Was tun gegen linke Sektierer?

Wie sieht man die Welt als linker Sektierer, der beim kleinsten Verdacht auf Widerspruch andere Menschen in die rechtsradikale Ecke stellt? Und wie soll man mit solchen Leuten umgehen?

Man liest als linker Sektierer zum Beispiel ein paar Absätze von einem Artikel, den man nicht versteht, weil all diese Fachbegriffe wie „Neomarxismus“ oder „Postmodernismus“ darin vorkommen, bemerkt, dass der Autor offenbar irgendwie gegen diese Dinge ist, die irgendwie nach linker Ideologie klingen, auch wenn man nicht viel davon versteht. Dann hört man auf zu lesen und schreibt so etwas:

Das Ergebnis klingt dann wie AfD mit Kopp-Verlag.

bitte als Kolumnenschreiber bei der Afd bewerben!

unwissenschaftliche populistische Schlenker nach rechts.

Du musst doch mal wieder richtig durchgevögelt werden

rechtsideologischen Schwurblergemeinde

Nicht das erste unsachliche Geschwafel von Andreas Müller. [Anm: Das schreibt Rolf Heinrich, der Urheber antireligiöser Karikaturen. Ein Karikaturist beschwert sich über mangelnde Sachlichkeit!]

tonangebenden Vertreter der Neuen Rechten

Ich wies die RDF-Kommentatoren darauf hin, dass sie mich wenigstens in die richtige böse Schublade stecken sollen. Ich bin kein neuer Rechter, sondern ein libertärer Anhänger von Ayn Rands Philosophie. Das wurde zum Teil tatsächlich beachtet und nun wurde stattdessen die übliche Hetze über Ayn Rand auf mich losgelassen, die angebliche sozialdarwinistische Kapitalistin. Natürlich waren die Linken zu faul, sich selbst über mein Weltbild zu informieren, aber wenn ich es ihnen schon mitteile, das ist doch praktisch! So gelingen persönliche Angriffe treffsicherer.

Es sei denn, es bekommt jemand mit, dann wirkt man wie ein Ideologe mit verminderter Intelligenz. Auf solche Frechheiten, Beleidigungen und Rufmord reagiere ich entsprechend. Ich rechtfertige mich nicht, ich entschuldige mich nicht. Jedem sektiererischen Ideologen, der meint, er kann Andersdenkende durch Diffamierungen ausschalten, muss mit absoluter Entschlossenheit begegnet werden. Von jedem Bürger, dem es an der Demokratie und der freien Gesellschaft gelegen ist. Und dem es an sich selbst gelegen ist.

Kultur der Angst

Ein Professor in meinem Journalistik-Studium wollte einst von einer Auseinandersetzung über einen Zeitungsbericht über eine Zigeunerbande berichten und über die medienethischen Probleme, die damit verbunden sind. (Wie zu erwarten, wurde die Wahl des Begriffs „Zigeunerbande“ durch einen Regionaljournalisten von anderen Medien zum Skandal erklärt, nicht aber die Überfälle der Bande). Bevor er mit seiner Geschichte anfing, erklärte er zunächst, dass er natürlich gar nichts gegen Sinti und Roma habe und begann, Anekdoten zu erzählen, die beweisen sollten, dass er kein Nazi ist. Was natürlich niemand glaubte und ich wies ihn darauf hin, dass es ganz unnötig ist, uns so etwas zu beweisen und er einfach seine Geschichte erzählen kann. Ein Wirtschaftslehrer von mir wollte etwas über die Tricks erzählen, mit denen sich manche Staatsgelder erschleichen, darunter Ausländer, und er erklärte den Schülern erst groß und breit, dass er gar nichts gegen Ausländer habe und erzählte Anekdoten, die es belegen sollten.

Das ist die Atmosphäre, die linke Ideologen in unserem Land erzeugt haben mit den Methoden, die sie nun mal wieder gegen mich einsetzten. Aus keinem oder dem geringsten Anlass heraus werfen sie Andersdenkenden vor, „rechts“ oder rechtsradikal zu sein – was für die sowieso alles dasselbe ist. Jede offene, ungezwungene Diskussion, wie sie für Demokratien konstitutiv sein sollten, wird so unmöglich gemacht. Die Linksideologen fühlen sich dadurch stark und mächtig – sie entscheiden über den Ruf und in einigen Fällen über das Leben von Menschen. Durch ein paar spontan geäußerte, völlig beliebige Anschuldigungen. Mit dem Ziel, ihre politischen Gegner nicht argumentativ, sondern persönlich zu vernichten.

Freie Debatte entschlossen verteidigen

Eine gewisse Schuld daran tragen aber auch viele ihrer Opfer. Niemand hätte sich dieses Verhalten jemals gefallen lassen müssen. Man darf sich nicht rechtfertigen. Man darf nicht beweisen, dass man doch gar kein Nazi ist – das wissen sie auch so schon, aber es macht einen aus der Sicht anderer verdächtig, zu meinen, so etwas überhaupt beweisen zu müssen. Sondern man muss sie entweder ignorieren oder ihre bösartige Taktik transparent machen und dann zum Angriff übergehen.

Zum Beispiel: Eigentlich seid ihr Linken die Rassisten, weil ihr muslimische Araber nicht für ihre irrationalen Überzeugungen kritisiert, sondern nur Christen, denn ihr haltet Muslime für primitive Barbaren, die sowieso nichts verstehen. Eigentlich seid ihr die Sexisten, weil ihr Frauenquoten einführt, da ihr Frauen nicht zutraut, ohne fremde Hilfe erfolgreich zu sein. Eigentlich seid ihr die Antisemiten, weil ihr gegen das „imperialistische“ Israel agitiert, damit aber die Juden meint. Eigentlich seid ihr die intoleranten Ideologen, die Andersdenkende zensieren und diffamieren wollen, weil sie argumentativ niemals gewinnen können. Deshalb nennt ihr jegliche Andersdenkenden spontan mal eben „rechts“.

Ihr seid der verantwortungslose Kult, der sich keine zwei Minuten nimmt, sich über die eigene Ideologie zu informieren, die im 20. Jahrhundert 100 Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Ihr seid faul und wollt das Geld anderer auf euch umverteilen, statt etwas zu produzieren. Ihr wollt eurer Frau untreu sein und nennt das „freie Liebe“ oder „moderne Beziehungsstruktur“. Ihr nennt euch nur „gebildet“, aber habt jenseits eures billig erworbenen akademischen Grades keinerlei Wissen und noch weniger Lebenserfahrung.

Immer weiter angreifen und angreifen, bis wir wieder eine normale Diskussionskultur in diesem Land haben, wo nicht jeder sofort von irgendwelchen faulen, ungebildeten, machtversessenen kleinen Schulhofschlägern als „rechts“ diffamiert wird. Kein Fußbreit den Linksfaschisten.