Aus dem Holocaust kann man nichts lernen

Ich bin zurück. Nach schweren Entzugserscheinungen schreibe ich wieder Artikel über Philosophie und Politik. Wie diesen. Ich hatte zwar nie aufgehört, philosophische Essays zu schreiben, allerdings habe ich die Rechte daran an das US-amerikanische Ayn Rand Institute übertragen. Sie dienen vor allem für interne Diskussionen, die meinen Blog-Lesern erst einmal nicht so viel nützen.

Zunächst möchte ich den Artikel „Die Bessermenschen und der Holocaust“ von Gerd Buurmann empfehlen und ein wenig kommentieren, der in der Printausgabe der auch ansonsten hervorragenden Jüdischen Rundschau vom März 2017 erschienen ist. Laut Buurmann kann man aus dem Holocaust nichts lernen, was man nicht ohne ihn genauso hätte wissen können.

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Mises über Marxisten und die Ehe

Ich war sehr überrascht darüber, dass viele Leser im RDF-Facebook-Kommentarbereich den von mir angeführten Angriff der Marxisten auf die traditionelle Familie als „Verschwörungstheorie“ abtaten. Ihr wisst schon, was die Kommunisten im 20. Jahrhundert getan haben, oder? Ich war auch überrascht darüber, dass meinen Kritikern entweder nicht bewusst war oder sie darüber die Unwahrheit sagten, dass die Theorien in den Gender Studies – eigentlich ganz offiziell – direkt oder indirekt marxistische Wurzeln haben. Das habe ich im letzten Beitrag näher belegt.

Jedenfalls habe ich bereits im Kutschera und die Gender-Ideologen-Beitrag ein online frei zugängliches Buch namens Die Gemeinwirtschaft des Ökonomen Ludwig von Mises verlinkt, der im Jahr 1922 die Marxisten für ihren Angriff auf die moderne Vertragsehe (das ist nicht dasselbe wie die patriarchale Ehe, die Mises kritisiert) und die traditionelle Familie kritisiert. Wie genau ist es eigentlich in den Augen meiner Kritiker möglich, dass dieses Buch existiert? Verbreiteten schon im Jahre 1922 einige Leute meine „Verschwörungstheorie“ über böse Marxisten, die die Familie zerstören wollen? Hier möchte ich einige Kernpassagen aus Die Gemeinwirtschaft zum Thema Sozialismus und Familie zitieren. Ich halte sie für sehr aufschlussreich und empfehle jedem, sie zu lesen.

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Kutschera und die Gender-Ideologen

Was motiviert die Gender-Ideologen wirklich? Ich war am 19. Dezember bei einem Vortrag des Biologen Ulrich Kutschera in Hamburg, der von der örtlichen Regionalgruppe der Giordano Bruno Stiftung und von der Richard Dawkins Foundation veranstaltet wurde und danach war ich mit den Leuten essen (womit ich sagen will, dass ich die Veranstaltungen der beiden Organisationen weiterempfehle). Jetzt habe ich Zeit, ein paar Kommentare zur Veranstaltung nachzutragen. Insbesondere soll es um die Gender-Ideologie gehen und ob sie wirklich auf John Money zurückgeführt werden kann. Weiterlesen

Die Bedeutung von Thomas von Aquin

thomas_von_aquin„Jeder Wille, der der Vernunft widerspricht, ist böse.“

(Thomas von Aquin: Das irrende Gewissen, Artikel 6.1)

Der Glaube an Jesu als Gottes Sohn sei unverzichtbar für die Erlösung, schrieb Thomas von Aquin einst. Aber wer mit seiner Vernunft keinen guten Grund sieht, daran zu glauben, der sollte auch nicht daran glauben. Er würde einen moralischen Fehler begehen, wenn er es doch tut. Insofern mache ich also alles richtig. Das freut mich und ist Grund genug, im Folgenden auf die philosophische und historische Bedeutung von Thomas von Aquin kurz einzugehen. Weiterlesen

Demokratie ist der einzige Weg zur Freiheit (Erweitert)

Eine Kurzfassung dieses Beitrags erschien zuvor bei Novo.

Die Debatte um den Brexit hat die Demokratieskepsis unter vielen Liberalen und Libertären ans Tageslicht gebracht. Libertäre können ihre Ideale aber nur in einer Demokratie in einem offenen Austausch durchsetzen.

Erweitert um die Frage nach der Rolle der Demokratie beim aktuellen Türkei-Putsch, um mehr Quellen, Argumente und mehr Ausführungen über Streitpunkte unter den Libertären.

Von Andreas Müller Weiterlesen

Kontinentalkongress der Sozialen Gerechtigkeit

Als der Zweite Kontinentalkongress am 4. Juli 1776 über die Anliegen der LGBT-Community und der Tierrechtler debattierte (Bild: Robert Edge Pine: Congress Voting Independence)

Der Zweite Kontinentalkongress debattiert am 4. Juli 1776 über die Anliegen der LGBT-Community und der Tierrechtler (Bild: Robert Edge Pine: Congress Voting Independence)

Am vierten Juli 1776 sollten sich die amerikanischen Kolonien von England lossagen. Die freie Welt war geboren. Erstmals in der Geschichte sollte ein Land auf philosophischen Prinzipien begründet werden, den individuellen Rechten auf Leben, Freiheit und Streben nach Glück. Was viele heute nicht mehr wissen ist, was auf diesem Kongress vor der Verabschiedung der Unabhängigkeitserklärung besprochen wurde… Weiterlesen