Die große Entdeckung, die keine war

Hier nun aktuelle Hinweise und Anmerkungen:

1. Es wurde kein neues Teilchen entdeckt. Und manchmal ist es sehr wichtig, wenn die Wissenschaft nichts entdeckt, meint der Physiker Lawrence M. Krauss in meiner neuen Übersetzung für die Richard Dawkins Foundation.

Zum Artikel: Die große Entdeckung, die keine war.

2. Bei Novo bin ich inzwischen noch unsichtbarer geworden, da ich nicht mehr so häufig zum Schreiben von Artikeln komme und andere die Betreuung der sozialen Medien übernommen haben. Seid aber versichert, dass mein unersetzliches, wenn nicht gar unerträgliches Selbst weiterhin im Hintergrund herumspukt und die Qualität der Novo-Artikel in der Textredaktion mit meinen Kollegen gewährleistet.

Subjektivismus und Konstruktivismus

Ich wurde außerdem gebeten, auf den Zusammenhang von Subjektivismus und Konstruktivismus einzugehen. Wie ich das sehe, ist „Subjektivismus“ der Überbegriff und beschreibt eine ganze Philosophie, während der Konstruktivismus der epistemologische Bestandteil des Subjektivismus ist. Der Konstruktivismus besagt, dass wir in unseren Köpfen die Welt subjektiv konstruieren und dass es entweder keine objektive Realität gibt oder dass wir nichts über diese aussagen können. Der Subjektivismus zieht daraus die metaphysischen, ethischen, politischen und ästhetischen Konsequenzen. „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“.

Ich hingegen bin ein Vertreter einer neoaristotelischen, objektivistischen Philosophie und somit denke ich das genaue Gegenteil von dem, was Subjektivisten denken. Meiner Ansicht nach können wir die Realität mit unseren Sinnen wahrnehmen und sie durch unseren Verstand mit Hilfe der Logik widerspruchsfrei identifizieren. Meiner Auffassung nach sollten wir uns stets an den Fakten orientieren und keine „subjektiven“ im Sinne von willkürlichen und von Fakten gelösten Ideen „konstruieren“. Letztlich besteht die reale Welt nur aus Fakten, sie ist, wie sie eben ist und „objektiv“ nennt sich die Herangehensweise, sich an den Fakten zu orientieren.

Das, was man unter der wissenschaftlichen Herangehensweise versteht, sehe ich somit als universell richtige Herangehensweise an alle Aspekte des Lebens. Ja, auch an Essen. Ja auch an Liebe. Das ist nicht mit dem „Szientismus“ zu verwechseln, der die Erkenntnismethoden auf die naturwissenschaftlichen reduzieren möchte und der materialistische Prämissen hat, die ich nicht teile. Der menschliche Geist ist also durchaus real und so auch der freie Wille. Meiner Ansicht gelangen wir durch eine konsequent logisch-wissenschaftliche Herangehensweise unter anderem zu genau diesem Ergebnis.