Wolf: Der erste Kontakt

Der Westen. Ein Nachruf. (Alternatives Cover)

Der Westen. Ein Nachruf. (Alternatives Cover)

Wie sich herausstellt, waren meine Warnungen vor der Wiederansiedlung von Wölfen in Deutschland gänzlich unbegründet.

„Ein in der Nähe eines Waldkindergartens gesichteter Wolf versetzt die Menschen im Landkreis Vechta in Aufregung.“ Weiterlesen

Integration der Wölfe

"Das Ende war mies." "Ja, die Menschen haben überlebt." (c) Cox & Forkum

„Das Ende war mies.“ „Ja, die Menschen haben überlebt.“ (c) Cox & Forkum

Manfred Silberberg war auf Facebook so nett, meinen letzten kritischen Beitrag über die Wolfsansiedlung einer Replik zu würdigen. In Ton und Inhalt ist die Replik zeitgemäß. Mir wurde also die Ehre zuteil, selbst als libertärer „einsamer Wolf“ ausnahmsweise am deutschen gesellschaftlichen Diskurs auf einer Ebene teilhaben zu dürfen. Niemand wird ausgeschlossen, lernt man ja heute in den Integrationsschulen.

Hier die Essenz der Argumentation des verehrten Herrn Silberberg: Weiterlesen

Der Wolf ist dem Menschen ein Wolf

Der Wolf ist zurück in Deutschland. Verschiedene Gesetze und Richtlinien garantieren die fortschreitende Vermehrung des wilden Raubtiers. Was würde Rotkäppchen wohl dazu sagen?

In meinem neuen Novo-Artikel geht es um die Hege und Pflege von wilden Raubtieren in unseren Wäldern, die der Staat befohlen hat (kein Witz):

http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001688

Als ich mich zuerst mit dem Thema befasste (als Resultat einer Pressediskussion von Novo) wusste ich zunächst gar nichts zu sagen. Stattdessen habe ich mir vorgestellt, wie ein Tierschützer unsere Pro-Wolf-Gesetzgebung gegenüber einem Landwirt im 19. Jahrhundert verteidigen würde, dessen Tiere immer wieder Opfer von Wolfsangriffen sind. Zu jener Zeit waren die Leute noch unmittelbarer existenziell von dem Wohl ihrer Nutztiere abhängig (wobei man ja argumentieren könnte, dass die Halter von Nutztieren noch immer ein Interesse daran haben, dass jene nicht von Wölfen gekillt werden. Aber da herrscht offenbar Uneinigkeit).

„Verfluchte Wölfe, die haben mir schon wieder zwei Schafe gerissen! Irgendwann erwische ich die!“, schreit Bauer Hubert wütend und wirft die toten Schafe auf seinen Karren.

Frank, der Tierschützer, hört die Beleidigung der Wölfe gar nicht gerne.

„Aber der Wolf ist doch eine gefährdete Art!“, sagt er.

„Allerdings ist der gefährdet! Ich werde gleich ein paar Fallen auslegen!“

„Dass er gefährdet ist heißt, dass man den Wolf schützen muss.“

„Sie meinen die Schafe, die muss man vor dem Wolf schützen!“

„Nein.“

Landwirt Frank schaut Frank verwirrt an und der Tierschützer erklärt:

„Ja, ähm, also wir haben da diese europäische Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und das Bundesnaturschutzgesetz und die besagen, dass der Wolf in Deutschland unter Artenschutz steht und nicht bejagt werden darf.“

„Der Wolf darf nicht bejagt werden? Das ist doch kein Spaß, Mann! Ich muss meine Familie ernähren. Und meine Schafe?“

„Na ja, eine gefährdete Art sind die Schafe nicht. Bauen sie halt einen besseren Zaun, Sie Bauerntölpel!“

„Wie… Ich darf also die Wölfe gar nicht schießen, um meine Schafe zu schützen? Das ist ja verrückt… Und wer sollte mich davon abhalten?“

„Also ich kann diesen Mord an arglosen Raubtieren nicht einfach mit ansehen…“, erklärt Frank, während Bauer Hubert sein Gewehr nachlädt. „Ich werde Sie melden und…“

Wünsche für meinen nächsten Vortrag?

(Ergänzung) Für meinen nächsten Vortrag ist ein näherer Blick auf die objektivistische Ethik vorgesehen. Der Vortrag würde an Warum Moral objektiv ist anschließen und die konkrete Ethik ergänzen. Bislang weiß der begeisterte Zuhörer im Grunde nur, dass er sich an rationalen Tugenden orientieren sollte – aber nicht an welchen, wodurch sich diese auszeichnen und wie man von diesen profitiert. Ich könnte aber auch ein anderes Thema vorziehen. Diesbezüglich interessieren mich eure Wünsche. Welches Thema findet ihr besonders interessant?

Ich würde auch mal wieder gerne vor einem Publikum sprechen. Beispielsweise die Argumentation gegen Tierrechte wird außerhalb der Fachliteratur nur selten vernommen. Alleine im Sinne der Ausgewogenheit müsste man eigentlich auch einen Denker einladen, der gegen Tierrechte argumentiert. Davon gibt es in Deutschland nicht unbedingt viele. Auf der anderen Seite haben die Deutschen meiner bisherigen Erfahrung nach kein Interesse an Ausgewogenheit und sie besprühen sich mit Weihwasser, wenn sie unorthodoxe Meinungen hören. Insofern biete ich an, zwei Liter Wasser segnen zu lassen und sie zum Vortrag mitzubringen. Außerdem ist dieses Vorträge-machen ein ganz schöner Aufwand und wenn ich vor Publikum spreche, bekomme ich wenigstens eine Brezel gratis. Ich möchte meine langjährigen Unterstützer zudem nicht ewig nerven und hoffe, mal ein paar neue zu finden. Schließlich habe ich mir die Haare schneiden lassen und sehe nun vorzeigbar aus. Ich bitte darum, dies zu würdigen.

Bei Interesse kann man mir gerne eine Mail schicken: feuerbringer(at)hotmail.de oder anrufen.

Die Vortragsvorschläge bitte in den Kommentarbereich oder auf Facebook.

Ergänzung: Ich befasse mich in meinen Vorträgen mit Philosophie. Das Thema sollte also etwas damit zu tun haben – oder mit Literaturgeschichte. Historische Themen sind ebenso geeignet, etwa „Der Beitrag von Thales von Milet zur Philosophie“. Der Ex-Muslim Cahit Kaya hat „Liberaler Humanismus“ vorgeschlagen. Dergleichen wäre ebenso möglich. Es kann auch um eine Anwendung der Philosophie auf aktuelle Themen gehen. Etwa: „Gibt es ein Recht auf einen Mindestlohn?“.

Was mich im Kontext von Vorträgen nicht interessiert sind Themen, die sich auf einer allzu konkreten Ebene aufhalten. Zum Beispiel: „Wer ist der beste Präsidentschaftskandidat für die EU-Kommission?“ Das ist mir viel zu einfach, viel zu Konkreta-gebunden, nur kurzfristig von Bedeutung.