß sich Grundeinstellungen durch Veranlagung und Prägung bereits in der Kindheit bemerkbar machen . Ich war schon immer konservativ, nicht liberal, wie du. Wenn mich andere Kinder besucht haben, war meine größte Sorge, daß sie mein Spielzeug beschädigen. Meine Sozialisierung fand im „freien Spiel der Kräfte“ innerhalb der Dorfjugend statt, was mir zu einem realistischen Menschenbild verholfen hat, weil sich Kinder nur schlecht verstellen können.

          • Kinder sind ja laut Definition noch nicht sozialisiert (im Sinne von zum zivilisierten Menschen geformt). Da unsere Gesellschaft sehr auf die Jugendlichkeit baut und alle möglichst „jung“ sein wollen, latschen viel mehr Kinder durch die Straßen. Der Mensch an sich hat aber durchaus das Potenzial, sehr viel mehr zu sein als das.

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            @Andreas Müller
            „Kinder sind ja…noch nicht sozialisiert…“
            Wer hat das Gegenteil behauptet?
            Die Sozialisierung (ein Vorgang) findet aber in der Kindheit und Jugend statt, sofern die äußeren Umstände stimmen, ansonsten kommt es zu Reifeverzögerungen. Das hat mit gesellschaftlichem „Jugendwahn“ nichts zu tun.

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:
            Ergänzung
            „…..So was trifft direkt in meine emotionalen Innereien. Und haltlos kullern meine Tränen, sobald die Sängerin in Ricks Café die „Marseillaise“ schmettert, um den fiesen Major Strasser zu ärgern. Ich fühle links. Da kann man einfach nichts machen…..“ (Zitat Michael Miersch).

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            @ Bernd :
            Ich fand ‚Casablanca‘ einen der besten Filme aller Zeiten, mir hat die Wandlung des Captain Renault gefallen, auch die „Trockenheit“ des Victor László und natürlich der Charme der beiden Protagonisten.

            Beim emotionalen Singen der Marseillaise musste ich dagegen an die Dummheit der Franzosen denken…

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            @ „ML“ oder Bernd oder „Bernd“:

            Neben der zunehmenden Nichttrennung von Nachrichtenbeitrag und Meinungsbeitrag nerven mich an den Medien zurzeit auch zwei andere Dinge:

            1.) Es gibt dieses modische „Versteher“-Gegackel mit dem denjenigen an die Karre gefahren werden soll, die bspw. wie der Schreiber dieser Zeilen Russland oder der Pegida oder der (tendenziell rechtsliberalen?) AfD oder der (linksliberalen) FDP oder der Traditionslinken (Sozialdemokraten im nicht neomarxistischen Sinne, bei denen man weiß, dass die „Revolution nicht kommt“) grundsätzlichen Respekt erbietet.

            Was eigentlich normal sein könnte, aber „sprachlich-menschlich“ angegriffen wird.

            2.) Es wird zunehmend emotional argumentiert, mit Ängsten oder Gefühlen (die andere hätten); ich bin schon ein wenig älter und brauche derartige Psychologisierungen nicht, wenn es um politische Einschätzung geht.

            Ich sehe da „Infantilisierung“, früher gab es Derartiges nur im linken politischen Spektrum und war auch dort nicht gerade hochangesehen.

            MFG
            Harry

          • Gut, ich lese die Achse des Guten nicht regelmäßig, von daher kann ich das nicht beurteilen. Der Titel ist in der Tat vermessen.

        • Harold Harry Francis Callahan sagt:

          PS:
          Hier noch ein weiterer zeitgenössischer „Miersch“ inklusive Duktus:
          -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/kommentare/wow_die_kanzlerin_hat_gesprochen/P8

  4. Freut mich. Du kannst gerne den Blog nach Stichworten wie „gbs“, „giordano bruno stiftung“, „humanismus“ durchsuchen (bei der Lupe) und dann erhältst du bereits erste Antworten.

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