Churchill über den Islam

Sir Winston Churchill, 1942. Library of Congress, Reproduction number LC-USW33-019093-C

Sir Winston Churchill, 1942. Library of Congress, Reproduction number LC-USW33-019093-C

In dieser Reihe übersetze und veröffentliche ich die Meinungen von historischen Persönlichkeiten über den Islam. Diesmal äußert sich Sir Winston Churchill (1874-1964). Er war von 1940 bis 1945 und wieder von 1951 bis 1955 britischer Premierminister. Er ist vor allem für seine zentrale Rolle im Krieg gegen Nazi-Deutschland bekannt. Im Jahr 2002 wurde er als größter Brite aller Zeiten geehrt.

Im Sudan und in Indien war Churchill während der Jahrhundertwende persönlich an Kämpfen gegen muslimische Gotteskrieger beteiligt. In mehreren Büchern wie The Story of the Malakand Field Force und The River War warnte Churchill vor dem Aufstieg des Islams. Im Jahr 1938 warnte Churchill ebenso erfolglos in einer Radioansprache vor einer Appeasement-Politik gegenüber den Nazis. Ein Auszug:

„Die Radiosender, in denen man sich noch unzensiert äußern kann, stellen ihren Betrieb ein; die Lichter gehen aus; aber es ist noch Zeit für jene, denen die Freiheit und die parlamentarische Regierung etwas bedeuten, sich gemeinsam zu beraten. Lassen Sie mich also aufrichtig und ernsthaft sprechen, solange noch Zeit ist.“

Churchill über den Islam:

„Wie schrecklich sind doch die Flüche, mit denen der Islam seine Verehrer belegt! Von der fanatischen Raserei abgesehen, die bei einem Menschen so gefährlich ist wie Tollwut bei einem Hund, muss man jene furchtsame fatalistische Apathie nennen. Ihre Folgen lassen sich in mehreren Nationen beobachten. Unvernünftige Gewohnheiten, unproduktive Landwirtschaftssysteme, schneckenhafte Handelsmethoden und die Unsicherheit der Armut existieren, wo immer die Anhänger des Propheten herrschen oder leben. Ein degenerierter Sensualismus entzieht diesem Leben seine Anmut und Verfeinerung; dem nächsten seine Würde und Heiligkeit.

Die Tatsache, dass laut der Scharia jede Frau einem Mann als sein absolutes Eigentum gehören muss, sei es als Kind, als Ehefrau oder als Konkubine, verzögert die endgültige Auslöschung der Sklaverei, bis die Religion des Islams keine große Macht unter den Menschen mehr ausübt. Individuelle Muslime mögen großartige Qualitäten haben – aber der Einfluss der Religion paralysiert die soziale Entwicklung jener, die sie befolgen. Es gibt keine Macht auf Erden, die rückschrittlicher wäre. Dabei liegt der Islam keineswegs im Sterben, sondern er ist ein militanter und missionierender Glaube. Er hat sich bereits in Zentralafrika ausgebreitet und er bringt bei jedem Schritt furchtlose Krieger hervor; und würden die kräftigen Arme der Wissenschaft das Christentum nicht schützen, die Wissenschaft, gegen die es einen aussichtslosen Kampf geführt hatte, so könnte die Zivilisation des modernen Europas fallen, wie bereits die Zivilisation des antiken Roms gefallen ist.

Der religiöse Fanatismus ist keine Kriegsursache. Er ist das Mittel, das wilde Menschen zum Kampf motiviert. Er ist der Geist, der sie zusammenbringt – die große Gemeinsamkeit, die alle persönlichen Dispute oder Stammeskonflikte bedeutungslos erscheinen lässt. Was dem Rhinozeros sein Horn, was der Wespe ihr Stachel, das ist der islamische Glaube den sudanesischen Arabern – ein Mittel, anzugreifen oder sich zu verteidigen.

Es ist, dem Himmel sei Dank, für den modernen Europäer schwierig, die Macht wirklich einschätzen zu können, die der Fanatismus auf eine ungebildete, kriegerische und orientalische Bevölkerung ausübt. Viele Generationen sind vergangen, seit die westlichen Nationen das Schwert in religiösen Konflikten erhoben haben und die furchtbaren Erinnerungen an eine unheilvolle Vergangenheit wurden schnell vom klaren, starken Licht der Vernunft und des menschlichen Mitgefühls überstrahlt. Tatsächlich übt das Christentum stets, wie sehr es auch durch Grausamkeit und Intoleranz entstellt und herabgesetzt wurde, einen mäßigenden Einfluss auf die Leidenschaften der Menschen aus. Das Christentum schützt sie vor den brutaleren Formen des fanatischen Fiebers, wie wir durch Impfstoffe vor der Grippe geschützt werden.

Der Islam verstärkt hingegen die intolerante Raserei, anstatt sie zu lindern. Er wurde ursprünglich durch das Schwert verbreitet und seitdem leiden seine Anhänger mehr als die Gläubigen anderer Religionen an dieser Form des Wahnsinns. In einem Augenblick werden die Früchte der geduldigen Arbeit, die Aussichten auf materiellen Wohlstand, die Furcht vor dem Tod selbst hinweggefegt. Die leidenschaftlicheren Paschtunen können nicht widerstehen. Alle vernünftigen Erwägungen sind vergessen. Sie greifen zu den Waffen und werden zu Gotteskriegern – so gefährlich und vernünftig wie tollwütige Hunde: und nur so kann man sie behandeln. Während die eher großmütigen Geister unter den Stammesangehörigen einem religiösen Blutrausch verfallen, beziehen die ärmeren und weltlicheren Seelen zusätzliche Anreize vom Einfluss anderer, von der Hoffnung auf Beute und von der Freude am Kampf.

So greifen ganze Nationen zu den Waffen. So haben die Türken ihre Feinde abgewehrt, so zerbrechen die sudanesischen Araber die britischen Ränge und so breitet sich der Aufstand an der indischen Front immer weiter aus. In jedem dieser Fälle muss es die Zivilisation mit dem militanten Islam aufnehmen. Die Kräfte des Fortschritts treffen auf die Kräfte der Reaktion. Die Religion von Blut und Krieg steht der Religion des Friedens gegenüber. Zum Glück ist die Religion des Friedens für gewöhnlich besser bewaffnet.“

Quellen:

Zitat 1 (1. und 2. Absatz): The Churchill Center: Quotation of the Decade? (Aus der Erstausgabe von Churchills The River War)

Zitat 2 (3. Absatz): Winston Churchill: The River War, S. 19.

Zitat 3 (4. bis 6. Absatz): Winston Churchill: The Story of the Malakand Field Force: An Episode of Frontier War (1898), Kapitel 3.

Reihe: Historische Persönlichkeiten über den Islam

Teil 1: Al-Razi

Teil 2: Tocqueville

Teil 3: Thomas von Aquin

Teil 4: Schopenhauer

Teil 5: Antony Flew

Teil 6: Winston Churchill