Rotlichtviertel, Prostitution und Ethik

Rotlichtviertel und Prostitution werden von der breiten Bevölkerung eher amüsiert wahrgenommen. In der Regel nimmt man die Dienste dort als Durchschnittsbürger nicht in Anspruch, aber hat auch kein Problem damit. In Hamburg gilt das Rotlichtviertel St. Pauli als Amüsiermeile, wobei sich dort auch nicht-erotische Kneipen, Discos und Theater befinden.

Wie zu so vielem habe ich auch hierzu wieder eine ganz eigene Meinung.

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Dokutipp: Planet of the Humans

Michael Moore und Jeff Gibbs sehen sich in ihrer neuen Doku an, wie grün die „Erneuerbaren Energien“ Wind, Solar und Biomasse wirklich sind.

Ich widerspreche ihrem nihilistischen, malthusianischen Weltbild, das eine Reduktion unseres Konsums, wenn nicht von Menschen für Umwelt- und Klimaschutz vorsieht. Stattdessen glaube ich an eine andere technologische Lösung, Atomkraft, vorzugsweise Thorium-Flüssigsalzreaktoren.

Und doch. Es macht einen Riesenspaß, sich diese Doku anzusehen. Moore verwendet sein gesamtes enthüllungsjournalistisch-propagandistisches Können und setzt es gegen die Erneuerbaren-Industrie ein. Es ist ein absolutes Fest für die Gegner dieser pseudogrünen Unsinns-Energieformen.

Und ganz ehrlich: Ich bin überzeugt, dass Windkraft, Solar und Biomassekraftwerke diese Doku nicht überleben werden. Das war’s. Ende. Niemand kann Dinge so gut zerstören wie die nihilistische Linke. Und damit haben sie die Erneuerbaren zerstört.

Viel Spaß.

Michael Moore vs. Erneuerbare Energien

Jeder Mensch ist „systemrelevant“

Hamburg Speicherstadt (Foto:Andreas Müller)

Der zurzeit häufig genutzte Begriff „systemrelevant“ ist unmenschlich. Wir sollten auf ihn verzichten. Dieser kollektivistische Begriff ist der Politik der Exklusion zuzuordnen. Es ist ein Unwort, vielleicht das Unwort des Jahres 2020.

Jeder Mensch ist „systemrelevant“. In unserer aktuellen Krise gibt es lediglich bestimmte Berufsgruppen, die für die Bewältigung und Überwindung der Krise besonders wichtig sind. Darunter Ärzte, Pfleger und jene, die in der Produktion und dem Verkauf von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs tätig sind.

Solche Berufe sind besonders wichtig in unserer außergewöhnlichen Notfallsituation. Sie sind insofern vielleicht „pandemierelevant“, „notfallrelevant“ oder „katastrophenrelevant“.

Doch ohne den Rest der Menschen in Deutschland und auch in anderen Ländern ließen sich diese „systemrelevanten“ Berufe nicht dauerhaft finanzieren. Könnte es eine Gesellschaft geben, in der nur Menschen wie Ärzte, Krankenschwestern, Bäcker arbeiten würden? Natürlich nicht. Die Bürger müssen erst einmal das Geld erwirtschaften, um ihr tägliches Brot und Epidemiologen bezahlen zu können. Und auch jene, die nicht arbeiten können, gehören zu unserer Gemeinschaft, zu unseren Familien, zu unserem „System“.

Wir hängen alle mit drin, wir leben alle zusammen in einer Gemeinschaft. Es ist eben gerade nicht die Zeit, Menschen gegeneinander auszuspielen, indem man einige als „systemrelevant“ und andere als verzichtbar hinstellt.

Schafft sich der Liberalismus selbst ab?

Patrick J. Jeneen: Warum der Liberalismus gescheitert ist. 2019. Verlag: Muery Salzmann.

„Warum der Liberalismus gescheitert ist“ von Patrick J. Deneen ist eine unbedingt ernstzunehmende Kritik am Liberalismus. Mit „Liberalismus“ ist hier die Ideologie gemeint, die seit mehreren hundert Jahren den Westen prägt: Die der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Befreiung des Individuums. Wie Deneen ausführt, hat diese Ideologie eine innere Logik, die zur Selbstabschaffung des Liberalismus führe.

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Bauernprotest: Sind auch die Landwirte schuld?

Andreas Müller mit Monsanto T-Shirt (Foto: Andreas Müller)

Mit den Bauerndemos demonstrieren Landwirte gegen widersprüchliche, existenzbedrohende Gesetze. Sie möchten nicht mehr als Buhmann der Nation angesehen werden und viele fühlen sich nicht länger demokratisch vertreten. Ich unterstütze den Bauernprotest. Am Rande übe ich auch eine Kritik: Die Landwirte haben sich ihre Probleme teilweise selbst zuzuschreiben.

Und zwar, indem sie ihren politischen Gegnern immer weiter entgegengekommen sind bei Themen wie Arten-, Tier-, Gewässerschutz, Genfood und Pestizideinsatz – als die wirklichen Probleme in diesen Bereichen schon längst gelöst waren. Und, indem sie kaum etwas für ihre ideologische Selbstverteidigung getan haben. Weiterlesen „Bauernprotest: Sind auch die Landwirte schuld?“

Ist der Kohleausstieg ein Fehler? Feuerbringer vs. Ende Gelände

Ich habe den gestrigen Tag mit einer fortlaufenden Twitter-Diskussion mit den „Ende Gelände“-Aktivisten und Fridays for Future verbracht. Ich war ursprünglich der Meinung, dass der Ersatz von Kohlekraft durch Atomkraft angesichts der CO2-Reduktion auf lange Sicht eine gute Idee sein könnte, dass bei einem „sofortigem“ Kohleausstieg aber die Nachteile überwiegen.

Die Aktivisten haben mich überzeugt, dass der Kohleausstieg in Deutschland auf absehbare Zeit grundsätzlich eine schlechte Idee ist. Weiterlesen „Ist der Kohleausstieg ein Fehler? Feuerbringer vs. Ende Gelände“

Wie wir die globale Erwärmung aufhalten können

Durch Atomkraft. Eine weltweite Umstellung der Energieversorgung auf Atomkraft würde ausreichen, um alle Klimaziele zu erreichen. Wir brauchen keine E-Autos, wir müssen nicht darauf achten, was wir essen, was wir einkaufen, wie wir wohnen, ob wir Kinder zeugen, all dies ist unnötig. Wir können weiterhin in einer freien, hochindustrialisierten Gesellschaft existieren und dabei der globalen Erwärmung Einhalt gebieten. Wir müssen unser individuelles Leben und unsere Gesellschaftsordnung nicht ändern.

Das ist die entscheidende – für einige unbequeme – Tatsache. Warum wollen manche nicht, dass wir sie erfahren? Weiterlesen „Wie wir die globale Erwärmung aufhalten können“

Wahnsinn der Woche

Die Welt ist verrückt und ich schlage so lange auf sie ein, bis sie vernünftig wird. Das beschreibt ungefähr das Projekt der Aufklärung à la Feuerbringer. In der neuen Reihe „Wahnsinn der Woche“ sammle ich die treffendsten Tweets der Woche, die einerseits den aktuellen Wahnsinn aufzeigen und andererseits argumentativ und oftmals amüsant auf ihn eindreschen. Diesmal geht es um den Hambacher Forst, Maaßen, Jens Spahn, Mietpreisbremse und mehr. Weiterlesen „Wahnsinn der Woche“