Das Nürnberger Christkind Benigna Munsi und das Schicksal der Indianer

Der AfD-Kreisverband München veröffentlichte auf Facebook einen Beitrag mit einem Foto des neuen Nürnberger Christkinds Benigna Munsi, begleitet von den Worten: „Nürnberg hat ein neues Christkind. Eines Tages wird es uns wie den Indianern gehen.“ Munsi hat einen indischen Vater und eine braune Hautfarbe. Offenbar wird das weiße, deutsche Volk in den Augen des AfD-Kreisverbands bald vertrieben bis ausgerottet wie einst die Indianer – und zwar durch nicht-weiße Christkinder.

Das ist immerhin eine Bedrohung, von der man bislang wenig mitbekommen hat. Und trifft es zu, steht uns eine unterhaltsame Endzeit-Schlacht bevor. Fliegende Christkinder bewerfen die rassenreinen Deutschen mit Lebkuchen, bis sie sozusagen vom multikulturellen Weihnachten erschlagen werden. Ich schrieb dazu: „Die Heiligen Drei Könige werden dieses Jahr von Weißen gespielt und nicht von Arabern oder Schwarzen – obwohl die Könige aus dem Morgenland kamen. Bald wird es uns wie den Indianern gehen.“ Tatsächlich lassen sich aus dem Indianer-Spruch eine ganze Reihe lustiger Meme basteln.

Dieser wahnsinnig dumme Facebook-Beitrag war Anlass einer gar nicht so dummen Debatte auf Facebook zwischen Akif Pirinçci und mir. Es ging um Kultur, Tradition, negative Diskriminierung und Intersektionalismus. Dadurch konnte ich meine eigenen Gedanken und Argumente zum Thema schärfen. Die möchte ich nun hier darlegen. Weiterlesen

Darum war das Finale von „Game of Thrones“ großartig

Als beinahe einziger Mensch bin ich sehr glücklich mit dem Finale der TV-Serie „Game of Thrones“. Die letzte Folge, „Der Eiserne Thron“, führt die Haupthandlung der Serie sinnvoll zu Ende. Dabei bewahrt sich die Serie ihre Bodenständigkeit und ihre realpolitische Perspektive. Aus dem Mystischen und Utopischen ist nichts geworden, stattdessen siegen gradueller Fortschritt, Dialog, ein gewisses Chaos und, wo nötig, Kompromiss.

Spoiler!
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Frauenbild in Rise of the Tomb Raider und Force Awakens

Rise of the Tomb Raider (Bild: Crystal Dynamics)(Ergänzung) Weibliche Hauptcharaktere in moderner Pop-Kunst wie Lara Croft in Rise of the Tomb Raider und Rey in Star Wars: The Force Awakens haben überhaupt keinen Sexappeal (mehr), sind vollkommen unerotisch. Rey ist beinahe ein Mann und sieht auch aus wie ein junger Mann mit ihren nach hinten gekämmten Haaren und ihren rein männlichen Bewegungen und Aktivitäten. Sie umarmt ihren besten Freund Finn nur, küsst ihn aber nicht und hatte nie irgendeinen Liebhaber. Er darf sie nicht schützend an die Hand nehmen. Dito hat Lara keinen Liebhaber (mehr), sondern nur ihren besten Freund Jonah. Weiterlesen

Öko-Kinderfilme werden uns vernichten

…oder jedenfalls sind sie ganz schön blöde. Beispiele:

Rio 2

Schon wieder eine Variante von Avatar, Der mit dem Wolf tanzt, Fern Gully und tausend anderen Filmen mit bösen Naturzerstörern und einer guten, idyllischen, harmonischen Natur mit unglaublich wohlhabenden Bauern (in dem Fall Vögeln), die nie arbeiten müssen. In Rio 2 kämpfen Paradiesvögel und ein paar Hippies gegen böse Holzfäller. Weil: Holz fällen ist böse. Vor allem, wenn man es illegal macht (und „illegal“ wird definiert von den korrupten, kaputten Regierungen in diesen Ländern). Also werden die Bagger zerstört, die Holzfäller verjagt. Das reicht aber noch nicht. Holz fällen ist so total böse, dass der Oberholzfäller es verdient, am Ende des Films lebendig von einer Schlange gefressen zu werden. Da lernen die Kinder noch was. Industrie schlecht, ungenutzte Natur gut. Das eröffnet Karrieremöglichkeiten für die Kleinen. Weiterlesen

Ist es dann nicht egal, wenn ein paar Leute sterben?

„Wenn du davon überzeugt bist, dass die Menschheit durch die Gier der Unternehmen in den Abgrund getrieben wird – ist es dann nicht egal, wenn beim Kampf gegen dieses System ein paar Leute sterben? Die Antwort darauf ist nicht einfach.“ (Kelly Reichardt im Gespräch über ihren neuen Film „Night Moves“ über Öko-Terroristen, die einen Staudamm sprengen wollen).

Unheimlich!

http://www.spiegel.de/kultur/kino/kelly-reichardt-ueber-night-moves-oeko-terrorismus-independent-filme-a-986301.html#ref=rss

Kein Widerspruch vom Spiegel. Keine kritische Nachfrage über Reichardts Ideologie. Im Gegenteil übernimmt der Spiegel Reichardts Bezeichnung des Öko-Terrorismus als „radikalen Aktivismus“. Das ganze Interview ist die reine Schleimerei, keine einzige kritische Frage.

