Und Ethik ist trotzdem objektiv

Ich habe die Fehler von Ayn Rands Ethik differenziert dargestellt. Ich habe auch explizit klargemacht, was meiner Ansicht nach nicht aus ihren Fehlern folgt. Die meisten Repliken, die ich auf meine Beiträge über Rands fehlerhafte Ethik gelesen habe, waren vernünftig und auf ein besseres Verständnis ausgerichtet. Ich erhielt jedoch auch Zuschriften von Leuten, die offenbar nur darauf gewartet haben, dass wieder mal eine Ethik zusammenbricht, eine Welterklärung umkippt, damit sie endlich aufgeben und ihren beliebigen Launen folgen können. Da irren sie sich aber gewaltig. Weiterlesen

Ayn Rands Ethik ist falsch: Teil 2 über Kinder, Berufswahl und Pflichten

Sollten alle unsere Handlungen unserem Überleben dienen? Ayn Rands Ethik ist am persönlichen Überleben ausgerichtet, aber ich denke, das Leben hat mehr zu bieten. Wir tun gewiss viele Dinge, die unserem Überleben zuträglich oder dafür notwendig sind, wie Essen, Schlafen und auf unsere Gesundheit achten, doch es gibt auch viele bedeutende Werte im Leben wie gutes Essen (nicht unbedingt dasselbe wie nahrreiches Essen), Sex und Kinder haben, den Sonnenuntergang betrachten, die nicht oder nicht nur unserem Überleben dienen – ja, die unserem eigenen Überleben sogar schaden können (wie Kinder, die viele Ressourcen verschlingen).

Hier möchte ich nun an den ersten Teil anschließen und näher ausführen, warum Ayn Rands objektivistische Ethik falsch ist. Dabei teile ich Ari Armstrongs Analyse in „What’s Wrong With Ayn Rand’s Ethics„, ergänze sie aber um eigene Argumente und um weitere Aspekte. Ich nenne auch persönliche Beispiele, wie man sich mit Ayn Rands Ethik schaden kann. Mein wichtigster eigener Beitrag ist die Identifikation von Rands Ethik als das, was sie explizit am stärksten abgelehnt hat: Ayn Rands Ethik ist eine Pflichtethik. Weiterlesen

Ayn Rands Ethik ist falsch

Ayn Rands objektivistische Ethik ist in fundamentalen Bereichen fehlerhaft und insgesamt grundlegend falsch. Das habe ich nun dank eines neuen Buches des US-amerikanischen Denkers Ari Armstrong erkannt. Er war es, der mich vor vielen Jahren in den Objektivismus eingeführt hat und da ist es nur angemessen, dass er es ist, der mich nun wieder herausführt. Oder zumindest aus bestimmten Aspekten des Objektivismus.

Im Folgenden soll aufgezeigt werden, worin der Fehler besteht, welche Folgen er hat und wie eine mögliche Alternative zur objektivistischen Ethik aussehen könnte. Rands Gegner sollten sich dabei nicht zu früh freuen, denn jede vernünftige Ethik muss nach meinem Dafürhalten weiterhin objektiv sein. Ethik muss also logisch aus Tatsachen der Realität abgeleitet werden – leider ist Ayn Rand dies aber nicht vollumfänglich gelungen.

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Eine Sekte namens Deutschland

Intellektuelle Auseinandersetzungen haben in Deutschland ein unterirdisches Niveau erreicht. Im Grunde finden sie nicht mehr statt. Das zeigte aktuell die Nicht-Debatte über den Migrationspakt im Bundestag. Es ging Politikern aller anderen Parteien nur darum, sich von der AfD zu distanzieren, eine inhaltliche Auseinandersetzung wagte man nicht. Und die AfD konnte ihr verschwörungstheoretisches Zeug unwidersprochen von sich geben. Weiterlesen

Große Kinder und Erwachsene

„Werde doch endlich erwachsen“, haben sie mir gesagt und wollten dann nichts mehr mit mir zu tun haben. Ich weiß nicht, was an mir spezifisch nicht erwachsen sein soll, aber vermutlich gibt es einiges. Grundsätzlich klingt das nach einer guten Idee. Wir sollten alle versuchen, erwachsen zu werden. Was wir vermeiden sollten: Ein großes Kind zu sein und uns selbst dafür auf die Schulter zu klopfen, wie erwachsen wir vermeintlich sind.

Wie von mir zu erwarten, habe ich wieder einmal genau über diese wohl eher gedankenlos dahingesagten Worte nachgedacht und sie im Detail analysiert. Ich glaube, Folgendes sind die Unterschiede zwischen Kindern, Großen Kindern und Erwachsenen.

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