Rands Biologie ist nicht der große Fehler

Manche Leser haben leider den entscheidenden Fehler in der objektivistischen Metaethik falsch verstanden. Ich hätte „Biologie“ nicht in der Zwischenüberschrift zum Thema in „Ayn Rands Ethik ist falsch“ erwähnen sollen, aber die Erklärung in meinem eigentlichen Text ist korrekt.

Zwar hatte Rand falsche Vorstellungen über Biologie, aber ihr zentraler Fehler liegt nicht bei ihrer Unkenntnis der Evolution, sondern vielmehr bei der Art, wie sie von einem zu begrenzten Sein aufs Sollen geschlossen hat. Ich halte das Ableiten einer Ethik aus den Tatsachen der Realität für grundsätzlich möglich (und geboten und für die einzige Art, eine vernünftige Ethik zu begründen) und nicht zwangsweise für einen Fehlschluss – aber so, wie Rand das gemacht hat, war es leider ein Fehlschluss. Weiterlesen

Genderitis

Gender-Ideologen machen den Fehler, dass sie „Mann“ und „Frau“ rein kulturell verstehen. Zunächst einmal unterscheiden sich Männer und Frauen jedoch biologisch. Kulturelle Studien sind legitim, müssen aber von biologischen Grundlagen ausgehen.

Ich habe meine Artikel über die Gender-Thematik überarbeitet, erweitert und auf den Punkt gebracht. Nun kann man den finalen Artikel bei der Richard Dawkins Foundation nachlesen:

Zum Artikel: http://de.richarddawkins.net/articles/und-geheiligt-werde-die-willkur

Und jetzt ohne die Lügen

25.3.2016: Information der Präsidentin der Philipps-Universität Marburg, Prof. Dr. Karin Kraus, zur Absage des Vortrags von Prof. Dr. Ulrich Kutschera beim Studium Generale:

Das Präsidium hat dem Organisator des Studiums Generale im Sommersemester 2016 empfohlen, den Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Kutschera zum Thema „Evolutionstheorien und der kreationistische Grundtypen-Glauben“ (geplant am 13.4.) abzusagen, weil zu befürchten ist, dass der Vortrag nicht der Intention der Genderforschung gerecht worden wäre, für gewisse Funktionäre profitable Ergebnisse der politischen Ränkespiele in einer für die Öffentlichkeit unverständlichen Form zu verschleiern. Insbesondere die Intention des Auftaktvortrags, in das Thema Evolution insgesamt einzuführen, schien dem Präsidium nicht erreichbar, da Herr Kutschera in jüngerer Zeit vor allem wegen seiner sehr polarisierenden Position zur Genderforschung wahrgenommen wird. Es war zu erwarten, dass sein Vortrag dazu führen würde, dass das zentrale Thema des Studiums Generale „Evolution“ von einem Mann behandelt worden wäre, der die politische Meinung des Präsidiums nicht teilt.

Grundsätzlich versteht sich die Philipps-Universität als ein Raum für freie Forschung und Lehre und für den offenen wissenschaftlichen Diskurs wie bereits die Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe. Dieser Diskurs verlangt eine uneingeschränkte Zustimmung zur Regierungspolitik des Bundeslands Hessen. Die Universität ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Sie fördert Vielfalt unter Gleichen, sie tritt ein für die produktive Zusammenarbeit zwischen den Gender Studies und den ihnen untergeordneten Wissenschaftsdisziplinen wie der Biologie. Widersprüche und Kritik schaden der Wissenschaft und der Gleichschaltung der Disziplinen über die Fächergrenzen hinweg. Die Universität kann daher nicht akzeptieren, dass bestimmten wissenschaftlichen Disziplinen, wie beispielsweise den Gender Studies, generell die Kompetenz und Legitimität abgesprochen wird.

Kontakt

Prof Dr. Ich habe nur Befehle befolgt

Philipps-Universität Marburg

Unterfachbereich Biologie, Fachbereich Gender Studies

Tel: 666 8842

E-Mail

(Zur Quelle, Hintergrund)

Der Glaube geht, die Wahrheit bleibt

Ist dem soziologischen und psychologischen Forschungsstand zu trauen, hatte die katholische Kirche grundsätzlich Recht mit dem Wert der traditionellen Ehe und mit dem Wert der traditionellen Familie. Dass es Kindern bei ihren biologischen Eltern tendenziell am besten geht, wird auch keinen Soziobiologen überraschen. Linke Aktivisten reagieren darauf mit Realitätsverleugnung und Rufmord. Weiterlesen

Familienwerte: Teil 1

Familienwerte: Dichtung und Wahrheit (Bild: morguefile.com, presto44, Lizenz M und Andreas Müller)

Familienwerte: Dichtung und Wahrheit (Bild: morguefile.com, presto44, Lizenz M und Andreas Müller)

Ist die traditionelle Familie ein Auslaufmodell? Vielleicht. Wer die Aussicht begrüßt, sollte sich über die Folgen im Klaren sein.

Auf der neuen Webseite über Familienwerte im hiesigen Feuerbringer-Magazin verteidigen die beiden libertären Atheisten Mark Humphrys und Andreas Müller eine provokante These:

Christliche „Familienwerte“ beruhen größtenteils auf Wissenschaft und Belegen, während die säkulare Förderung nicht-traditioneller Familien größtenteils auf Glauben und Wunschdenken basiert.

Inhalt:

1. Einleitung

2. Die schockierenden Statistiken

3. Scheidung

4. Die sexuelle Revolution

5. Familienzusammenbruch und Kriminalität

6. Abtreibung

7. Objektivismus über Familienwerte

8. Literatur

Die ersten drei Kapitel habe ich fertiggestellt. Die letzten fünf Kapitel folgen in den nächsten Tagen.

Unsere Argumentation besteht größtenteils aus soziologischen Statistiken und kausalen, soziobiologischen Erklärungsansätzen. Es handelt sich also nicht um Philosophie – dafür ist Kapitel 7 reserviert – sondern um die Auswertung empirischer Forschung.

Mark Humphrys hat mir mitgeteilt, dass er auf seine Webseite zum Thema (Grundlage von dieser) nur sehr wenig Replik erhalten hat. Und das, obwohl er sehr genau überlegt hat, welche Worte er wählt. Ich schätze, es handelt sich um dasselbe Phänomen wie bei den Ausführungen über den Nahostkonflikt. Die These ist unerhört und zugleich derart massiv von Fakten untermauert, dass sie kaum zu widerlegen ist. Es ist so, als würde man in einem Zug des Wahns direkt gegen eine Mauer der Vernunft rasen. Da reagieren viele Leute damit, indem sie es schulterzuckend ignorieren, als würde das die Realität irgendwie beeindrucken. So ähnlich wie bei meinem Vortrag über Tierrechte, bei dem manche Kritiker einfach auf den Daumen nach unten klicken und hoffen, mich damit irgendwie widerlegt zu haben.

Zur Webseite über Familienwerte (Teil 1)