Regressive Linke gegen den Atheismus

Regressive Linke stellen nun Atheisten als Teil einer weißen Patriarchenbewegung dar. Die atheistischen Publizisten Richard Dawkins, Sam Harris und Christopher Hitchens sind oder waren schließlich weiße Männer, so das „Argument“. Das ist zumindest originell. Und so irre, dass es witzig ist, auch ohne veralbert zu werden. Aber ich habe für die Richard Dawkins Foundation sicherheitshalber einen amüsanten Artikel von Godless Mom übersetzt, in dem sie die regressive Linke dafür kritisiert:

5 Gründe, warum sich die regressive Linke über den Atheismus irrt

Godless Mom ist übrigens selbst eine linke Marxistin, sogar „extrem links“, wie sie schreibt. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele der besten Kritiker der regressiven Linken / der Social Justice Warrior / der identitären Linken selbst Linke und darunter in der Regel Marxisten sind. Zum Beispiel ist Sargon of Akkad, der ganz hervorragende YouTube-Vorträge hält, ein überzeugter Marxist. Der linksliberale Amazing Atheist ist auch ein sehr unterhaltsamer und effektiver Kritiker der identitären Linken. Thunderf00t, der vor allem den identitären Feminismus kritisiert, ist linksliberal. Nicht zuletzt sind die Kritiker an der identitären Linken von Spiked und Novo, jedenfalls ihrer eigenen Meinung nach (die ich überhaupt nicht verstehe), Marxisten.

Ich verbringe also recht viel Zeit damit, Artikel von Marxisten zu übersetzen, zu redigieren oder sie in den sozialen Medien zu empfehlen, obwohl ich selbst rechtslibertär bin und den Marxismus für reines Gift halte. Immerhin kann mir niemand Intoleranz vorwerfen. Ob ich eines Tages aufwache und bemerke, dass ich außerdem seit Jahren in einer russischen Kolchose lebe und mit einer Proletarierin verheiratet bin? Die Leute vom Ayn Rand Institute haben auch schon gefragt, warum ich eigentlich nicht die Artikel aus dem eigenen Lager übersetze. So eine absurde Frage! Dafür bezahlt mich ja niemand. Ich dachte, wir sind Kapitalisten, oder?