Darum war das Finale von „Game of Thrones“ großartig

Als beinahe einziger Mensch bin ich sehr glücklich mit dem Finale der TV-Serie „Game of Thrones“. Die letzte Folge, „Der Eiserne Thron“, führt die Haupthandlung der Serie sinnvoll zu Ende. Dabei bewahrt sich die Serie ihre Bodenständigkeit und ihre realpolitische Perspektive. Aus dem Mystischen und Utopischen ist nichts geworden, stattdessen siegen gradueller Fortschritt, Dialog, ein gewisses Chaos und, wo nötig, Kompromiss.

Spoiler!
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Frauenbild in Rise of the Tomb Raider und Force Awakens

Rise of the Tomb Raider (Bild: Crystal Dynamics)(Ergänzung) Weibliche Hauptcharaktere in moderner Pop-Kunst wie Lara Croft in Rise of the Tomb Raider und Rey in Star Wars: The Force Awakens haben überhaupt keinen Sexappeal (mehr), sind vollkommen unerotisch. Rey ist beinahe ein Mann und sieht auch aus wie ein junger Mann mit ihren nach hinten gekämmten Haaren und ihren rein männlichen Bewegungen und Aktivitäten. Sie umarmt ihren besten Freund Finn nur, küsst ihn aber nicht und hatte nie irgendeinen Liebhaber. Er darf sie nicht schützend an die Hand nehmen. Dito hat Lara keinen Liebhaber (mehr), sondern nur ihren besten Freund Jonah. Weiterlesen

Nicht schon wieder Faschismus

Hab mir nun einmal Die Legende der Wächter angesehen, den Animationsfilm über die erstaunlich unoriginellen Abenteuer von irgendwelchen Eulen. Optisch ist er gelungen, der Rest ist belanglos bis ärgerlich. Kaum zu glauben, dass dieses Standard-gegen-Faschismus-Ding von einem Film von Zach Snyder, dem 300-Regisseur, gemacht wurde.

Da gibts so ne böse Gruppe von Fascho-Eulen mit Disziplin und Autorität und so, die in einer total düsteren Welt leben. Der Bruder von der sentimental-weinerlichen Gutmenscheneule, welche die Hauptrolle „spielt“, tritt den Fascho-Eulen bei. Am Ende kämpfen die Brüder gegeneinander in so einer Art König-der-Löwen-Endsequenz und die Gutmenscheneulen „zerstören das Böse“.

Die Hauptcharakter-Gutmenscheneule sieht die Mythen, an die sei geglaubt hat – über mutige Wächter-Eulen, die den Tag retten – bestätigt. Sein rationaler, mythenresistenter Bruder dagegen tritt den Faschos bei. Weil die Vernunft nämlich böse ist. Die Aufklärung führte zu Auschwitz, meinte schon Adorno in seinem geistig verwirrten, viel zu einflussreichen Essay.

Man wartet nur darauf, bis die guten Eulen Solarzellen auf ihre Bäume montieren und gentechnikfreie Bioläden in ihren Nestern eröffnen. Natürlich blenden die Fascho-Eulen irgendwann ein super-liebes Gutmenscheneulenkind, weil sie so schrecklich böse sind. Ein Werte-Selbstbestätigungsbrei, bei dem sich die Zuschauer alle erhaben fühlen können, weil sie ja niemals Kinder blenden würden (was für eine Leistung!).

Der Film ist zwar lange nicht so schlimm, aber ein bisschen hat er mich an Avatar erinnert. Der ist auch so ein sentimental-moralisierendes Gesülz, bei dem sich die Zuschauer über völlig unglaubwürdig plakativ-böse Irgendwas erhaben fühlen können.

Es gibt keinen bedrohlichen Faschismus mehr im Westen, der ist vollkommen gesellschaftlich diskreditiert. Jetzt gibt es den radikalen Islam und diverse marxistische Mutationen wie den Ökologismus. Sollen sie darüber mal Parabeln drehen.

Immerhin: Die Ammen-Schlange war sehr knuffig.

Redacted: Wenn Antikriegsfilme töten

Tödlicher Verrat: Linke Medien sind begeistert (Poster-Design von All City)

Tödliche Propaganda: Linke Medien waren begeistert (Poster-Design von All City)

Es ist weithin bekannt, dass der radikal-islamische Terroranschlag am Frankfurter Flughafen von einem deutschen Muslim begangen wurde, der wütend auf US-Soldaten gewesen ist – aufgrund eines YouTube-Videos. Weniger bekannt ist, dass dieses Video ein Filmschnipsel aus dem Hollywood-Streifen „Redacted“ von Brian De Palma war.

Korrektur: Ich hatte einen Satz bei der Inhaltszusammenfassung übersehen. Nicht der Vater der Opfer wurde in „Redacted“ geköpft, sondern einer der beteiligten Soldaten. Danke an Ulrich Berger für den Hinweis!

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Bruce Campbell im Irak

Es ist beinahe unverzeihlich, aber in meinem Beitrag Hollywoods Helden über amerikanische Filmschaffende, die anständig genug sind, unsere Kriege gegen den Terror zu unterstützen, habe ich ausgerechnet Bruce Campbell vergessen, meinen Lieblingsschauspieler.

Er unterstützt den Krieg natürlich auch und er ist sogar Ende 2009 in den Irak gereist, um die Truppen zu motivieren. Weiterlesen

Shrek hatte recht

Im aktuellen Kinofilm Für immer Shrek geht es darum, dass der grüne Oger aus seinem anstrengenden und langweiligen Familienalltag ausbrechen möchte, um wieder ein richtiger Oger sein zu können.

Die Moral von der Geschichte: Wir lernen erst zu schätzen, was wir haben, wenn es nicht mehr da ist und Kinder sind eigentlich toll, wenn man es sich nur lange genug einredet.

Weiterlesen im Evo-Magazin…

Hätte er die Kinder foltern sollen?

Unthinkable Filmplakat

In dem neuen Politthriller „Unthinkable“ mit Samuel L. Jackson und Carrie-Anne Moss geht es um das „Ticking Bomb Scenario“. Was, wenn ein Terrorist Atombomben in westlichen Großstädten deponiert, wir ihn gefangengenommen haben und nur über ihn herausfinden können, wo die Bomben versteckt sind? Wie weit dürfen wir gehen, um an diese Information heranzukommen? Weiterlesen