Ode an Greta

Ich meinte ja, ich wollte keine Ode an Greta Thunberg schreiben, weil ich sie mag. Dann ist mir eingefallen, dass man auch Oden schreiben kann über Leute – die man mag. Für einen Satiriker keine naheliegende Idee. Ich habe also doch eine Ode an Greta geschrieben.

Ode an Greta

Oh Greta, Du schwedischer Wonneproppen,

Du bist so niedlich wie ein Baby von Robben.

Deine Zöpfchen fließen Dir über das Haupt,

wenigstens auf Dich zu hören ist noch erlaubt.

Politik und Medien beten Dich an,

Du bist so niedlich wie ein Lamm.

Du willst, dass wir in Panik sind,

Du süßes, kleines Himmelskind.

Manche glauben, Dich steuern fremde Mächte,

doch ich weiß, Du bist die Echte.

Du warnst uns vor dem Ende der Welt

und verdienst dafür kein Geld.

Deinen Prinzipien versuchst Du treu zu sein,

Du bist keine falsche Schlange.

Dabei fällt mir eine andere ein –

aber nicht Du, Dir trau ich schon lange.

Nur eines muss ich sagen, Kleines,

Du siehst von vielen Themen nur eines.

In das bist Du tief eingetaucht,

Du hättest einen weiteren Blick gebraucht.

Das ist normal für unsere Sorte,

wir mögen unser Lieblingsthema,

doch übersehen wir nicht das große Schema,

dann hören sie später noch auf unsere Worte.

Du bist stark, machst Deine Sache,

Die Normies folgen Dir, nicht umgekehrt,

sei dabei ruhig unbeschwert.

Mache mal Death Metal, lache.

Greta, Du bist wie ich vor Jahren

als die Tage heiterer waren.

Ich wollte den Glauben vernichten,

jetzt bin ich nur noch am Verse dichten.

So viel Spaß das auch gewesen ist,

ich war wie eingemauert.

Es kommt, dass man darum trauert.

Also zeige, dass Du besser bist.

Manche benutzen uns immer schon,

Sie haben fremde Motive.

Streben nach kleinlichem Lohn

und gehen in eine andere Tiefe.