Gibt die Presse auf?

„Geschmäcker, Standards und Situationen ändern sich, und am besten ist es für Redakteure und Gesellschaften insgesamt, am Ende danach zu urteilen, was geeignet – oder sicher – zu drucken ist.“

(New York Times, http://www.nytimes.com/…/charlie-hebdo-and-free-expression.…Übersetzung nach Die Welt: http://www.welt.de/…/Die-New-York-Times-erfreut-die-Feinde-…).

Druckt, was „sicher“ zu drucken ist. Na ja, die New York Times hat damals auch Stalin unterstützt und sie leugnete, dass der Hungerkrieg in der Ukraine jemals stattgefunden habe. Sie hat sich schon immer für eine Beschwichtigungspolitik gegenüber dem Islamismus ausgesprochen, vgl: http://markhumphrys.com/left.tyranny.html.

Insofern ist es kein Wunder, dass die New York Times jetzt wieder Islamisten das Leben erleichtert und die Pressefreiheit nebenbei aufgibt.

Das eigentliche Problem, das ich damit habe ist, dass ich nur so oft „Verräter“ schreiben kann, bis sich das Wort abnutzt. Und es wird sich in den kommenden Monaten ziemlich schnell ziemlich sehr abnutzen.

Ach ja, wo wir gerade bei Heuchlern sind, die die Freiheit nutzen, die sie bekämpfen:

Mohammed (rechts) in seiner letzten Predigt zu seinen ersten Konvertiten auf dem Berg Ararat in der Nähe von Mekka. Islamische Darstellung von 1489, entworfen von von Abū Rayḥān al-Bīrūnī)

Mohammed (rechts) in seiner letzten Predigt zu seinen ersten Konvertiten auf dem Berg Ararat in der Nähe von Mekka. Islamische Darstellung des Propheten von Abū Rayḥān al-Bīrūnī)

10 Kommentare zu “Gibt die Presse auf?

  1. Harold Harry Francis Callahan sagt:

    Bspw. die New York Times, die Haaretz und der Süddeutsche Beobachter gelten als absolute Qualitätsmedien, ganz anscheinend deshalb, weil sie Selbsthasser und Gegner der Aufklärung beherbergen.

    Medien wie der Cicero und die FAZ (seit Übervater und „Genie“ Schirrmacher) holen diesbezüglich langsam auf.

    PS:
    Döpfner hat hier gut aufgepasst, in den Staaten fand der NYT-Fauxpas kein besonderes Echo.

  2. Missing Link sagt:

    Bernd sagt:
    Ausgerechnet Matthias Döpfner, der große Philosoph im Hause Springer, der als Musik- , Theaterwissenschaftler und Germanist die Welt besonders gut kennt, hätte in seinen Blättern genug zu tun. Er ist wohl einer der größten Heuchler.
    Mut ohne Klugheit ist ganz einfach dumm, und Klugheit ist nicht automatisch Verrat.
    Wer meint, daß durch den Text in der NYT die Pressefreiheit gefährdet ist, unterliegt dem gleichen Irrtum wie diejenigen, die in Fukushima den Weltuntergang gesehen und den Ausstieg verfügt haben.

      • Missing Link sagt:

        Bernd sagt:
        Ach Martin, ich kann dieses pastorale Geschwätz, das mit Banalitäten gespickt ist, die jeder kennt, der sich nur etwas dafür interessiert, was um ihn herum los ist, nicht mehr hören. Tausende lassen das Tag für Tag in Sonntagsreden ab. Döpfner soll konkret etwas tun, mit seinen Blättern hätte er die Möglichkeit dazu. Aber ihn interessiert mit Sicherheit nur der geschäftliche Erfolg (siehe Zusammenarbeit mit der Hürriyet).
        „Glücklich sein“ ist etwas höchst Individuelles und von äußeren Umständen weit weniger abhängig als von der eigenen Psyche. Die eigenen Erfolgserlebnisse tragen wesentlich mehr zum „Gücklichsein“ bei, als die „Freiheit von etwas“, die es ja als Absolutum sowieso nicht gibt. D. h., Voraussetzung ist, daß die gebotenen Freiheiten auch sinnvoll genutzt werden und daran krankt es in unserer dekadenten westlichen Gesellschaft.

