Nationalscham

Das „Germans on the Rise“-Video von Jan Böhmermann fängt den aktuellen deutschen Zeitgeist sehr gut ein. Das Video ist so gruselig, dass es mir die Kehle zugeschnürt hat. Dieser irrationale deutsche Zeitgeist wird trotz einiger kleiner ironischer Spitzen im Video positiv dargestellt. Ich finde, das Video ist das Gruseligste, was ich jemals gesehen habe:

Der Satz, der die deutsche Seele im Moment am besten einfängt, ist wohl:

„Lies Kant, du Fotze!“ Weiterlesen

Wir sollten Muslime nicht belügen

Sagt ihnen die Wahrheit. Und nichts als die Wahrheit (Bild: WikiImages Kinder in der arabischen Welt, pixabay, CC0

Sagt ihnen die Wahrheit. Und nichts als die Wahrheit (Bild: WikiImages: Kinder in der arabischen Welt, pixabay, CC0

Der geschätzte Jorge Arprin hat im libertären Blog Freitum einen Artikel namens „Islam: Warum wir eine falsche Koran-Interpretation brauchen“ publiziert. Er fordert darin: „Es braucht Imame, die den Propheten Mohammed so reinwaschen wie die Linkspartei die DDR: Verdreht, leugnet und ignoriert den Koran. Die ganze Menschheit würde davon profitieren.“ Das denke ich nicht.

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Panik ist keine Lösung

Terroranschläge, Millionen Flüchtlinge – Anlass genug für die instabilen Leute in unserer Mitte, zu hyperventilieren. Endlich kann man öffentlich die Unvernunft zelebrieren! Und man muss sich nicht einmal dafür schämen, weil es so viele Leute tun. Die Deutschen sind es gewohnt von BSE-Krise, Vogelgrippe, Stuttgart 21, Klimawandel, Fukushima, Genfood – sie sind die Meister der irrationalen Panikreaktionen.

Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, aber: Es ist eine schlechte Idee, in Panik auszubrechen. Es ist eine schlechte Idee, überstürzt extreme Maßnahmen zu fordern – erst recht, wenn man eigentlich keine Ahnung von Politik hat und von deren Implikationen und Folgen. Weiterlesen

Gibt es solche Leute wirklich?

Mein Gesichtsausdruck beim Blick auf einige Blogstatistiken (Bild: Joandpaola: Erstaunte Mädchen, pixabay, Lizenz: CC0)

Mein Gesichtsausdruck beim Blick auf einige Suchanfragen (Bild: Joandpaola: Erstaunte Mädchen, pixabay, Lizenz: CC0)

Ich sehe mir gelegentlich in den WordPress-Statistiken an, mit welchen (anonymisierten) Suchanfragen die Leute so auf meinen Blog aufmerksam werden. Die meisten meiner Leser sind erfahrungsgemäß Freidenker, Leute aus der „Skeptic Community“, säkulare Humanisten, Studenten, Akademiker, Jugendliche auf der Suche nach weltanschaulicher Orientierung. Hin und wieder gelangen allerdings Leser über Suchanfragen zu meinen Beiträgen, bei denen mir die Spucke wegbleibt.

Hier ein paar Beispiele (Grammatik, Rechtschreibung korrigiert): Weiterlesen

Freiheit bedeutet Sicherheit

Nach den Terroranschlägen in Belgien wird die Frage nach dem Verhältnis von Sicherheit und Freiheit aufgeworfen. „Datenschutz ist schön, aber in Krisenzeiten hat Sicherheit Vorrang“, sagte Innenminister Thomas de Maizière. In England wirft der Publizist Douglas Murray dem BBC im Interview vor, von den eigentlichen Themen abzulenken – der Ideologie der Terroristen und der Frage, warum wir Islamisten ungezügelt einreisen lassen – und stattdessen über Dinge wie neue Einschränkungen unserer Freiheit zum angeblichen Wohle unserer Sicherheit zu sprechen. Murray: Weiterlesen

