Der Journalismus wurde von Aktivisten entführt

…meint Ulrik Haagerup vom Dänischen Fernsehen beim NDR. Er argumentiert:

  • Aktivistische Journalisten haben die neutrale Berichterstattung aufgegeben, um ihr Weltbild zu verbreiten.
  • Politische Korrektheit hat die Berichterstattung über bedeutende Phänomene und Probleme fast unmöglich gemacht.
  • Der Großteil der deutschen Medien hat eine Tendenz, Probleme mit der Flüchtlingspolitik nicht zu thematisieren.
  • Wir sind als Journalisten weder Politiker noch Aktivisten. Man muss uns vertrauen können.
  • Man hatte in Deutschland die Neigung, die Mütter mit Kindern und die hilfreichen Deutschen ins Fernsehen zu bringen, aber viel weniger die zahlreichen jungen Single-Männer unter den Flüchtlingen.
  • Niemand anderes wird die Menschen ausgewogen informieren. Journalisten müssen ihre eigentliche Aufgabe wahrnehmen. Wir haben einen wichtigen Auftrag.
  • „Wir sollten nicht unsere Macht missbrauchen, um die Informationen nach unserem eigenen Weltbild zu filtern.“
  • Für Journalisten unbequeme Nachrichten landen auf der Seite 120, das geht so nicht.
  • Wenn die Leute ihre Abos kündigen, dann stimmt wahrscheinlich etwas mit Ihrem Produkt nicht.
  • Die Subjektivität der Medien ist sehr gefährlich für die Demokratie. Die Leute gehen sonst einfach auf Facebook und lassen sich ihre Ansichten von ihren 250 engsten Freunden bestätigen.

In meiner Masterarbeit habe ich ein Konzept entworfen, wie Journalisten professioneller berichten können. Sobald möglich, werde ich mehr darüber schreiben. Das Video: