Kopenhagen trifft uns alle

„Während einer Veranstaltung in Kopenhagen über Meinungsfreiheit und Islam sind in einem Kulturzentrum Schüsse gefallen. Mindestens eine Person wurde getötet, drei Polizisten sollen verletzt worden sein.“ (Süddeutsche Zeitung)

„In Kopenhagen fand nach den Schüssen auf ein Kulturzentrum eine weitere Schießerei statt. Vor der Synagoge soll ein Täter einer Person in den Kopf geschossen haben. Zwei weitere Personen sollen verletzt worden sein.“ (Spiegel Online)

Wie schon beim Charlie-Hebdo-Massaker in Frankreich folgte in Kopenhagen auf einen Anschlag auf Vertreter der Meinungsfreiheit ein Anschlag auf unsere jüdischen Mitbürger. Die Botschaft lautet, dass wir unsere Freiheit aufgeben sollen. Radikale Muslime wollen Juden vertreiben – und sie letztendlich ausrotten, wie es islamische Terrorgruppen offen bekunden.

Mir fällt dazu nur das hier ein:

Es ist Euer Glaube
Der den Terror bringt
Es ist Euer Gott
Der uns die Freiheit nimmt

Es ist Euer Prophet
Der die Welt bedroht
Es sind Eure Gebete
In denen das Böse wohnt

Es ist Euer Koran
Der den Hass säht
Es ist Eure Schrift
In der die Lüge steht

Mein Glaube – Mein Land – Mein Leben
Bleibt in meiner Hand

OHL: Der heilige Krieg

Vor allem islamkritische Künstler und Juden werden von radikalen Muslimen mit dem Tode bedroht. Sie verdienen jetzt unsere uneingeschränkte Solidarität in Form öffentlicher, eindeutiger und tatkräftiger Unterstützung. Wenn wieder jemand Islamkritik zensieren will wie nach dem Charlie-Hebdo-Anschlag, wenn wieder jemand den Künstlern und Juden die Schuld in die Schuhe schiebt, dann werden sie feststellen, dass sie auf einmal ganz alleine dastehen. Nun, vielleicht nicht ganz alleine. Sie haben ja noch ihre islamistischen Freunde.

Kopenhagen soll uns alle treffen. Das tut es auch. Aber wir sollten nicht so darauf reagieren, wie es sich die Terroristen wünschen, sondern wie sie es fürchten. Ich kann es wieder nicht besser ausdrücken als eine meiner Lieblingsbands (ironischerweise habe ich schon ziemlich großen Ärger von sogenannten „Humanisten“ dafür bekommen, OHL zu zitieren. Der Islamische Staat hat bestimmt noch Platz für ein paar deutsche „Humanisten“). Ich wünsche mir jedenfalls folgende Reaktion auf die Anschläge von allen Europäern:

Wir stehen hier
Denn wir sind die Front
Das Bollwerk der Freiheit
Eine Mauer aus Beton

Wir stehen hier
Denn wir sind die Wacht
Die Verteidiger der Freiheit
Ein Feuer in der Nacht

Wir stehen hier
Denn wir sind der Turm
Die Festung der Freiheit
Ein Schutzwall im Sturm

Die Fahne der Freiheit
Weist uns denn Weg
Die Fahne der Freiheit
Sie weht!

OHL: Die Fahne der Freiheit

27 Kommentare zu “Kopenhagen trifft uns alle

  1. Harold Harry Francis Callahan sagt:

    Man nähert sich langsam dem von einigen vorhergesehenen Zustand, dass dort, wo Freidenker oder Juden unterwegs sind, bewaffnete Moslems einschlägig tätig werden.
    Es könnte noch zu einer Art regelmäßiger „Terrorwetterdurchsage“ kommen…

  2. Nathan Warszawski sagt:

    Die islamistischen Attentate fallen in Europa auf fruchtbarem Boden.

