Kutschera, Homoehe und Adoption

Meine Meinung zur Homoehe ist umstritten. Das ist insofern bemerkenswert, als ich keine Meinung zur Homoehe habe, aber da gilt wohl das Vorsorgeprinzip. Ich habe mir jedoch in einer Diskussion mit der AG Evolutionsbiologie eine Meinung zur Frage bilden können, unter welchen Umständen die Kinderaufzucht bei homosexuellen Paaren am besten gelingen kann.

Außerdem habe ich eine Meinung zu der Art, wie mir die neue Orthodoxie der Homoehe um die Ohren gehauen wurde. Und ich habe eine Meinung zum hessischen Wissenschaftsminister Boris Rhein, der offenbar „disziplinarische Schritte“ von der Uni Kassel gegen den Evolutionsbiologen und Homoehe-Kritiker Ulrich Kutschera erwartet. Weiterlesen

Die beste Vorlesung über Psychologie

Great Ideas of PsychologyDie nach meinem Dafürhalten beste Vorlesung über Psychologie überhaupt ist „The Great Ideas of Psychology“ von Professor Daniel N. Robinson. Es ist im Grunde eine Geschichte der Psychologie von einem langjährigen Professor des Fachgebiets, der die Psychologie von Aristoteles für die beste (wenn auch nicht 100 Prozent der Zustimmung würdige) hält und uns durch die vielen Irrwege seines Faches führt. Weiterlesen

Genderitis

Gender-Ideologen machen den Fehler, dass sie „Mann“ und „Frau“ rein kulturell verstehen. Zunächst einmal unterscheiden sich Männer und Frauen jedoch biologisch. Kulturelle Studien sind legitim, müssen aber von biologischen Grundlagen ausgehen.

Ich habe meine Artikel über die Gender-Thematik überarbeitet, erweitert und auf den Punkt gebracht. Nun kann man den finalen Artikel bei der Richard Dawkins Foundation nachlesen:

Zum Artikel: http://de.richarddawkins.net/articles/und-geheiligt-werde-die-willkur

Ein Hoch auf das Versuchstier des Jahres!

Versuchtstier des Jahres Fisch

Das Versuchstier des Jahres ist der Fisch. Das hat der Verein „Menschen für Tierrechte“ so entschieden. Die Autorin Hilal Sezgin („Artgerecht ist nur die Freiheit„) schreibt als Schirmherrin über die angeblichen Empfindungen der Fische und dass sie „in Frieden und Freiheit“ leben möchten.

In meinem neuen Vier-Seiten-Essay gebe ich den Tierrechtlern in einem Punkt Recht: Der Fisch ist ein hervorragendes Versuchstier. Und da Forscher neuerdings häufiger als zuvor mit Fischen statt mit Säugetieren experimentieren, ergibt es sogar Sinn, den Fisch zum „Versuchstier des Jahres“ zu erklären.

In meinem Essay erfährt man:

  1. Die Philosophie der Tierrechte – und die humanistische Alternative.
  2. Den biologischen Forschungsstand zur Frage, ob Fische leiden.
  3. Wozu man Experimente mit Fischen durchführt.

Zum Artikel: https://www.novo-argumente.com/artikel/ein_hoch_auf_das_versuchstier_des_jahres

Klaus Alfs, der mit Udo Pollmer und Georg Keckl das Buch „Don’t Go Veggie“ verfasste, sagte über den Artikel: „Das geht runter wie Fischöl“. Bitte den Essay ordentlich teilen, um die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass Tierrechtler weder die moralische noch die wissenschaftliche Deutungshoheit beanspruchen können.

Mehr über Meditation

Unsplash: Buch und Kerze, pixabay, CC0. Meditation kann auch als Konzentrationstraining eingesetzt werden.

Unsplash: Buch und Kerze, pixabay, CC0. Meditation kann auch als Konzentrationstraining eingesetzt werden.

Wie zu erwarten ist mein Artikel über Meditation, befreit von Metaphysik, nicht nur auf Gegenliebe gestoßen. Fast die gesamte Kritik besteht leider aus Missverständnissen oder aus der unfundierten Annahme, ich würde Dinge zusammen mit dem Konzentrationstraining einkaufen, die ich überhaupt nicht akzeptiere. Von daher sind einige nähere Ausführungen nötig: Weiterlesen

Meditation ohne Unsinn

Alexis Buddha, pixabay, CC0

Alexis: Buddha, pixabay, CC0. Der Buddhismus ist eine irrationale Philosophie. Manche Aspekte der Meditation könnten aber Sinn ergeben.

Ist die fernöstliche Philosophie einfach irrational? Ich habe das die längste Zeit für gut möglich erachtet. Man sehe sich schließlich den technologisch-ökonomisch-politischen Stand der Nationen an, die von fernöstlichen metaphysischen Überzeugungen dominiert sind (wie Indien und Tibet). Aber ich habe kein explizites Urteil abgegeben, da ich nicht genügend darüber wusste.

Nun habe ich zunächst Waking Up: A Guide to Spirituality Without Religion vom amerikanischen Neurowissenschaftler und „Neuen Atheisten“ Sam Harris gelesen. Er empfiehlt die Meditation und praktiziert sie auch. In der Tat ist er ein bemerkenswert ausgeglichener Mensch, der so gut wie immer absolute Ruhe bewahren kann. Dann habe ich mir den über zwölf Stunden langen Kurs Practicing Mindfulness: An Introduction to Meditation vom Religionswissenschaftler Mark W. Muesse angehört. Und ja, ich habe über einen längeren Zeitraum meditiert. Macht euch nur lustig. Ich überprüfe eben lieber alles selbst, was ansatzweise nützlich sein könnte.

Ich denke, dass bestimmte, isolierte Methoden der buddhistischen Meditationspraxis durchaus einen Wert haben – kurz gesagt die Meditation, die auf eine größere „Mindfulness“ oder „Achtsamkeit“ ausgerichtet ist. Die damit assoziierte Metaphysik ist leider entweder tatsächlich Unsinn (wie durch Meditation übermenschliche Kräfte zu erhalten oder ins übernatürliche „Nirvana“ zu gelangen) oder sie entspricht einer falschen Identifikation von echten Wahrheiten.

Kurz gesagt habe ich die von Sam Harris von metaphysischem Ballast befreite Meditation von noch mehr metaphysischem Ballast befreit. Ich denke, meine Version ergibt nun ansatzweise Sinn. (Ergänzung: Nein, ich denke nicht, dass ich jetzt die große Wahrheit über die Meditation predigen kann. Ich denke, ich kann jetzt meine ersten zusammenhängenden Gedanken zum Thema äußern, ohne dass es mir zu peinlich sein müsste). Hier meine Gedanken zum Thema:

Weiterlesen