Die Beschneidung der Vernunft

Nun wurde also ein Gesetzesentwurf zur Beschneidung vorgelegt. Er besagt unter anderem folgendes, wie mir ein befreundeter Arzt mitteilte:

– Kinder älter als sechs Monate sollen von einem Arzt beschnitten werden,

– Kinder unter sechs Monaten dürfen auch von Laien beschnitten werden.

Jüdische Kinder sollten es also möglichst vermeiden, unter sechs Monate alt zu sein. Weiterlesen

Was macht Umbrella wirklich?

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Biotechnologie – in der Popkultur kennt man sie als albtraumhafte Technologie rücksichtsloser Großunternehmen mit Allmachtsgelüsten wie InGen aus Jurassic Park und wie Umbrella aus den Resident-Evil-Spielen und -Filmen. Im Dinofilm werden Urzeit-Ungeheuer zur Belustigung der Massen produziert, die ausbrechen und ihre Begutachter auffressen. Bei Resident Evil dient Biotechnologie zur Erschaffung von Zombies und monströsen Übermenschen. In der Computerspiele-Reihe Deus Ex spielt Biotechnologie derweil bei der transhumanistischen Weiterentwicklung des Menschen eine Hauptrolle. Abstürze inklusive.

Aber was tun Biotechnologieunternehmen eigentlich wirklich?

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Religionsvertreter in Deutschland: Aberglauben wichtiger als Menschenrechte

Bezüglich des Beschneidungsurteils, das eigentlich weitestgehend ein symbolisches Urteil darstellt, sind wütende Stimmen der Kritik lautgeworden.

„Sollte das Urteil Bestand haben, sehe ich für die Juden in Deutschland keine Zukunft“: Pinchas Goldschmidt, Präsident der europäischen Rabbiner, hat das Urteil zur Strafbarkeit von Beschneidungen kritisiert. Zuvor hatte er vom „vielleicht gravierendsten Angriff seit dem Holocaust“ gesprochen.

Unser „Recht“, Kindern einen Teil ihres Geschlechtsorgans abzuschneiden, ist uns europäischen Rabbinern so heilig wie das Recht auf Leben. Wie die Nazis das Lebensrecht der Juden missachteten, so missachtet die Bundesregierung nun das Beschneidungsrecht der Juden. Dass man uns untersagen sollte, Säuglingen die Vorhaut abzuschneiden, kann man legitimerweise einzig mit der industriellen Vernichtung von sechs Millionen Juden vergleichen. Weiterlesen

Die Hoden der Tierschützer sind unantastbar

 

Ein taz-Artikel namens „Der Hoden des Ferkels ist unantastbar“ blickt zurück auf zehn Jahre Tierschutz im Grundgesetz. Ich weiß, es klingt verrückt: Die taz – warum zitiere ich so eine Zeitung? Aber es ist doch recht amüsant, wie sich die organisierten Tierschützer in der Reportage beschweren, dass der Tierschutzparagraph Art. 20a im Grundgesetz nicht viel gebracht habe. Weiterlesen

Gebildet ist das neue Doof

„Öko-Bank-Kunden sind jung, weiblich und gebildet“, lautet die Überschrift eines aktuelles Artikels auf Welt Online. Ich fühlte mich spontan an die Mädels in schwarzen Latex-Uniformen erinnert, die in einem indizierten Egoshooter als mächtige Elitesoldatinnen der SS auftreten. Sie sind jung, weiblich und sie stehen auf irrationale Ideologien.

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Aufklärung 2.0 auf YouTube!

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URL: http://www.youtube.com/watch?v=-LXgttvh9Bc

Darf geteilt und re-uploaded werden, nur nicht verändert. Viel Spaß!

Meinen aktuellen Vortrag gibt es nun endlich auf YouTube als Video zu sehen. Erst mit der dritten Aufnahme war ich halbwegs zufrieden. Die YouTube-Fassung ist ganze 40 Minuten länger als der ursprüngliche Vortrag, den ich für die Ringvorlesung „Wo steht der Mensch?“ der HTWK Leipzig angefertigt hatte. Damit können sich Interessenten nun eine sagenhafte Stunde und wunderbare 40 Minuten an meinen Worten laben. Weiterlesen

Gegen die Legalisierung von Drogen

Was ist los in London? Drei Dinge: 1. Der Wohlfahrtsstaat mit seinen Auswirkungen Fatalismus, Nihilismus, Ressentiments gegen Regierung, Ober- und Mittelschicht und 2. Die Kultur der Unterschicht, nämlich rücksichtsloser, kurzsichtiger, egozentrischer Hedonismus und ethischer Relativismus und 3. Die Plünderer sind miese Bastarde. Im Detail lernt man die Segnungen von Wohlfahrtsstaat und Unterschichtskultur in den Büchern des ehemaligen britischen Gefängnisarztes Theodore Dalrymple kennen – hier finden Sie deutsche Übersetzungen von einigen seiner Artikel.

Bevor ich näher auf die britischen Plündereien eingehen kann, habe ich einen anderen Artikel fertiggestellt, der sich ebenfalls mit Dalrymples reichhaltigen Erfahrungen mit Kriminellen und der britischen Unterschicht auseinandersetzt. Es geht konkret um den Zusammenhang von Kriminalität und der geforderten Legalisierung harter Drogen, die im Milieu der Plünderer weit verbreitet sind. Dalrymple argumentiert gegen die Legalisierung. Ein Leser hat mir nach Lektüre seines Artikels zum Thema geschrieben, er hätte seine naiv-liberale Position nun geändert. Es folgt eine Zusammenfassung von Dalrymples Argumentation, für deutschsprachige Leser zugänglich gemacht: Weiterlesen

Peter Singer im ARD

Leben ist nicht gleich Leben – oder? So heißt der Titel der horizonte-Sendung, die Andrea Fischer (ehemalige Gesundheitsministerin) gegen Peter Singer antreten lässt. Nun, das war hoffnungslos für Andrea Fischer.