    • Harold Harry Francis Callahan sagt:

      Jein, oder eigentlich: nicht, national-sozialistische derart einschlägige Sicht oder im Linken meinende „antizionistische“ Sicht, die wie beschrieben anzuleiten fähig wäre, ist schon sehr selten, der Schreiber dieser Zeilen, der kein Jude ist, würde hier schon gerne europäisch einen Wechsel zum Guten feststellen wollen, auch wenn der qua anti-selektiver Einwanderung irgendwie überschrieben zu werden scheint, womöglich auch, und hier wäre Ihr Kommentatorenkollege womöglich bei Ihnen, im (womöglich gar: *irgendwie* beabsichtigten) Nicht-Guten.

      • Nathan Warszawski sagt:

        Der Antisemitismus ist links, rechts, mittig, christlich, islamisch, antichristlich und antiislamisch. Der Antisemitismus gehört 70 Jahre nach Auschwitz offen zu Europa.

        • Harold Harry Francis Callahan sagt:

          Für mich nicht, Anfeindungen gibt es auch anderswo und andere als Juden betreffend, auch systematisiert.

          Egal, dass sich Juden zunehmend „warm anziehen“ müssen, steht außer Frage, mich kotzt das auch an.

          MFG
          Harry

          • Nathan Warszawski sagt:

            Danke

          • Harold Harry Francis Callahan sagt:

            Ihr Dank interessiert mich nicht besonders, Sie haben an anderer Stelle sinnhaft beigetragen, so dass insgesamt davon ausgegangen werden kann, dass Sie OK sind; das mit den Juden und so ist natürlich in der zeitgenössischen Behandlung kaum erträglich.
            Müsste aber zuvörderst ein Symptom sein, dass es beizeiten auch anderen an die Gurgel gehen wird.
            Die RAF-Idee vom Schweinesystem ist tatsächlich mittlerweile sachlich repräsentiert.

            MFG
            Harry (der nicht Doitscher ist und sich somit auch nicht irgendwie verantwortlich sieht, außer eben (erfahrungsgemäß) Juden cool zu finden, auch dort immer vglw. gut „angekommen“ ist, lol)

  3. Rüdiger Plantiko sagt:

    Terror und Verfolgung sollen für Nichtmuslime zum alltäglichen Hintergrundrauschen ihres Lebens gehören. Dadurch wird ein Druck in Richtung Konversion oder wenigstens Unterwerfung erzeugt. Wir sollen uns schon mal daran gewöhnen, uns der neuen Lehre unterzuordnen – und werden so lange bekämpft, bis wir uns unterwerfen und sagen „Es gibt keinen Gott ausser Allah, und Mohammad ist sein Prophet“ – oder (als Juden und Christen) demütig die Sondersteuer Dschisia zahlen, d.h. unseren minderen Rechtsstatus akzeptieren.

    Dieser universelle Kampfanspruch steht so auch in Deinem Reclam-Bukhari, dort unter II.9.

    „Töten kommt im Koran 128mal, davon 27mal in Befehlsform, wenn dieser Kafir richtig gezählt hat – und wir sind stolz drauf,“ sagt der IS-Kämpfer selbstbewusst in die Kamera. https://www.youtube.com/watch?v=p3wk6Lf2l_U In diesem interessanten Video zeigt Sabatina James, dass der berühmte koranische „Schwertvers“ 9.5, der zur Tötung der Ungläubigen aufruft, nach übereinstimmender Ansicht der Klassiker und der grossen Madhhab-Rechtsschulen alle übrigen, zu Frieden und Mässigung gegen den Ungläubigen ratenden Verse abrogiert. Der Kontext ist eben nicht bloss historisch die damalige „Rückeroberung“ Mekkas, wie Al Tabari, Al Qurtobi u.a. einhellig kommentieren, sondern der Aufruf gilt allgemein gegenüber allen Menschen. Und dem Töten muss auch kein Angriff von seiten der Ungläubigen vorausgegangen sein. Sondern der Grund für den Kampf ist allein deren Unglaube.