        • Harold Harry Francis Callahan sagt:

          @ „Bernd“ :

          Aber ihn interessiert mit Sicherheit nur der geschäftliche Erfolg (siehe Zusammenarbeit mit der Hürriyet).

          Döpfner interessiert auch der kommerzielle Erfolg, die oder das oder der Hürriyet ist auch nicht so schlecht.
          Mach Dich mal locker und werde besser in der Unterscheidung,
          Harry

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:

            http://www.faz.net/aktuell/politik/tuerkische-medien-in-deutschland-unfaire-berichterstattung-1230872-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

            Wikipedia:
            „Eigentumsverhältnisse[Bearbeiten]

            Hürriyet befindet sich im Eigentum der Doğan Yayın Holding, an der auch die deutsche Axel Springer AG beteiligt ist. Dem Dogan-Konzern gehören unter anderem türkische Tageszeitungen (Radikal, Posta, Fanatik und die englischsprachige Hürriyet Daily News and Economic Review) sowie mit Kanal D einer der größten privaten Fernsehsender in der Türkei.[5]“
            Aha, und Erdogan hat da natürlich überhaupt keinen Einfluß, der ist bestimmt „locker“.

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            Das mit den Eigentumsverhältnissen war mir (grob) bekannt, die Hürryet ist ganz OK, oder?

            Hab sie sogar auf meiner Medienliste:
            -> http://www.hurriyetdailynews.com/

            MFG
            Harry

            PS:
            Zum Verhältnis Erdogan-Dogan vielleicht als Einstieg dies:
            -> http://www.spiegel.de/politik/ausland/erdogan-und-die-korruptionsaffaere-der-tuerkei-neues-youtube-video-aufgetaucht-a-956771.html (es lohnt sich aber hier generell ein wenig zu recherchieren)

          • Missing Link sagt:

            Bernd sagt:

            „Hab sie sogar auf meiner Medienliste…“
            Aha, das adelt die Hürriyet natürlich und macht die Aussagen von Ates, Kelek und Cileli unglaubwürdig. 🙂
            Dogan muß genauso kuschen, wie das erdogankritische Militär oder die erdogankritische Justiz, wenn er sich nicht im Gefängnis wiederfinden will.

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            ‚Ates, Kelek und Cileli‘ mögen schon mit ihrer Kritik richtig liegen, was hier nicht näher überprüft worden ist, Dogan mit seiner Hürryet und was er sonst noch hat liegt aber im Laizistischen, im Kemalistischen.
            Hier sollte unterschieden werden, zudem wird Dogan mit seinen Medien von Erdogan ohnehin beizeiten abgewürgt.
            Erdogan geht schrittweise, taktisch und strategisch vor.

            Ich haue Deinen Konservativismus, den ich für relativistisch halte, ja auch nicht fortlaufend in die Pfanne, insofern könnte es schon Sinn machen Koalitionen zu bilden.
            Denn der Gegner ist gro-oß und sta-ark.

            MFG
            Harry

    • Harold Harry Francis Callahan sagt:

      Er [Döpfner] ist wohl einer der größten Heuchler.

      Hmja, Döpfner hat einige exzellente [1] Texte verfasst, aber Du könntest insofern recht haben, als dass ungünstiges Meinungsgut, die Aufklärung meinend, für Dich vielleicht den Konservatismus, zuverlässig auch in den Springer-Medien gehostet wird.
      Dass es so ausschauen könnte, dass die aufklärerische (vgl. : konservative) Opposition dort nur gehostet wird, damit auch diese Opposition, zumindest: irgendwie, gesteuert werden kann.
      „Lügenpresse“, als Unwort, fand ich ganz OK, die BRD-Lügenpresse generell meinend.

      MFG
      Harry

      [1] wobei hier der Maßstab unklar ist, fürwahr!, Herr Müller wäre hier eher als Exzellenz zu bestimmen

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