Das kosmologische Kalam-Argument für Gottes Existenz

Hamburg Speicherstadt (Foto:Andreas Müller)

Die besten Argumente für Gottes Existenz sind meiner Ansicht nach einige der kosmologischen Argumente. Und ich finde, dass Atheisten nicht immer einen guten Eindruck gemacht haben bei ihren Versuchen, diese Argumente zu widerlegen. Ich finde sogar, der christliche Apologet und Philosoph William Lane Craig hat die Debatten mit Atheisten über seine Version des sogenannten Kalam-Arguments oftmals für sich entschieden. In der Regel, weil die notwendige philosophische Bildung auf der ungläubigen Seite nicht da war.

Atheisten sagen gerne, dass Gläubige Argumente und Belege für Gott nennen sollen, dass sie in der Beweispflicht stünden und man sie anderenfalls ignorieren könne. Wenn sie Argumente und Belege nennen, sollten wir sie also ernstnehmen. Das habe ich konsequenterweise getan und mich mit den wichtigsten zeitgenössischen christlichen Apologeten und ihren Argumenten befasst. Ich empfinde das Kalam-Argument von William Lane Craig als das einzig gute oder jedenfalls herausfordernde Argument, das mir begegnet ist.

Ich werde mich hier mit dem Kalam-Argument auseinandersetzen und generell mit der Frage, ob das Universum eine Ursache hat. Meine Leser werden sehen, dass das Thema viel schwieriger ist, als sie es bislang vielleicht vermuteten.

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Buchtipps und philosophische Gedanken

Wie so viele andere junge Menschen befasse ich mich gerade mit der Philosophie von Thomas von Aquin. Ich weiß, ich bin mal wieder uncool, weil ich bei solchen Trends erst mitmache, wenn sie schon wieder fast vorbei sind; als würde ich jetzt anfangen, Pokémon Go zu spielen. Der Trend, sich mit Aquin zu befassen, ist sogar schon seit einigen Jahrhunderten vorbei.

In diesem Beitrag empfehle ich zwei Bücher, die ich frisch gelesen habe und außerdem habe ich womöglich einige theologische Probleme gelöst. Ja, ist ein komischer Zeitvertreib für einen Atheisten, aber ich habe das Induktionsproblem (das letzte große philosophische Problem) erst einmal aufgegeben, weil es bislang nicht lösen könnte und mich das allmählich nervt. Ansonsten gibt es nichts mehr weiter zu tun in der Philosophie, daher also meine Lösung einiger theologischer Fragen. Steinigt mich, wenn’s euch nicht passt.

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Der agnostische Mord

How to Host a Murder (Bild: morguefile.com, Lizenz: M)
How to Host a Murder (Bild: morguefile.com, Lizenz: M)

Nehmen Sie an, dass Sie jemand eines Mordes beschuldigt. Es kommt zu einem Prozess und Sie müssen sich vor Gericht verteidigen. „Sie haben vor zwei Wochen einen Mann mit zwölf Messerstichen ermordet!“ Der Kläger, der Sie des Mordes beschuldigt, erwähnt keinerlei Belege für seine Behauptung. „Es gibt keine Leiche, keine Tatwaffe, keine Zeugen!“, betonen Sie. „Das heißt gar nichts“, sagt Ihr Gegenspieler. „Die Leiche haben Sie in Salzsäure aufgelöst, die Tatwaffe haben Sie ins Meer geworfen, die Zeugen haben Sie zum Schweigen gebracht.“ Sie wissen kaum noch, was Sie da sagen sollen. „Ich war zum Tatzeitpunkt im Krankenhaus. Das können Ärzte, Schwestern und meine Angehörigen bezeugen!“ Der Kläger schüttelt den Kopf. „Das war Ihr naiver Versuch, sich ein Alibi zu verschaffen. Tatsächlich haben Sie einen Auftragsmörder bezahlt, dass er den Mord für Sie begeht.“ Weiterlesen „Der agnostische Mord“

Ist die Nichtexistenz Gottes schon bewiesen?

Hinterfrage alles!Diesen Beitrag hatte ich ursprünglich für die „Achse des Guten“ geschrieben, wo man den Atheismus, vor allem in der Ausprägung der Giordano Bruno Stiftung, gerne mal als Ideologie darstellt. Zum Beispiel in diesem seltsamen Gastartikel von Alan Posener oder in jenem hier von Nathan Warzawski (der paradoxerweise dem Förderkreis der GBS angehört…). Das Thema des Beitrags lautet: Ist Gottes Nichexistenz beweisbar? Weiterlesen „Ist die Nichtexistenz Gottes schon bewiesen?“