    Man könnte es so formulieren, dass in der islamischen Vorstellung der Ungläubige allein durch seinen Nicht-Glauben, durch seine freche Verleugnung der von Allah offenbarten Wahrheit, bereits der Angreifer ist. Wenn der Gläubige ihn daraufhin tötet, ist das eine Art Notwehr, jedenfalls eine Verteidigung, denn „die Verführung zum Unglauben“ ist ja „schlimmer als das Töten“. Was für eine vermurkste Täter-Opfer-Umkehr!

    • Harold Harry Francis Callahan sagt:

      Deckt sich mit dem Kenntnisstand des Schreibers dieser Zeilen, nichtsdestotrotz ist Aufklärung dieser Art nicht unbedingt nötig, in Kommentareinheiten des Internets wie dieser; mittlerweile ist bspw. auch die bekannte Online-Enzyklopädie von Verharmlosung weitgehend bereinigt.

  4. Was für ein Aufwand?

    • Lauchie sagt:

      Solidarität zeigen, Artikel schreiben etc.pp

      • Ich sage nicht, dass jeder Artikel schreiben muss. Im Gegenteil sollten viele Leute, die Artikel schreiben, es lieber bleiben lassen. Die Solidarität kann sich schon dadurch zeigen, dass man, wo immer man um seine Meinung gebeten wird, sich auf die Seite der Karikaturisten und der Juden schlägt. Ich werde nicht von jedem KFZ-Mechaniker erwarten, dass er jetzt Artikel oder Bücher schreibt oder im Fernsehen auftritt, um seine Solidarität auszudrücken.

        Es wäre bereits ein großer Fortschritt, wenn man sich einfach mal nicht gegen Israel, Juden und die „verantwortungslosen“ Karikaturisten, die „selbst schuld“ sein sollen, aussprechen würde.

        Barbara Branden lief zum Beispiel die letzten Jahre ihres Lebens mit einem Davidsstern um den Hals herum, aus Solidarität mit Israel. Das genügt schon, ist sogar mehr, als man erwarten kann vom Durchschnittsmenschen.

  5. Angry Hurricane sagt:

    Der Objektivismus hat noch keinen einzigen Mohammedaner gestoppt und noch keinen einzigen Mord verhindert. Ich kenne auch keinen einzigen Objektivisten, der einen Masterplan hat (oder etwas ähnliches), um zukünftig solchen Mordanschläge zu verhindern.

    Es stellt sich also die naheliegende Frage:

    Wozu soll dieses Moralsystem überhaupt gut sein?! …

    Das bekannte Versprechen lautet einzig, dass wir in ferner Zukunft vielleicht irgendwann mal alle ganz tapfere und aufrechte Händler werden. Na toll.

    Wir brauchen aber Antworten für das HIER und JETZT. Antworten auf die JETZIGE Situation, und zwar solche, die die Tatsache miteinschliesst, dass nun mal fast niemand in Deutschland diese supadupa-Philosophie kennt.

    • Du hast hoffentlich nicht vor, mich jetzt zu verfolgen und mit verschiedenen Pseudonymen zu nerven.

      Du scheinst die Bedeutung und den Einfluss von Ideen zu unterschätzen. Ferner scheinst du Muslime oder gar andere Fremde außerhalb unseres Kulturkreises für irgendwie grundsätzlich anders zu halten als uns. Das sind sie nicht. Das sind auch Menschen, die Ideen verstehen können – die verstehen können, warum dieses oder jenes Verhalten ihnen nützt und warum dieses und jenes Verhalten ihnen schadet. Sie wissen viele Dinge nur eben nicht. Also muss man Überzeugungsarbeit leisten – und überhaupt Bildungsarbeit.