Ich bin sogar einigermaßen erschüttert, wie wenig Ahnung Andrea Fischer von Philosophie und speziell Ethik hat. Sollte man als Gesundheitsministerin sich nicht wenigstens ein wenig Grundwissen in der Bioethik aneignen? Welche Position sie am Ende auch vertreten mag, so sollte sie in der Lage sein, sie halbwegs anständig zu begründen – das ist sie aber nicht. Was sie sagt, klingt irgendwie nett und das muss uns wohl genügen.

Beschneidung von Jungen

…ist doof, findet Russel Crowe (Gladiator) in einem aktuellen Twitter-Beitrag: „Beschneidung ist barbarisch und dumm“. Finde ich auch; es ist ein Irrtum, anzunehmen, dass diese Praxis medizinisch sinnvoll wäre. Jeff Dunetz glaubt, Crowe wüsste nur nicht, dass die Beschneidung ein kulturell-religiös wichtiges Ritual für Juden und Muslime sei. Natürlich ist der Antisemitismus-Verdacht auch nicht weit. Weiterlesen

Kleine Korrektur

In einem meiner gelegentlichen Ungemütlichkeits-Anfälle habe ich im letzten Beitrag über Abtreibung folgendes geschrieben:

Die beste Mutter ist jene, die ihre Kinder nur aus Spaß an der Freude abtreibt, am besten alle paar Monate eines. Das sind die Top-Feministen, sie bekommen das Mutterkreuz von diesem fatalistischen Todeskult, der wahr und wahrhaftig behauptet, dass Mütter keine Gefühle hätten und alles andere nur religiöse Propaganda wäre. Ich traue Frauen ja bekanntlich vieles zu, aber das halte ich für einen Mythos.

Die Pro-Choice-Frau, über deren Kommentar ich mich hier aufregte, versichterte nun, dass ich mich durchaus irrte mit meiner Aussage, dass Frauen etwas für ihr ungeborenes Kind empfinden würden. Sie stellte fest, keinerlei Problem mit ihrer Abtreibung gehabt zu haben, die sie durchführen ließ, weil die Verhütung mal nicht geklappt hat. Weiterlesen

Gedanken zur Abtreibung

Ich habe im letzten Singer-Beitrag skandalöserweise geschrieben, dass Abtreibung zwar legal sein sollte, dass es aber auch etwas ist, das man aus Eigeninteresse vermeiden sollte.

Zunächst einmal eine allgemeine Feststellung: Nicht alles, was legal ist oder legal sein sollte, ist unbedingt wünschenswert für Individuum und/oder Gesellschaft.

Update: Antwort auf diesen Beitrag und Replik. Weiterlesen

Spiegel TV über Homöopathie

Da ich mich heute mit Krafttraining ordentlich malträtierte, sollte ich es in Zukunft vielleicht lieber mit homöopathischem Krafttraining versuchen: Ich verdünne meinen Trainingsplan so lange, bis ich gleich zu Hause bleibe. Das wirkt dann umso besser und auf einmal bin ich total fit.

Die Wahrheit über Drogen

1. Kriminelle nehmen Drogen. Drogen machen nicht kriminell.

2. Drogen eröffnen keine neuen Wahrnehmungshorizonte.

3. Es ist einfach, Drogen aufzugeben. Aus medizinischer Sicht ist keine Reha-Klinik erforderlich (obwohl sie zur psychologischen Hilfe nützlich sein können).

4. Konsumenten sind verantwortlich für den Drogenkonsum, nicht die Drogen. Menschen sind auf die selbe Art drogenabhängig, wie sie frühstücksabhängig sind.

5. Der Wohlfahrtsstaat begünstigt Drogenkonsum, weil er den Menschen Lebenssinn raubt – nämlich zu leben und zu arbeiten.

6. Die Ursache für Drogenkonsum ist Ahnungslosigkeit darüber, wie man lebt. Kein Lebenssinn, keine Kultur, keine täglichen Gewohnheiten, keine Motivation, das Leben zu ändern. Drogenkonsum ist ein Symptom von Verwahrlosung.

7. Legalisierung ist nicht entscheidend. Schlechte Ideen sind das Problem, falsche Entscheidungen.

8. Mao Zedong war der erfolgreichste Drogentherapeut. Er sagte den chinesischen Drogenkonsumenten, dass sie entweder damit aufhören, oder erschossen werden. Hat funktioniert. (Was nicht heißen soll, dass dies eine gute Methode wäre, sondern der interessante Teil ist, dass dies überhaupt funktioniert hat).

Wenn ich meine Ansichten grundlegend verändern muss aufgrund einer sich mir neu und überzeugender präsentierenden Faktenlage, fühle ich mich komischerweise zunächst dümmer als vorher. Nun ja, wenigstens weiß ich es jetzt besser.

„Ich denke, es ist wichtiger, dass die Leute nicht trinken, als dass sie intellektuell konsistent sind.“

So kann man es auch sehen.

Persönlich nehme ich überhaupt keine Drogen, weil ich die volle Leistungsfähigkeit meines Gehirns benötige. Zur Nachahmung empfohlen.