Aufklärung versus „Woke“

In einigen der letzten Beiträge habe ich mich kritisch mit der linken Identitätspolitik befasst, die auch als „Woke“ bezeichnet wird. Zwar verwenden rechte Kreise Begriffe wie „Cancel Culture“ und „Woke“ als Kampfbegriffe, doch beschreiben sie auch reale Phänomene, die ebenso von linken, liberalen und aufklärerischen Kreisen kritisch betrachtet werden.

In meinen eigenen Aufklärungs-/Humanisten-/Skeptikerkreisen gehört die Kritik an „Woke“ dazu. In „Aufklärung und Kritik“ wurden mehrere Beiträge veröffentlicht, die sich kritisch mit linker Identitätspolitik auf akademisch-philosophischem Niveau befassen, für Novo/Spiked ist es der Lieblingsgegner, auf den polemisch eingedroschen wird, Michael Schmidt-Salomon von der Giordano Bruno Stiftung hat sich sehr deutlich gegen Woke positioniert und auch im Humanistischen Pressedienst gibt es Woke-kritische Beiträge.

Die GWUP positioniert sich nicht politisch, hier sind Vertreter und Gegner von Woke versammelt.

An dieser Stelle empfehle ich einige Beiträge zum Thema aus aufklärerischen Kreisen.

  • Dr. Christian Zeller: Auf dem Weg zum autoritären Humanismus – Erklärung und Kritik postmoderner Identitätspolitik. In: Aufklärung und Kritik 4/2022.
  • Prof. Dr. Armin Pahl-Traughber: Die antiaufklärerische Dimension linker Identitätspolitik. In: Aufklärung und Kritik 4/2021.
  • Felix Urban und Michael Tezak: Produktives Streiten: Was ist falsch am Moralismus? Eine Antwort auf Adriano Mannino und Marina Moreno. In: skeptiker 2/2022.
  • Florian Schwarz: Wann ist eine Frau eine Frau? hpd.de
  • Michael Schmidt-Salomon: Die autoritäre Bedrohung
  • Ulrich Berger vom GWUP-Wissenschaftsrat war beim Thema Vielgeschlechtlichkeit auf Twitter der Kragen geplatzt. „Wissenschaft oder Woke – beides zugleich geht (hier) nicht! Wenn euch die biologischen Fakten transphob erscheinen, dann ist das euer Problem, nicht das der Biologie.“

Werbung