      Man kann nicht einfach mit dem Knüppel draufhauen. Wenn die Selbstverteidigung es in einem konkreten Fall erfordert, in Ordnung. Aber eine große Problemlösungsstrategie ist der Knüppel oder das Dichtmachen der Grenzen nicht. Es gibt nur eine einzige Lösung für ideologische Konflikte, nämlich bessere Ideen anzubieten und die Vorteile dieser Ideen aufzuzeigen.

      Deine Frage lautet insofern nicht, wozu dieses Moralsystem überhaupt gut sein soll. Du verstehst offenbar nicht, warum jegliches Moralsystem, warum irgendeine Moral für irgendetwas gut sein soll. Ansonsten würdest du eine solche Frage über ein Moralsystem, von dem du angeblich viel hältst oder hieltest, gar nicht stellen.

      Wozu also ist Moral überhaupt gut? Weil wir einen freien Willen haben und uns für bestimmte Handlungsoptionen entscheiden können. Also brauchen wir eine Handlungsanleitung. Diese Handlungsanleitung sollte dem menschlichen Leben dienen, weil sie sonst überflüssig ist. Niemand braucht eine Todesanleitung.

      Und genau das fehlt der islamischen Welt. Eine auf dem Leben beruhende Handlungsanleitung, eine humanistische Ethik.

      Militär, Waffen, Grenzen dichtmachen, das sind nur Methoden zur unmittelbaren Selbstverteidigung. Es leben nun einmal einige Menschen in unserem Land, und so viele sind es auch nicht und viele davon haben schon immer hier gelebt, welche die Grundprinzipien der freien Welt nicht verstehen oder sie verinnerlicht haben. Ich kenne eigentlich nur sehr wenige Ur-Deutsche, die sie wirklich verstehen würden. Man muss es also immer wieder von den Dächern rufen. Die islamische Welt müssen wir nicht verbessern. Aber wir haben ein Interesse daran, unser eigenes Land zu verbessern, dazu gehören die Ideen der Menschen in unserem Land, die ihr Verhalten bestimmen.

      • Und übrigens gelten Objektivisten als die militantesten Verteidiger der freien Welt mit allen nötigen und ethisch zulässigen Mitteln. Schau mal, was Alex Epstein (der jetzt über Erdöl Bücher schreibt) vor ein paar Jahren zum Thema notierte:

        Every attempt to appease „Muslim opinion“ preserves, promotes, and emboldens our enemies. Every concession to angry Muslim mobs gives hope to the Islamist cause. Every day we allow terrorist regimes to exist gives their minions time to execute the next Sept. 11. America needs honest leadership with the courage to identify and defeat our enemies–„Muslim opinion“ be damned. They should begin by declaring that militant groups and states that threaten anti-Western violence in response to free speech will be met, not with appeasement, but with destruction.

        Was uns unsere „konkrete“, „praktische“ Antwort auf islamistische Aggression? Die Staaten und Gruppen, die den Terrorismus fördern, mit militärischer Gewalt zu zerstören. Darunter zum Beispiel Saudi Arabien. Befriedigt das deine „wütenden Sturm“? Denn alles, was darüber hinausgeht, wie die Grenzen für jegliche Einwanderer dicht zu machen – ich kapiere es noch immer nicht, was du damit meintest – halte ich für absurd.

        • Happy Gutmensch sagt:

          Deine persönlichen Angriffe kannst Du Dir sparen. Und Deine zukünftigen Webinare kannst Du ohne mich abhalten. Ohne unbequeme Fragen wird Dir das sicher auch besser gefallen.

          Beim nächsten Terror-Anschlag kommt dann wohl wieder eine schriftliche Solidaritätsbekundung und ein rebellischer Songtext von der OHL. Ich muss zugeben, die Ethik des Objektivismus ist echt super.

