Das kosmologische Kalam-Argument für Gottes Existenz

Die besten Argumente für Gottes Existenz sind meiner Ansicht nach einige der kosmologischen Argumente. Und ich finde, dass Atheisten nicht immer einen guten Eindruck gemacht haben bei ihren Versuchen, diese Argumente zu widerlegen. Ich finde sogar, der christliche Apologet und Philosoph William Lane Craig hat die Debatten mit Atheisten über seine Version des sogenannten Kalam-Arguments oftmals für sich entschieden. In der Regel, weil die notwendige philosophische Bildung auf der ungläubigen Seite nicht da war.

Atheisten sagen gerne, dass Gläubige Argumente und Belege für Gott nennen sollen, dass sie in der Beweispflicht stünden und man sie anderenfalls ignorieren könne. Wenn sie Argumente und Belege nennen, sollten wir sie also ernstnehmen. Das habe ich konsequenterweise getan und mich mit den wichtigsten zeitgenössischen christlichen Apologeten und ihren Argumenten befasst. Ich empfinde das Kalam-Argument von William Lane Craig als das einzig gute oder jedenfalls herausfordernde Argument, das mir begegnet ist.

Ich werde mich hier mit dem Kalam-Argument auseinandersetzen und generell mit der Frage, ob das Universum eine Ursache hat. Meine Leser werden sehen, dass das Thema viel schwieriger ist, als sie es bislang vielleicht vermuteten.

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Debatten nur zum Schein

Allmählich kommt es mir so vor, als ob Argumente häufig dem Fehlschluss des Argumentum ad populum untergeordnet sind. Will heißen: Viele Menschen wiederholen eigentlich nur eine Meinung, die gerade in einer Gesellschaft oder in ihrer Gruppe populär ist und sie führen die dafür von der Gruppe genannten Argumente an, aber ohne, dass diese als Argumente für sie von Bedeutung wären. Argumente dienen also häufig nicht dazu, der Wahrheit auf die Spur zu kommen oder das zu vertreten, was man für wahr hält. Vielmehr drückt man mit Argumenten oft nur seine Zugehörigkeit zu einer Gruppe aus. Andere Menschen antworten häufig auch nicht mit irgendeiner rational erwogenen Argumentation, sondern entweder stimmen sie mit weiteren Argumenten der Gruppe zu oder sie widersprechen mit Argumenten einer anderen Gruppe, der sie sich zugehörig fühlen.

Das heißt, sie durchdenken viele Themen nicht selbst und die Wahrheit ist ihnen auch gar nicht wichtig, sondern sie reden nur das, was die Leute so reden, um dazuzugehören. Das würde jedenfalls einiges erklären. Weiterlesen