Die Wahrheit über die Ehe

…steht hier:

http://tallrite.com/weblog/blogimages/refs2008/Head2HeadonGayMarriage.htm

Und dort stehen auch die wichtigsten statistischen Informationen über die Homo-Ehe und welche Art von Familie am besten für die Kinder ist. Die Beurteilung ist jeweils abgeleitet aus Statistiken aus verschiedenen Forschungsbereichen, größtenteils Psychologie, Soziologie und Kriminologie. Es ist also eine wissenschaftliche Beurteilung auf der normativen Grundlage, was für das menschliche Leben am besten ist. Ich befasse mich damit schon eine Weile und nach meinem Dafürhalten ist die Position von Tony Allwright am besten belegt.

Möchte man einen Tipp für das eigene Leben daraus ableiten, dann den: Heirate und bleibe verheiratet.

Das gilt, ob du Kinder hast oder nicht. Wenn du keine Kinder hast, ist die Ehe nur gut für dich selbst und den Partner (wirtschaftlich, gesundheitlich, besserer Sex, etc.), wenn du Kinder hast, ist sie sehr wichtig für die psychisch-seelische Stabilität der Kinder. Und Kinder von Eltern unterschiedlichen Geschlechts haben es statistisch gesehen besser als Kinder von Eltern des gleichen Geschlechts. Oder, wie es die mit Abstand größte Studie zum Thema von 2014 im Fazit ausdrückt: „Emotional problems were over twice as prevalent for children with same-sex parents than for children with opposite-sex parents […] Joint biological parents are associated with the lowest rate of child emotional problems by a factor of 4 relative to same-sex parents“.

So schauts aus. Das weiß ich schon seit ein paar Jahren und wollte es schreiben, aber konnte es irgendwie nicht. Am besten wäre es, den ganzen Artikel samt der empirischen Daten ins Deutsche zu übersetzen. Im Moment sehe ich mich nicht dazu in der Lage. Ich wollte euch aber wenigstens darauf hingewiesen haben, weil es sonst einfach niemand tut. Kurz gesagt hatte Gott also Recht mit der Ehe (metaphorisch gesprochen, es gibt m.E. keinen Gott) und diejenigen Atheisten, die freie Liebe predigen, ignorieren sämtliche Fakten zum Thema und sind überhaupt verantwortungslose Idioten.

Was mich irritiert hat, ist die Frage, warum Gott eigentlich Recht hat. Ich denke, die Antwort ist: Die alte katholische Vorstellung der Ehe (abzüglich der Idee, man dürfte nur zur Fortpflanzung Sex haben, für die es keinen guten Grund zu geben scheint) ist weniger eine willkürliche religiöse Vorstellung, als vielmehr eine bewährte menschliche Tradition, die sich darum gehalten hat, weil sie sinnvoll ist und nicht darum, weil sie sich bestimmten religiösen Vorstellungen zuordnen lässt. In der Tat wurde die Ehe wahrscheinlich darum zu einer heiligen Institution erklärt, weil sie sich bewährt hat, und nicht umgekehrt.

Übrigens ist auch der Ursprung der Idee interessant, man dürfe nur zur Fortpflanzung Sex haben. Diese stammt vom christlichen Philosophen Augustinus. Er war nicht immer ein keuscher Mönch, ganz im Gegenteil, er war lange Zeit verheiratet, sexuell sehr aktiv und hatte einen Sohn. Allem Anschein nach hatte er sogar „zu viel Sex“, sodass er diese Tätigkeit irgendwann als Zeitverschwendung und Ablenkung von wichtigeren Dingen verurteilte – wohl eine gute Portion zu sehr, als es angebracht gewesen wäre. Aber das nur nebenbei.

Es ist wirklich schade, dass man keine rationale Debatte mehr über diese Themen in unserer Gesellschaft führen kann. Die intellektuell interessierte Öffentlichkeit ist bis zur Unkenntlichkeit geschrumpft. Übrig sind vor allem Leute, die sich nicht für die Wahrheit interessieren, und nur ihre moralische Überlegenheit demonstrieren wollen. Und die Andersdenkende niederschreien (oder nieder twittern) und sie „Faschisten“, „Sexisten“ oder dergleichen nennen. Dann gibt es noch welche, die das ablehnen, die aber keine intellektuelle Verteidigung haben. Sie können nur die Kommunikation verweigern und sich zu beliebigen, vage konservativen Positionen zurückziehen. Beides sind anti-intellektuelle Herangehensweisen.

Die beinahe vollkommene Verblödung unserer Gesellschaft wird anschaulich durch diesen aktuellen Graphen von Google Trends illustriert:

Vernunft_Gefühl

Ich schätze, ich habe auch Probleme damit, mehr über diese und andere Themen zu schreiben, weil ich mich an die letzten Diskussionen erinnere. Ich brauche nicht nochmal so etwas wie die Diskussion zu meinem Artikel über die Homo-Ehe. Klar, es gab größtenteils vernünftige Reaktionen zu meinen eher moderaten Ausführungen, aber es haben sich auch einige ganz gewaltige Arschlöcher zu Wort gemeldet, geschrien, gespuckt und gedroht. In dieser Atmosphäre muss man einen sehr guten Grund haben, noch laut mitzudiskutieren. Es ist nicht so, als würde ich mich nicht trauen. Ich stelle mir nur die Frage: Was bringt mir der Ärger eigentlich? Für den Vertreter einer egoistischen Ethik ist das eine ziemlich gute Frage.

Also gut, ich bin eben ein unverbesserlicher Intellektueller. Hier ist Noch mehr Wahrheit über die Ehe.