          • Mein Kommentar enthält keine persönlichen Angriffe. Ich habe mich schon längst damit abgefunden, auf dich als Teilnehmer verzichten zu müssen. In der Tat habe ich auch keine Lust, meine Philosophie-Seminare als Plattform für externe Anliegen missbrauchen zu lassen. Dass du dich nun vom Objektivismus abwendest, nur weil ich mit dir nicht in Punkto Grenzen dichtmachen übereinstimme, das zeigt, dass du eigentlich kein Interesse am Thema hattest. Wenn ein Kantianer einem anderem Kantianer bei der Rentenpolitik nicht zustimmt, dann verwirft er nicht den Kantianismus als weltfremde Zeitverschwendung. Wenn ein Platonist eine andere Meinung über Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen hat als ein anderer Platonist, dann wendet er sich nicht von Platon ab. Dass du anders reagierst, spricht beim besten Willen nicht für deine Herangehensweise an philosophische Fragen. Oder für dein Interesse an Philosophie.

            Deine unbequemen Fragen habe ich mehrmals, wie etwa im letzten Kommentar, sehr klar und ausführlich beantwortet. Ich habe im Übrigen auch in den Diskussionen in den Webinaren genügend Zeit dafür aufgebracht. Das war inzwischen eine ganze Menge sehr frustrierende Arbeit und ich renne einfach nur gegen eine Wand an.

            Die Fragen stören mich nicht, deine Wiederholung der Fragen und deine Nichtbeachtung meiner Antworten stört mich. Du willst offenbar nicht, dass ich die Fragen beantworte. Du willst, dass ich deine Haltung bezüglich Ausländern und Grenzen und Sitten und Traditionen und so weiter teile. Dazu bin ich nicht verpflichtet. Das müsste man eigentlich akzeptieren können als Bürger eines freien Landes – dass es Menschen gibt, die nicht in jedem Detail mit dir übereinstimmen.

            Was soll ich nun optimalerweise bei einem Terroranschlag tun? Soll ich auf die Straße gehen und ausländerfeindliche Parolen schreien? Soll ich die Aufgaben von Polizei und Militär übernehmen? Ich tue das, was Publizisten tun. Publizieren. Die Polizei verfolgt die Täter. Der Gesetzgeber und die Justiz kümmern sich um das Strafrecht. Einem Autoren vorzuwerfen, Artikel und Bücher zu schreiben, ist dann wohl ein Beispiel für „unbequeme Kritik“ gegen die Illusionen von „Gutmenschen“ wie mir, die glauben, es wäre die Aufgabe von Bäckern, zu backen, von Rennfahrern, Rennen zu fahren und von Autoren, Artikel und Bücher zu schreiben.

          • Very Happy Gutmensch sagt:

            Du siehst also keinen moralischen Handlungsbedarf? Staatliche Institutionen werden die Probleme lösen? Darauf vertraust Du? Die Bundeswehr wird Saudiarabien angreifen? Und von der Leyen übernimmt das Kommando? Haben die z.Z. bei der Bundeswehr überhaupt so was wie flugfähige Kampfbomber?

            Ne Du. Ich kann da leider nicht so wirklich dran glauben.

            Befürwortet hast Du ja noch das Zeigen von Karikaturen durch Privatpersonen. Abgelehnt hast Du wiederum das Zeigen von Staatsflaggen (Schwarz-Rot-Gold, die Fahne der freiheitlichen Revolution), weil das angeblich nicht abstrakt genug sei. In dem von Dir zitierten OHL-Text wird diese „Fahne der Freiheit“ aber komischerweise wiederum glorifiziert. Außerdem wirkt der Songtext ziemlich selbstbewusst und kämpferisch und kein bißchen staatsgläubig. Der Songtext passt irgendwie nicht zu Deinen sonstigen Aussagen.

            Es tut mir leid, dass ich Dich verärgert habe. Für mich ergibt das halt nicht so arg viel Sinn. Ich wende mich nicht vom Objektivismus ab. Nur von Deiner Auffassung des Objektivismus. Mir ist das alles einfach zu unausgegoren und widersprüchlich.