Nix mit dem Islam zu tun

Nenne es nicht "Islam" (Bosch Fawstin)

Nenne es nicht „Islam“ (Bosch Fawstin)

An dieser Stelle möchte ich all die Artikel aus großen deutschen Medien sammeln, die leugnen, dass die Anschläge in Brüssel etwas mit dem Islam zu tun haben. Sobald ihr welche in größeren Medien entdeckt, schickt sie mir bitte hier: feuerbringer(at)hotmail.de oder via Facebook-Nachricht. Die Sammlung dient dazu, dass ich mir selbst dafür auf die Schulter klopfen kann, die Irrationalität der Diskussion über die Anschläge in einer Satire vorweggenommen zu haben. Mit dem Islam hat die Presseschau aber nichts zu tun!

Christian H. Meier: „Warum Religion zur Rechtfertigung von Gewalt missbraucht wird“ (FAZ, 25.02.2016)

Lukas Mihr: „Heuchlerische Stellungnahmen deutscher Islamverbände zum Brüsseler Terroranschlag“ (Richard Dawkins Foundation, 25.03.2016)

Asiem El Difraoui: „Die wissen nicht mal, was Dschihad heißt“ (N24.de, 24.02.2016)

Philip Kuhn: „Die Täter haben nichts mit meiner Religion zu tun“ (Die Welt Online, 24.03.2016)

Martina Fietz: „Den Terror kann man nicht mit dem Islam erklären“ (Focus online, 23.03.2016)

Enno Lenze: „ISIS-Experte: ‚Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun‚“ (Huffington Post, 23.02.2016)

Interview mit Aiman Mazyek: „Terror kennt keine Religion“ (N-TV.de, 23.03.2016)

Falls jemand wissen möchte, warum die Anschläge doch etwas mit dem Islam zu tun haben, siehe meinen Themenbereich Aufgeklärte Islamkritik.

Islam-Verharmlosung hilft Attentätern

Tatsache ist: Gebildete Menschen lachen hinter ihrem Rücken über die Islam-Verharmloser (Bild: Greyerbaby: Lachende Frau, pixabay, CC0.)

Gebildete Menschen lachen hinter ihrem Rücken über die Islam-Verharmloser (Bild: Greyerbaby: Lachende Frau, pixabay, CC0.)

Die Tagesschau veröffentlichte anlässlich der Anschläge in Belgien einen Kommentar von Monika Wagener mit dem Titel „Hetze gegen den Islam hilft Attentätern„. Sie argumentiert (oder behauptet), es wäre das Ziel der Islamisten, dass sich die Muslime in Europa ausgegrenzt fühlen, damit sie sich dann den Islamisten anschließen. Deshalb kommt den Islamisten die Islamkritik oder die „Hetze gegen den Islam“ angeblich entgegen. Durch die Kritik werden demnach alle Muslime über einen Kamm geschert. Die Europäer entwickeln eine feindselige Haltung gegenüber Muslimen. Muslime werden zu Islamisten. Und wir – wir Islamkritiker (offenbar gibt es davon nur eine Sorte) – haben am Ende die Drecksarbeit für die Islamisten gemacht.

Das ist ein totalitäres Argument, mit dem Kritiker zum Schweigen gebracht werden sollen. Wer den Islam kritisiert, hilft den Islamisten. Wer den Nationalsozialismus kritisierte, der half den Nazis. Wer den Kommunismus kritisierte, der half Stalin, der hilft Kim Jong-un und Raúl Castro. Insofern ist Barack Obama mit gutem Beispiel vorangegangen, als er jüngst bei seinem Kuba-Besuch meinte, die USA könnten sogar etwas von Kuba lernen. Es wird jetzt also genau auf die Art über die Anschläge in Belgien geredet, wie ich es in meiner Satire vorweggenommen hatte.

Reden wir jetzt einmal Klartext.

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