Nun, die Antwort auf diese Frage von oben ist sehr einfach: Es ist überhaupt nicht egal, wenn ein paar Menschen im Kampf gegen den wirtschaftlichen Fortschritt sterben. Es wahnsinnig und es ist tragisch. Und an der Tatsache, dass solche Aussagen unwidersprochen vom größten deutschen Nachrichtenmagazin veröffentlicht werden, erkennt man, wie gefährlich die Öko-Ideologie schon geworden ist und wie weit so schon verbreitet ist. Im Kampf gegen Staudämme sterben, das muss man sich mal vorstellen! Als wären Staudämme faschistische Erschießungskommandos. Ohne Staudämme könnten wir Flüsse nicht für unsere Zwecke nutzen. Sie dienen zur Bewässerung, Stromerzeugung, Hochwasserschutz und für die Trinkwasserversorgung. Vielleicht braucht nicht jeder Trinkwasser.

Wer an Gegengift interessiert ist und Englisch spricht, dem empfehle ich das neue Gratis-Buch von Alex Epstein: Fossil Fuels Improve the Planet. Epstein ist ein amerikanischer Objektivist, der inzwischen PR für die Erdöl- und Kohleindustrie macht. Das Buch enthält Argumente für die Nutzung fossiler Brennstoffe und Gegenargumente gegen die Öko-Lobby.

300: Rise of an Empire und der deutsche Hass auf die Freiheit

Artemisia verehrt den Tod - deutsche Rezensenten schlagen sich auf ihre Seite (Bild: Warner Brothers)

Artemisia verehrt den Tod – deutsche Rezensenten schlagen sich auf ihre Seite (Bild: Warner Brothers)

300: Rise of an Empire ist ein äußerst intelligenter Film. Die nihilistische persische Flottenführerin Artemisia ködert den griechischen Anführer Themistokles mit dem Versprechen einer „Freiheit ohne Verantwortung und Folgen“ – also einer durch Gewalt etablierten Herrschaft willkürlicher Launen. Der Grieche besteht auf eine wahre Freiheit und kämpft selbstbewusst gegen „Tyrannei und Mystizismus“. Denn Tyrannei und irrationaler Glaube gehen auf Seiten der Perser eine Liaison ein. Der Film ist philosophisch betrachtet genau auf meiner Wellenlänge. Weiterlesen

Charlton Heston und unsere Zeit

Es scheint so, als wäre nicht mehr vom amerikanischen Schauspieler Charlton Heston im kulturellen Gedächtnis verblieben als sein Engagement für die amerikanische Waffenlobbyorganisation NRA (National Rifle Association). Wenn von ihm die Rede ist, höre ich jedes Mal, „das ist doch der Kerl mit den Waffen, den finde ich gar nicht gut“. Alles nur wegen dem kommunistischen Propagandafilmer Michael Moore und seinem manipulierten Heston-Interview in Bowling for Columbine. Moore lässt Heston in seiner „Dokumentation“ wie einen Rassisten aussehen. Weiterlesen

Noahs neuer Gott ersäuft Umweltsünder

Gustave Dorés Bibelillustration "Die Flut" aus dem 19. Jahrhundert (gemeinfrei)

Gustave Dorés Bibelillustration „Die Flut“ aus dem 19. Jahrhundert (gemeinfrei)

Ein neuer Film mit Russel Crowe bringt den Mythos um Noahs Arche in die Kinos zurück. Der christliche Mythos glorifiziert den Massenmord an Abermillionen Menschen durch Gott höchstpersönlich. Der neue Film legitimiert den Massenmord auf zeitgemäße Art. Millionen Menschen verdienen den Tod, weil sie „die Umwelt verschmutzen“. Die bösen Menschen im Film jagen Tiere, essen Fleisch und graben nach Mineralien. Der König der bösen Menschen, Tubal-cain, ist ein Minenarbeiter. Der neue Noah-Mythos verurteilt den Menschen also dafür, zivilisiert zu sein. Er verurteilt ihn dafür, seinen Verstand für sein eigenes Überleben einzusetzen. Er verurteilt den Menschen dafür, ein Mensch zu sein und wie ein Mensch zu leben. Jedenfalls habe ich das in einer Rezension gelesen. Immerhin bestätigt der Film somit, dass die Öko-Fraktion eine kollektivistische Bewegung mit menschenverachtenden Vernichtungsfantasien ist. Komisch nur, wie wenige Menschen das offenbar stört.

Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain (Die Abenteuer von Tom Sawyer) hat den ursprünglichen Mythos jedenfalls in einem Anfall von wüstem Spott auseinandergenommen. Ein Auszug: Weiterlesen

Die Wiedergeburt des Sherlock Holmes

Sherlock kommt wieder - nicht nur in der dritten Season der BBC-Serie (Bild: BBC)

Sherlock kommt wieder – nicht nur in der dritten Season der BBC-Serie (Bild: BBC)

Sogar einen (scheinbaren) Sturz in die Schweizer Reichenbachfälle überlebte der berühmte Detektiv Sherlock Holmes in Das letzte Problem. Seitdem sind über 100 Jahre vergangen und Sherlock Holmes lebt noch immer: In drei neuen Film- und Serienadaptionen. Sind diese sehenswert? Weiterlesen