          • Worin besteht bitte dieser „moralische Handlungsbedarf“? Was soll man denn tun in einer zivilisierten Gesellschaft, in einem Rechtsstaat, als seine Meinung zu äußern und zu debattieren? Sollen wir durch die Straße laufen und Muslime verkloppen oder wie?

            Der Westen hätte Saudi Arabien schon längst ausschalten müssen, statt das Land, das den Islamismus auf der Welt verbreitet, zu unterstützen. Darüber gab es in den USA durchaus eine ernsthafte Debatte. Mit Obama kann man das schon alles vergessen, aber ewig bleibt der nicht Präsident. Deutschland sollte Saudi Arabien zumindest keine Waffen liefern, das wäre doch mal ein erster Schritt.

            Ich habe das Zeigen von Staatsflaggen nicht abgelehnt. Ich weise dich noch einmal darauf hin, dass ich das Zeigen der Sachsenflaggen im Kontext von Charlie Hebdo abgelehnt hatte und nicht das Zeigen von Flaggen als solches oder das Zeigen von Flaggen in einem angemessenen Kontext.

            Ich drücke mich, wie ich meine, sehr klar aus. Du hast derweil deine Position über die Schließung von Grenzen schon mehrmals stillschweigend verändert. Aus „alle Grenzen dicht“ wird mal „nur für Menschen aus nicht-westlichen Ländern“ oder mal „nur für Menschen aus der unfreien Welt“ oder „nur für Muslime“ oder, dass man Leute einfach überprüfen soll, bevor sie das Land betreten, was man sowieso systematisch tut (in diesem Sinne gibt es kein Land mit offenen Grenzen und niemand fordert offene Grenzen ohne Registrierung und Kontrollen!) – was ist es denn nun eigentlich? U

      • Angry Hurricane sagt:

        Wenn Dich Kritik nervt, dann solltest Du die Kommentarfunktion schließen. Im Internet bin ich übrigens immer anonym, das hat nichts mit Dir speziell zu tun.
        Zum Thema: Ein Moralsystem ist dazu da, dass man zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen trifft. Es hilft einem z.B. ein Verbrechen zu verhindern.
        Beispiel: Radikale Mohammedaner greifen uns an. Was soll ich tun?
        Was muss ich tun, um zukünftige Anschläge zu verhindern? Wie kann ich den Muslimismus stoppen? Auf solche Fragen sollte ein Moralsystem konkrete Antworten geben.

        Der Objektivismus will Islamisten also mit Worten und Artikeln zur Vernunft bringen. Interessante Idee.
        Wie war bisher die Erfolgsquote? Gibt es dazu Forschungsergebnisse? Warum kam es zum Anschlag von Kopenhagen? Warum haben die Artikel keine Wirkung gehabt?

        • Mich nervt keine Kritik, sondern Trollerei. Die zeichnet sich etwa dadurch aus, dass man weiterhin ungehindert vor sich hinfabuliert und dabei die Antworten des Gesprächspartners ausblendet – so wie du in unserer ellenlangen Maildiskussion und nun hier. Ich habe auf deine Kritik ausführlich und sorgfältig geantwortet. Nehme meine Antworten bitte wahr mit deinen Augen und mit deinem Geist, wozu hast du die sonst eigentlich?

          Gerade im letzten Kommentar habe ich geschrieben, dass wir Regime und Gruppen, die den islamistischen Terrorismus fördern, im ethisch angemessenen Rahmen (also unter Vermeidung ziviler Opfer, etc.) mit militärischer Gewalt zerstören sollten. Klarer geht es nicht mehr. Was also geht in deinem Kopf vor, dass du diese und ähnliche Antworten von mir seit Wochen und Monaten einfach nicht registrierst und stetig nur deinen ewigen alten Latein wiederholst? Schreibe ich mit unsichtbarer Tinte?

