Wie der Wille frei sein kann

Thomas Reid Willensfreiheit

Wie kann es so etwas wie Willensfreiheit geben? Schließlich leben wir in einem von Naturgesetzen beherrschten, kausalen Universum. Einige Neurowissenschaftler gehen davon aus, dass die Willensfreiheit eine Illusion ist und unsere Entscheidungen vielmehr von deterministischen Prozessen bestimmt werden. Viele Evolutionsbiologen erkennen nicht, wie so etwas wie der freie Wille evolviert sein könnte – allenfalls als Nebenprodukt der natürlichen Selektion räumen ihm manche eine Rolle ein.

Im Folgenden möchte ich erläutern, was der freie Wille aus der Sicht von Ayn Rands objektivistischer Philosophie ist, wie er in ein kausales Universum passt und warum er von der natürlichen Selektion als prägendes Merkmal des Menschen zur Weitergabe bestimmt wurde. Weiterlesen „Wie der Wille frei sein kann“

Rückkehr zum Neuen Atheismus

Richard Dawkins: Die Schöpfungslüge. Warum Darwin Recht hatIch bin zurück. Als Übersetzer von Artikeln der Neuen Atheisten. Das war vor Jahren einst meine Aufgabe beim Humanistischen Pressedienst, siehe dort meine Projektreihe Die Neuen Atheisten. Nun bin ich nebenbei für die Richard Dawkins Foundation für Vernunft und Wissenschaft als Übersetzer von Texten der Neuen Atheisten wie Richard Dawkins und Sam Harris tätig.

Meine erste Übersetzung stammt vom Zoologen Richard Dawkins und nennt sich: „Ist es eine Theorie? Ist es ein Gesetz? Nein, es ist eine Tatsache“ (übrigens eine Anspielung an die alten Superman-Comics: „Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist Superman!“). Es geht darum, dass die natürliche Evolution eine Tatsache ist. Mit Atheismus hat der Artikel direkt nichts zu tun, was bedeutet, dass ich auch wieder wissenschaftliche Artikel übersetze. Mein Herz gehört eben der Volksbildung. Oder Aufklärung. Oder was es auch ist, was ich da eigentlich tue. Weiterlesen „Rückkehr zum Neuen Atheismus“

Sind Objektivisten gegen Mitleid?

Der Mensch wird dieser Tage als der mitleidende Affe angesehen und nicht länger als der denkende Affe (bzw. das rationale Tier), wie Aristoteles ihn definierte. Kein Wunder also – wobei trotzdem unlogisch -, dass der Verdacht aufkommt, jemand, der den Menschen noch als denkenden Affen ansieht, könnte vielleicht ein Problem mit dem Mitleid haben. Da diese Frage nun aufgeworfen wurde, möchte ich nunmehr erklären, wie die Philosophie des Objektivismus zum Mitleid steht. Und was ist Mitleid überhaupt? Weiterlesen „Sind Objektivisten gegen Mitleid?“

Fortunas Rückkehr

Tadeusz Kuntze Fortuna (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tadeusz_Kuntze_001.jpg)
Tadeusz Kuntze: Fortuna (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tadeusz_Kuntze_001.jpg)

Vor meinen Ohren tönt das alte Lied—
Vergessen hatt‘ ich’s und vergaß es gern—
Das Lied der Parzen, das sie grausend sangen

(Parzen = Schicksalsgöttinen. Aus Goethes Iphigenie auf Tauris)

Unser Leben werde von unsichtbaren Wesen bestimmt. Diese Idee trieb bereits die alten Griechen um, die mit dem Willen der Götter und dem Fatum, dem Schicksal, rangen. Christen sahen sich jeher dem Willen Gottes unterworfen. Die Calvinisten nahmen den Menschen auch noch die Möglichkeit zur Erlösung im Jenseits durch eigene, gute Entscheidungen im Diesseits. Humanistische Denker verteidigten schließlich während der Renaissance die menschliche Fähigkeit, das eigene Leben zu bestimmen. Die Aufklärer forderten im Anschluss, jeden Menschen seines eigenen Glückes Schmied sein zu lassen.

Heute sehen uns führende Aufklärer von Genen und Umwelt determiniert. Humanismus bestehe nunmehr darin, den Menschen von jeglicher Schuld und schließlich gar von seinem eigenen Ich zu „befreien“. Und weil das noch nicht genug ist: Die Marxisten vom britischen Magazin Spiked verteidigen nunmehr die Selbstbestimmung und den freien Willen. Und das, obwohl Marxisten einst behaupteten, die ökonomische Basis bestimme den ideellen Überbau. Sie waren ebenfalls Deterministen, die das menschliche Leben von äußeren Kräften gelenkt sahen.

So sehe ich mich als klassischer Humanist und Aufklärer nunmehr motiviert, sechs Artikel von britischen Marxisten meinen Lesern ans Herz zu legen.

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Widerwort zum Sonntag: Krieg der Gene

Der Blogbeitrag nun als YouTube-Video. Wenn es euch gefällt, gibt es vielleicht öfter ein Widerwort zum Sonntag! (Es erscheint schon heute, weil ich Samstag und Sonntag unterwegs bin.) Noch eine Anmerkung: Die Aufnahmequalität ist nicht schlecht, sondern meine Stimme habe ich absichtlich verzerrt, weil ich einfach keine sehr schöne Stimme habe… Werde ich nächstes Mal allerdings unterlassen oder zumindest reduzieren, es klingt ja doch etwas komisch.

(Bedenkt aber bitte, dass meine Mittel für allzu viel aufwändigere Videos nicht ausreichen…)