Der große Kunstschwindel ist zurück

Ich habe das PDF mit dem Essay von Fred Ross, in dem er sich kritisch über die moderne Kunst äußert, wieder hochgeladen und biete es hier zum Download an:

Fred Ross: Der große Kunstschwindel (Klick zum Download)

Im PDF sind die Gemälde-Bilder enthalten, die das Art Renewal Center leider inzwischen an einer anderen Stelle unterbringt, weshalb sie aus meinem Blogeintrag mit dem Essay verschwunden sind.

Fred Ross ist ein US-amerikanischer Kunstsammler und Multimillionär, der mehr tut als alle anderen, um realistische und romantische Kunst zu fördern. Ich hatte damals einen herzlichen Austausch mit ihm, bis er mir mitteilen musste, warum ich meine Übersetzungen seiner Essays zwar hier im Blog veröffentlichen darf, er sie aber nicht beim ARC publizieren kann.

Es geht natürlich um die Nazis und ihre verbrecherische Vorgehensweise gegen moderne Kunst, die sie als „entartet“ bezeichneten. Die Nazis unterdrückten moderne Künstler, zwangen sie zur Emigration und ermordeten sogar einige von ihnen. Das ARC konnte die Essays, die aus völlig anderen Gründen hart mit der modernen Kunst ins Gericht gehen, nicht ausgerechnet zuerst unter den nicht-englischen Sprachen auf Deutsch veröffentlichen, obendrein übersetzt von einem Deutschen, also von mir.

Für Ross war es sehr schlimm, mir das mitteilen zu müssen. Natürlich habe ich als radikal liberaler Anhänger von Ayn Rand, was er auch wusste, nichts mit den Nazis zu tun (darum darf ich die Essays hier veröffentlichen), aber die Assoziation könnte in den Köpfen der Menschen auftauchen und das wäre schlechte PR. Kritiker der modernen Kunst, was ihre Motivation auch sein mag, werden allzu bereitwillig in die braune Ecke gestellt, was er auch schon erleben durfte. Ich habe das eingesehen und hatte kein Problem damit. Wir konnten dann aber nicht mehr weiter diskutieren, weil es psychologisch sehr schwer ist, jemandem so etwas sagen zu müssen, und für mich ist es natürlich auch schwer gewesen, mit dieser Assoziation mit dem Teufel, die manche haben könnten, umzugehen. Und ich konnte bis heute nicht darüber reden.

Für mich war es tatsächlich auch nicht neu, da man mich für meine von Ayn Rands Ästhetik abgeleitete Kritik an der modernen Kunst ebenso bei einem Vortrag schon mit der Nazi-Assoziation konfrontierte. Ich fragte diese Person dann, wie die Kunsttheorie der Nazis eigentlich aussah und ich fragte sie, was sie glaubte, wie die Rolle von Kunst in einer objektivistischen Gesellschaft aussehen würde (die Kunst wäre vollkommen frei). Sie wusste nichts. Sie wusste nichts über die Nazis, über Entartete Kunst, und sie wusste nichts über die Rolle von Kunst in einer freien Gesellschaft.

Wer so etwas tut, möchte auch nicht diskutieren, sondern seine Macht ausnutzen, um Menschen zum Schweigen zu bringen. Er ist sich nicht zu schade dafür, Andersdenkende mit der Nazi-Assoziation gesellschaftlich zu ächten und ihn mit Massenmördern in einen Topf zu werfen. Und leider funktionieren sie auch heute noch in Deutschland: Nazimethoden.

Aber nicht bei mir. Im Feuerbringer-Magazin bleibt der Essay stehen und ist nun wieder in besser lesbarer Form verfügbar.

Sing keine Lieder,

zu denen man Dich zwingt.

Heul nicht mit den Wölfen,

auch wenn die Wölfe lauter sind.

Richte Deine Fahne niemals nach dem Wind.

Schwimm nicht mit dem Strom,

wenn die Wahrheit darin versinkt.

(OHL: Wahrheit)