          Meine Artikel haben durchaus eine Wirkung, damit motiviere ich freiheitsliebende Mitbürger, sich konsequent mit mir auf die Seite der Opfer der Islamisten zu stellen und jegliche Entschuldigung für ihr Verhalten akzeptiere ich nicht.

          Was soll eigentlich die Prämisse deiner ganzen „Worte bringen nichts“-Argumentation sein? Was sollen deine Worte eigentlich nutzen, außer mich zu nerven? Was willst du überhaupt erreichen damit, keine rationale Diskussion zu führen und stetig nur auf „Mohammedanern“ und Ausländerkriminalität rumzureiten? Ich habe nicht die Pflicht, deine Gefühle bezüglich dieser Dinge zu teilen. Inhaltlich ist es sowieso unendlich verworren, was du überhaupt aussagen willst.

  6. Harold Harry Francis Callahan sagt:

    @ Lauchie :

    Vor allem islamkritische Künstler und Juden werden von radikalen Muslimen mit dem Tode bedroht. Sie verdienen jetzt unsere uneingeschränkte Solidarität in Form öffentlicher, eindeutiger und tatkräftiger Unterstützung.

    Warum verdienen diese Leute unsere (uneingeschränkte) Solidarität? Ist das nicht irrational?

    Der hiesige werte Inhaltegeber scheint in diesem Fall nicht unbedingt rational zu handeln, auch wenn er sozusagen maximal recht hat, zumindest nicht in einem „objektivistischen“ Sinne, zumindest wird dies hier nicht sofort erkannt, aber es ist allgemein schon so, dass wenn nicht mehr unter Beruf auf die Vernunft verlautbart wird, andere gewinnen.

    Insofern steift der Schreiber dieser Zeilen hier auch „ein wenig“ auf, nicht nur wegen bestimmter liberaler Lehren, sondern auch um möglichst viel mitzunehmen, das mehr oder weniger liberal ist, sogar Konservative und (gemäßígte) Sozialisten wie bspw. Buschi und so, aber auch angeblich islam-nahe Kräfte, die deutlich eher im Linken machen.

    MFG
    Dr. W

    • Wieso ist das noch einmal nicht rational? Bitte diese vagen Andeutungen durch klare Ausführungen ersetzen.

      Ich sehe jetzt das Problem nicht, warum islamkritische Künstler und Juden, die von radikalen Muslimen bedroht werden, irgendwie nicht unsere Anteilnahme und Unterstützung verdient haben sollten, wo sie diese benötigen?

      • Harold Harry Francis Callahan sagt:

        ‚Rational‘ könnte es sein der Unvernunft beizuspringen, dies kann aber letztlich auch nicht rational sein, weil die Vernunft sonst hopp ginge.

        Andererseits wäre der Unvernünftige letztlich noch da, während der schwächere Vernünftigere möglicherweise ermordet worden wäre, weil er die Vernunft, sozusagen in persona vertrat.

        Es ging mir darum diesen Widerspruch, der sich hier durch anderweitige Benachrichtigung durch Dritte ergab, ein wenig zu beschreiben.

        Wobei die Auflösung, die unter Umständen auch in einem Masada [1] bestehen könnte, nicht ganz klar ist.

        MFG
        Dr. W

        [1] Nein!, der Schreiber dieser Zeilen ist kein Jude.

  7. Harold Harry Francis Callahan sagt:

    Das sogenannte Wahlparadoxon ist dem Schreiber dieser Zeilen vor Jahren ebenfalls aufgefallen, es ist mittlerweile recht gut ausgearbeitet.
    Ein sozusagen echtes Paradox liegt hier aber nicht vor, sondern nur eine ausschnittsartige und allgemein-gesellschaftlich unzureichende wirtschaftswissenschaftliche Theoretisierung.
    MFG
    Dr. W

  8. Ich bin vollkommen zufrieden damit, dass wir unsere Konflikte in einer zivilisierten Gesellschaft nur verbal lösen dürfen. Ich sehe da keinen Handlungsbedarf.

