Die Wahrheit über die Ausschreitungen in den USA

Der Tod von George Floyd war das Ergebnis exzessiver Polizeigewalt. Mit Rassismus hatte er nach aktuellem Kenntnisstand nichts zu tun. Ebenso darf bezweifelt werden, dass sich die gewalttätigen Aussschreitungen in den USA gegen den Rassismus wenden. Schließlich haben Randalierer in den letzten Tagen bereits mehrere Schwarze ermordet. So setzt man kein Zeichen gegen Rassismus.

Die Wahrheit über George Floyd

George Floyd (1973 – 2020) wurde im Verlauf einer brutalen Polizeiaktion am 25. Mai 2020 getötet. Mehrere Polizisten drückten Floyd auf den Boden, bis er erstickte. Anlass des Einsatzes war der Verdacht auf eine Zahlung für eine Packung Zigaretten mit Falschgeld. Ich sehe keine Entschuldigung für die brutalen Methoden, die zum Tod von George Floyd führten.

Ein unbeschriebenes Blatt war Floyd nicht. Er blickte von 1997 bis zu einem Hafturteil im Jahr 2009 auf eine lange kriminelle Karriere zurück, zu seinen Verbrechen zählten Diebstahl und bewaffneter Raubüberfall. Im Jahr 2009 war er zu seiner längsten, einer 5-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Grund: Er hatte eine Frau mit einer Waffe bedroht und ihr Haus nach Geld und Drogen durchsucht. Allerdings: Nach seiner Entlassung im Jahr 2014 fiel er nicht mehr durch kriminelle Aktivitäten auf. Er war offenbar bemüht, sein Leben zu ändern.

Quelle: Die relevanten Gerichtsdokumente sind in einem Artikel der Daily Mail einsehbar.

Die Wahrheit über die beteiligten Polizisten

Es gibt keine Belege dafür, dass die vier am Einsatz beteiligten Polizisten Rassisten waren, geschweige denn weiße Rassisten. Im Gegenteil: Der Hauptverdächtige Derek Chauvin war mit einer laotischen Migrantin verheiratet. Tou Thao zählt ethnisch zu den asiatischen Hmong, auch J. Alexander Kueng ist ein Asiate und Thomas Lane zeichnete sich vor seiner Polizeikarriere durch seinen ehrenamtlichen Einsatz für somalische Flüchtlinge aus. Es handelte sich also um eine multiethnische Polizeieinheit und nicht um eine Gruppe weißer Rassisten.

Quelle: ABC News: What to know about 4 officers charged in George Floyd’s death

Die Wahrheit über US-amerikanischen Polizeirassismus

George Floyds Tod wurde von Interessensgruppen wie Black Lives Matter, der Antifa und zahlreichen Medien als ein Beispiel für rassistische Polizeigewalt dargestellt. Es gibt, wie oben beschrieben, allerdings keine Belege dafür, dass der Tod von George Floyd irgendetwas mit Rassismus zu tun hatte. Ferner gibt es keine empirischen Belege für systematischen Polizeirassismus in den USA.

Quellen:

Schwarze Polizisten bei Ausschreitungen ermordet

Kriminelle haben während der Proteste gegen „rassistische Polizeigewalt“ bislang zwei schwarze Polizisten erschossen: Den 77-jährigen David Dorn, ein ehemaliger Polizei-Captain im Ruhestand, der einen Laden vor Plünderern beschützte. Zweitens den 53-jährigen Polizisten Dave Patrick Underwood, der ein Gerichtsgebäude sicherte.

Quellen:

Die Militarisierung der US-Polizei

Also ist die US-amerikanische Polizei völlig unschuldig? Nein. Ein großes, nachweisbares Problem mit der US-amerikanischen Polizei ist ihre Militarisierung. Sie wird seit Jahren mit militärischem Equipment ausgestattet und viele ehemalige Soldaten arbeiten als Polizisten. Das führt zu einer verstärkten Anwendung exzessiver Gewalt. Über dieses Thema sollte man eigentlich sprechen.

Quellen:

Warum reden die Leute dann über rassistische Polizisten?

Wenn der Tod von George Floyd nichts mit Rassismus zu tun hatte und es keinen nachweisbaren systematischen Polizeirassismus in den USA gibt – warum werden der Tod von Floyd und die Ausschreitungen von Medien und Interessensgruppen dann mit Rassismus in Verbindung gebracht?

Hierfür gibt es verschiedene Motive. Einige ideologische Interessensgruppen haben schlicht das Feindbild „weißer, rassistischer Polizist“ im Kopf und assoziieren Fälle von Polizeigewalt mit diesem Feindbild, auch entgegen der Belege. In Deutschland kommen antiamerikanische Vorurteile über schießwütige Cowboys hinzu.

Eine wichtige Rolle spielt die Identitätspolitik, die eine große Verbreitung im Westen gefunden hat. Menschen werden nach oberflächlichen Kriterien wie Rasse und Geschlecht in Gruppen unterteilt – im Grunde dasselbe, was Rassisten und Sexisten tun. Nur wird diese Einteilung heute von „progressiven“ Kollektivisten durchgeführt, die vorgeben, an der Gleichstellung von Minderheiten interessiert zu sein und nicht an ihrer Diskriminierung.

Der Effekt ist jedoch derselbe: Menschen sehen sich weniger als Individuen und mehr als Mitglieder von Kollektiven wie Ethnien und Geschlechtern. Ihre individuelle Verantwortung löst sich in diesen Kollektiven auf und so lässt sich das Begehen von Verbrechen wie Plünderungen und Morden mit dem Gewissen eher vereinbaren.

Schließlich gibt es das damit verbundene Phänomen, dass sich die Menschen im Westen weniger an moralischen Prinzipien wie Rationalität, Unabhängigkeit und Integrität orientieren. Vielmehr wird ihre Gruppe zu ihrer Realität und der Quelle ihrer Moral. So kommt es, dass politisch offiziell unabhängige Organisationen wie Mensa beim politischen #blackouttuesday mitmachen können. Und erklären können, Rassismus und Sexismus seien keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Natürlich sind sie tatsächlich kein Verbrechen, sondern eine Meinung.

Rassismus kann zu Verbrechen wie Sklaverei und Mord führen, muss er aber nicht. Sexismus kann dazu führen, dass Männer ihre Ehefrauen schlagen, muss er aber nicht. Nun halte ich Rassismus und Sexismus für moralisch falsch, aber Gedanken sollten nicht kriminalisiert werden. Wer ein Problem mit solchen Ideen hat, muss gegen diese Argumente anführen. Stattdessen wird eine Ablehnung von Rassismus zur Abschaffung der Meinungs- und Gedankenfreiheit missbraucht.

Wir erleben gerade die Auflösung aufklärerisch-liberaler Errungenschaften wie der individuellen Verantwortung und universeller moralisch-rechtlicher Prinzipien. An deren Stelle tritt primitives Stammesdenken. So sehen viele Menschen ein Phänomen als „Rassismus“ an, als gegen bestimmte Menschengruppen gerichtet, wenn es eigentlich um andere Probleme geht wie die Militarisierung der US-amerikanischen Polizei. Solche Probleme lassen sich nicht mit einem „Wir gegen die“-Denken lösen.

Quelle: Lukas Mihr: Intelligenz schützt vor Dummheit nicht