Die schlimmsten Feinde der offenen Gesellschaft

Linksradikale Dogmatiker sind die schlimmsten Feinde der offenen Gesellschaft. Ich habe mich mit rassistischen Befürwortern der Sklaverei unterhalten, mit Holocaustleugnern, mit Nazis, mit Islamisten, mit christlichen Fundamentalisten. Als Aufklärer ist man als großer Diskutant unterwegs und sehr interessiert daran, wie andere denken und wie sich Ideen auswirken. Und mein Ergebnis lautet: Linksradikale Ideologen sind die mit Abstand größten Arschlöcher von allen. Wechselt die Straßenseite, wenn ihr sie seht.

Der Unterschied aus meinen persönlichen Erfahrungen:

  1. Islamisten sagen einfach, ich wäre ein „Rassist“, weil ich den Islam kritisiere. Das ist zu leicht zu durchschauen, um sich lange damit aufhalten zu müssen. Wer darauf reinfällt, muss unglaublich dumm sein.
  2. Nazis sagen, dass sie mich verprügeln oder umbringen würden. Das ist nicht nett, in der Tat strafbar (und es ist auch der einzige Fall, wo ich mit den Behörden im Kontakt war), aber es ist auch ehrlich. Sie wollen gar nicht diskutieren. Sie wollen Andersdenkende ganz offen und ehrlich verprügeln oder ermorden. Vielleicht sind sie nur aus Dummheit ehrlich, aber sie sind ehrlich.
  3. Christliche Fundis sind so irrational, dass einem der Kopf schnell wehtut. Und sie missbrauchen die Philosophie für die Rechtfertigung des Irrationalen. Aber sie sind eher zivilisiert im Verhalten. Vielen sind die politischen Folgen ihrer Ideologie überhaupt nicht klar – häufig haben sie nicht einmal viel mit Politik am Hut, sondern sehen ihre Ideologie als persönlichen Heilsweg an.
  4. Die Sklavereibefürworter (gibt es noch), mit denen ich geredet habe, hatten falsche Prämissen, waren aber ansonsten nette und gebildete Menschen. Sie hatten im Grunde wie Paternalisten argumentiert – alles zu Gunsten der schwarzen Sklaven. Ihre Ideologie ist natürlich furchtbar, aber es war zumindest in ihrem Fall ein ehrlicher Fehler, beruhend auf falschen Annahmen über die menschliche Natur.
  5. Der Holocaustleugner hat mich von der Denkstruktur her an andere Verschwörungstheoretiker erinnert, war aber eigentlich ganz umgänglich. Im Grunde war er charakterlich genauso wie ein UFO-Sektierer. Er ist so wie jemand, der überall rumerzählt, dass Außerirdische ihn entführt hätten – nur, dass der Staat ihn dafür einsperren will. Ich bleibe dabei: Holocaustleugnung sollte legal sein. Es gibt keine Gedankenverbrechen. Auch wenn der Holocaust natürlich historisch stattgefunden hat.
  6. Linksradikale Dogmatiker und die geistesverwandten Öko-Ideologen sind raffinierter als die anderen. Sie wissen, dass sie argumentativ nicht gewinnen können. Ihr Ziel ist schließlich Macht über andere Menschen, verpackt in euphemistischer Rhetorik und pseudo-humanistischen Anliegen. Sie versuchen gar nicht, argumentativ zu gewinnen, sondern sie manipulieren Emotionen. Sie verwenden jeden rhetorischen Trick, den es gibt, vor allem aber versuchen sie den Charakter des Diskussionspartners in den Dreck zu ziehen oder ihn indirekt, etwa durch Beschwerden beim Arbeitgeber, auszuschalten. Sie vergiften jegliche Gesprächsatmosphäre.

Linksideologen wollen den politischen Gegner persönlich vernichten, sein Leben zerstören. Am liebsten würden sie ihn auch umbringen, aber sie haben sich an die Gegebenheiten unserer Gesellschaftsordnung angepasst. Sie wissen, dass sie ihre Gegner auch so ausschalten können, dass sie selbst als moralische Sieger dastehen. Es gibt keine schlechteren oder gefährlicheren Menschen auf der Welt. Und das selbst nach der historischen Diskreditierung des Kommunismus.

Nicht nur befürworten sie mörderische politische Maßnahmen, sie sind im Gegensatz zu den anderen oben auch noch unehrlich, was ihre Ziele angeht. Sogar Islamisten – die Zweitschlimmsten auf der Liste – sagen, wenn auch nicht immer in Diskussionen, so doch an anderer Stelle, offen, dass sie eine Terrorherrschaft anstreben. Linksradikale gebrauchen Sprache und Philosophie wie strategische Waffen. Bei ihnen klingen die über 100 Millionen Toten, die sie historisch zu verantworten haben, wie ein Ausrutscher auf dem Weg zu einer besseren, „sozial-gerechteren“ Gesellschaft. In den USA dominieren sie weiterhin als Professoren die Universitäten (siehe David Horowitz: Indoctrination U), was den Nazis nicht im vergleichbaren Maße in Deutschland gelungen ist – aber selbst von ihnen waren nach 1945 einige weiterhin als Professoren tätig, siehe dazu Der Westen. Ein Nachruf.

Wären linke Ideologen so ehrlich wie Nazis, wäre die Welt einfacher. Dann stünden sie ebenso am Rande der Gesellschaft, wo sie hingehören. Islamisten sind argumentativ, jedenfalls noch, wie amateurhafte Linke aufgestellt. Selbst in dieser schlechten Form können sie noch viele Naivlinge überzeugen. Aber Linksradikale sind die wahren Meister des Bösen. Was George Orwell in „1984“ über sie geschrieben hat, ist genau richtig – so sind sie immer noch:

„Das Wohl anderer interessiert uns nicht; wir sind nur an Macht interessiert, reiner Macht. (…) Macht ist kein Zweck; sie ist ein Ziel. Man setzt keine Diktatur durch, um die Revolution zu bewahren; man macht eine Revolution, um eine Diktatur durchzusetzen. Der Zweck der Verfolgung ist die Verfolgung. Der Zweck der Folter ist die Folter. Der Zweck der Macht ist die Macht. Jetzt fangen Sie an, mich zu verstehen.“

Man kann klar erkennen, dass es Linksradikalen nicht um das Wohl anderer geht – denn sonst würden sie sich ernsthaft damit befassen, welche Maßnahmen zum allgemeinen Wohlstand geführt haben, nämlich der Kapitalismus. Sie würden nicht weiterhin staatliche Eingriffe in die Wirtschaft und das Privatleben der Bürger befürworten. Und sie hätten es nicht nötig, ihre Gegner persönlich anzugreifen – denn ihre Argumente wären überlegen.