    „Ich hätte eigentlich erwartet, dass der Objektivismus auch in schwierigen Situationen helfen kann und nicht gleich kapituliert. Dem ist wohl nicht so.“

    Zum wiederholten Male der Hinweis: Man sollte Terrorgruppen und Staaten, die Terroristen unterstützen, mit militärischer Gewalt ausschalten. Wo ist das „gleich kapituliert“, das du mir vorwirfst? Entweder du adressierst jetzt diesen Punkt oder ich werde auf weitere Kommentare von dir verzichten.

    „Etwas anderes als „Moslems Verprügeln“ kannst Du Dir wohl gar nicht vorstellen.“

    Die Frage war, was du dir als Alternative wünschst? Ich selbst wünsche mir keine Alternative. Ich bin grundsätzlich zufrieden mit unserer aufgeklärten Debattenkultur. Ich sehe kein Problem, das etwas anderes als Worte seitens der Bürger notwendig machen würde. Der Staat hat das Gewaltmonopol inne. Wem es nicht passt, der soll zu den Dschihadisten in die Wüste ziehen.

    „indem Du Deine Kritiker in den Fremdenfeindlichkeits-Verdacht rückst oder ihnen absprichst vernunftbegabt zu sein.“

    Wie nennt man die Position, die du angeblich hast (und das kannst du gerne korrigieren, was ich mir auch wünsche), laut der wir unsere Landesgrenzen schließen sollten? Wodurch wird sie motiviert? Ich sage nicht, dass es Fremdenfeindlichkeit sein muss. Du unterstellst mir einfach, ich würde dir eine fremdenfeindliche Position unterstellen. Ich sagte in einer Mail, dass eine bestimmte Motivation dafür fremdenfeindlich wäre – aber das muss nicht deine sein. Ich warte seit Anfang unserer Debatte auf eine Erklärung von dir, warum Probleme mit einigen muslimischen Jugendlichen eine komplette Schließung unserer Grenzen notwendig machen sollten. Und ich warte und warte und warte. Und ich frage und frage und frage. Keine Antwort. Nur das Beleidigtsein wegen eines angeblichen Fremdenfeindlichkeits-Verdachts. Lass dieses Beleidigtsein und erläutere endlich inhaltlich (!) deine Position.

    Schließlich spreche ich dir nicht ab, vernunftbegabt zu sein, sondern ich erwarte, dass du meine Antworten wahrnimmst und auf diese eingehst, weil sonst Diskussionen sinnlos sind. Wenn du natürlich deine eigene Vernunftbegabtheit dir selbst absprechen möchtest, indem du ein weiteres Mal meine Antworten ignorierst, so steht es dir frei. Ich hoffe aber, dass du nun über die Inhalte meiner Beiträge mit mir redest, statt über die Emotionen, die meine Beiträge bei dir auslösen.

    • Vielleicht noch eine Replik auf deine Merkel-Anmerkung. Du glaubst, es ist unrealistisch, dass Merkel sich von Saudi-Arabien distanziert oder dem Land gar den Krieg erklärt. Glaube ich auch. Die Schließung unserer Grenzen ist allerdings noch einmal erheblich unrealistischer. Also tue nicht so, als würde ich auf Wolke 7 schweben, während du nur bodenständige Vorschläge machst. Nichts ist an deiner Grenzschließung auch nur ansatzweise realistisch. Nicht einmal Pegida fordert das. Kein Mensch fordert das.

      Bei der ethischen und politischen Philosophie geht es darum, was grundsätzlich möglich ist und richtig wäre. Wie die Welt sein könnte und sollte. Es wäre durchaus möglich, dass sich Deutschland zumindest von Saudi-Arabien distanziert (wir haben grundsätzlich nicht das Militär für irgendwelche Kriege, dergleichen macht normalerweise die USA und Verbündete wie England und Frankreich).

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