Warum Rapture gescheitert ist

Rapture ist die fiktive Unterwasserstadt im Videospiel „Bioshock“. Darin existiert eine utopische Gesellschaftsordnung, die auf den Ideen des Gründers Andrew Ryan beruht. Diese Figur baut wiederum auf der US-amerikanischen Philosophin Ayn Rand auf und Rapture, mehr oder weniger, auf ihrer Philosophie Objektivismus. Bis vor kurzem war das auch meine eigene Weltanschauung.

Ein Leser hat mich gefragt, wie groß der Abstand zwischen der Ideologie von Andrew Ryan und Ayn Rand ist. Außerdem möchte ich auf die Frage eingehen, warum Rapture gescheitert ist. Weiterlesen

Darum war das Finale von „Game of Thrones“ großartig

Als beinahe einziger Mensch bin ich sehr glücklich mit dem Finale der TV-Serie „Game of Thrones“. Die letzte Folge, „Der Eiserne Thron“, führt die Haupthandlung der Serie sinnvoll zu Ende. Dabei bewahrt sich die Serie ihre Bodenständigkeit und ihre realpolitische Perspektive. Aus dem Mystischen und Utopischen ist nichts geworden, stattdessen siegen gradueller Fortschritt, Dialog, ein gewisses Chaos und, wo nötig, Kompromiss.

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Danys Entscheidung in „Game of Thrones“ war konsequent, aber …

Die dramatische Entscheidung von Daenerys Targaryen in der fünften Episode der achten Staffel von „Game of Thrones“ hat unter Fans viel Enttäuschung und Empörung ausgelöst. Die Drachenmutter scheint sich als anderer Mensch erwiesen zu haben, als es ihre Anhänger erwartet hatten.

Ich finde hingegen, ihre Entscheidung war nur konsequent. Das heißt nicht, dass sie moralisch richtig war – sie war konsequent angesichts von Danys Persönlichkeit und ihren Zielen. Allerdings habe ich ein grundlegendes Problem mit ihren politischen Zielen.

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The Enlightenment’s Burden

Take up the enlightenment’s burden —
And reap its old reward:
The blame of those ye better,
The hate of those ye guard —

The cry of hosts ye humour
(Ah, slowly!) toward the light: —
„Why brought ye us from bondage,
„Our loved Egyptian night?“

Frei nach Rudyard Kipling.

Wie die Debatte um Palmers Deutsche-Bahn-Post jeden schlecht aussehen lässt

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat mit einem provokanten Facebook-Beitrag eine „Debatte“ ausgelöst. Das ist ein infantiler Wettbewerb um das Statement, welches das Nazi-Regime beim Versuch, sich von einer Aussage zu distanzieren, am stärksten verharmlost.

Ich widerspreche Palmers Aussage aus verschiedenen Gründen ebenfalls. Leider sehen bei dieser Debatte fast alle Beteiligten, von einigen Witzbolden abgesehen, sehr schlecht aus. Darunter neben Boris Palmer auch die Deutsche Bahn.
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