Besuch aus dem Totenreich

Ja, mich gibt es noch. Tatsächlich war ich hinter den Kulissen weiterhin für den Humanismus aktiv, da die Novo-Redaktion meine Kündigung halb ignoriert und mir ein paar weitere Aufträge geschickt hat. So kann man es natürlich auch machen. Eigentlich war ich ja fertig mit der Welt und der Menschheit. Jedenfalls dürfen meine Leser nun gespannt auf die nächste Novo-Ausgabe Nummer 124 warten, denn sie enthält einen riesigen Artikel über klassische Bildung, den ich aus dem philosophischen Magazin The Objective Standard übersetzt habe.

An dieser Stelle möchte ich nun den neuesten Stand meiner Gedanken zu verschiedenen Themen auf den Punkt bringen. Es geht unter anderem um Homoehe, „Herr der Ringe“, Identitätspolitik, Atheismus und mehr… Weiterlesen

Kutschera, Homoehe und Adoption

Meine Meinung zur Homoehe ist umstritten. Das ist insofern bemerkenswert, als ich keine Meinung zur Homoehe habe, aber da gilt wohl das Vorsorgeprinzip. Ich habe mir jedoch in einer Diskussion mit der AG Evolutionsbiologie eine Meinung zur Frage bilden können, unter welchen Umständen die Kinderaufzucht bei homosexuellen Paaren am besten gelingen kann.

Außerdem habe ich eine Meinung zu der Art, wie mir die neue Orthodoxie der Homoehe um die Ohren gehauen wurde. Und ich habe eine Meinung zum hessischen Wissenschaftsminister Boris Rhein, der offenbar „disziplinarische Schritte“ von der Uni Kassel gegen den Evolutionsbiologen und Homoehe-Kritiker Ulrich Kutschera erwartet. Weiterlesen

Moral Posing statt Moral

Auch veröffentlicht bei der Richard Dawkins Foundation.

Ich habe kürzlich mit jemandem auf der Straße geredet, der für eine große Umweltorganisation Spenden sammelt. Unter anderem ging es um die Rettung der Eisbären. Zuerst wolle ich einfach an ihm vorbeigehen wie an den Leuten von Amnesty International vor ein paar Wochen, aber als ich das bei Amnesty gemacht habe, wurde ich beinahe von einem Radfahrer erfasst. Also bitte. Die Unterhaltung hat mich auf eine Eigenschaft unserer Kultur aufmerksam gemacht. Weiterlesen

Die große Entdeckung, die keine war

Hier nun aktuelle Hinweise und Anmerkungen:

1. Es wurde kein neues Teilchen entdeckt. Und manchmal ist es sehr wichtig, wenn die Wissenschaft nichts entdeckt, meint der Physiker Lawrence M. Krauss in meiner neuen Übersetzung für die Richard Dawkins Foundation.

Zum Artikel: Die große Entdeckung, die keine war.

2. Bei Novo bin ich inzwischen noch unsichtbarer geworden, da ich nicht mehr so häufig zum Schreiben von Artikeln komme und andere die Betreuung der sozialen Medien übernommen haben. Seid aber versichert, dass mein unersetzliches, wenn nicht gar unerträgliches Selbst weiterhin im Hintergrund herumspukt und die Qualität der Novo-Artikel in der Textredaktion mit meinen Kollegen gewährleistet.

Subjektivismus und Konstruktivismus

Ich wurde außerdem gebeten, auf den Zusammenhang von Subjektivismus und Konstruktivismus einzugehen. Wie ich das sehe, ist „Subjektivismus“ der Überbegriff und beschreibt eine ganze Philosophie, während der Konstruktivismus der epistemologische Bestandteil des Subjektivismus ist. Der Konstruktivismus besagt, dass wir in unseren Köpfen die Welt subjektiv konstruieren und dass es entweder keine objektive Realität gibt oder dass wir nichts über diese aussagen können. Der Subjektivismus zieht daraus die metaphysischen, ethischen, politischen und ästhetischen Konsequenzen. „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Weiterlesen