Belgische Waffeln

Belgische Waffeln und arabischer Kaffee (Bild: condesign, pixabay, Lizenz: CC0)

Belgische Waffeln und arabischer Kaffee (Bild: condesign, pixabay, Lizenz: CC0)

Bei Anschlägen in Belgien sind nach aktuellem Stand 34 Menschen getötet worden. Es gab mehrere Explosionen im Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn-Station Maelbeek. Zeugen wollen am Flughafen Schüsse gehört haben. „Eine Person habe etwas auf Arabisch gerufen, berichteten mehrere Menschen vor Ort der Nachrichtenagentur Belga“, so die FAZ.

Am wichtigsten ist es nun, die genauen Worte des Brüsseler Terroristen herauszufinden. Was hat er auf Arabisch gerufen? Eine wichtige Botschaft aus der traditionsreichen arabischen Welt, die den Westen bereichern könnte, wird sonst für immer verloren sein.

„Vielleicht hat der Terrorist eine der verlorenen Schriften des Ibn an-Nafis zitiert. An-Nafis war ein Mediziner des 13. Jahrhunderts und der Entdecker des kleinen Blutkreislaufs. Hoffentlich können wir die Worte rekonstruieren, die der Mann sprach, bevor es zu den Explosionen kam“, meint der deutsche Islamwissenschaftler Abdul Abn-Haba (vormals: Alfred Müller) im Gespräch. „Wir sollten uns davor hüten, dies als eine unbedachte Äußerung abzutun. Übrigens bin ich kein Rassist. Ich habe mal einem Ausländer über die Straße geholfen.“

„Wir dürfen auf keinen Fall diesen Anschlag einer bestimmten Religion in die Schuhe schieben, nur weil er von radikalen Muslimen mit Bombenwesten begangen wurde“, warnt die Historikerin Mihina Hadschi (vormals: Tanja Schmidt). „Das sind leicht beeindruckbare junge Männer oder auch ältere Männer oder Frauen aus einem instabilen Elternhaus, die nach Abenteuern Ausschau halten. Aus rechten nationalsozialistischen reaktionären Kreisen hört man, dass 500 belgische Muslime als IS-Kämpfer nach Syrien gegangen waren, mehr als in jedem anderen europäischen Land. Man sieht also, dass die Anschläge sehr viel mit Politik zu tun haben, denn Syrien ist ein Land und keine Religion. Übrigens bin ich keine Rassistin. Ich war mal mit einem Ausländer Tee trinken.“

„Das hat nichts mit dem Islam zu tun“, verkündeten die deutschen Islamverbände wortgleich in ihren Pressemitteilungen zum Anlass der Anschläge. „Und ihr seid alle Rassisten.“

„Die Anschläge lassen sich nicht auf den Islam oder den politischen Islamismus zurückführen, sondern darauf, dass Belgien einfach kein so gutes Land ist“, gab Charles Michel bekannt, der belgische Regierungschef. „Bedenken Sie, dass bereits am 24. Mai 2014 vier Menschen im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen wurden. Einer der Charlie-Hebdo-Attentäter, Amedi Coulibaly, verhandelte ‚mit einem Komplizen aus dem belgischen Charleroi über den Kauf eines Autos und Waffen.‘ Und der Marokkaner, der im August 2015 einen Anschlag auf einen Schnellzug begehen wollte, der stammte aus Belgien. Ich denke, es ist offenkundig, dass wir es hier nicht mit einer religiösen Gruppierung zu tun haben, die aus mysteriösen Gründen Anschläge begeht. Nein, unser Land taugt einfach nichts. Belgier tun furchtbare Dinge. Wir sollten uns was schämen.“

„Wussten Sie, dass die Araber den Kaffee nach Europa gebracht haben? All diejenigen, die sich jetzt über Anschläge auf Twitter beschweren, trinken dabei wahrscheinlich ein arabisches Gebräu. Und ich wette mit Ihnen, dass der belgische Attentäter uns ein neues Kaffeerezept überliefern wollte mit seinen arabischen Worten.“, sagte die Bundesministerin für Bildung, Inklusion und Inklusion, Fatima Abdul (zuvor: Dieterine Bloch).

„Die haben doch alle einen an der Waffel!“, bemerkt der Philosoph und Religionskritiker Frank Förster in der neuen Sonderausgabe des philosophischen Fachmagazins „Aufklärung und Vernunft“, das 50 Leser hat und vierteljährlich erscheint. „Wir müssen ernsthaft die Ideen kritisch untersuchen, die Menschen bewegt, solche schrecklichen Taten zu begehen. Es ist sinnlos, von dem Thema abzulenken oder es zu leugnen oder, wie mein Kollege Rüdiger Glöckner oder ‚Abdul Abdul‘, wie er sich jetzt nennt, dem Islam beizutreten, um zu beweisen, dass er nicht rassistisch ist. Offensichtlich enthalten die zentralen islamischen Schriften Koran, die Hadithe und das Leben des Propheten Inhalte, die von Terroristen als Gewaltaufrufe verstanden werden können – und das nicht grundlos.“

Wir haben auch Friedrich Schneider für eine Stellungnahme kontaktiert, den Sprecher der rechtsnationalrechten AfD. Doch er zeigte nur auf eine Grafik, welche die neuesten Wahlumfragen zeigte und lachte. Und lachte. Und lachte.

Siehe dazu auch: Das Übel der Islam-Verharmlosung vom amerikanischen Philosophen Craig Biddle.