Maajid Nawaz über die Ideologie des globalen Dschihad

Der Reformmuslim Maajid Nawaz äußert sich im Artikel Was der Christenmord in Lahore über den globalen Dschihad aussagt über die Ideologie des globalen Dschihad. „Unser Versagen, dies als Kampf der Zivilisationen anzuerkennen – einer, der sich um Wertvorstellungen dreht – hat dem fundamentalistischen Problem des Salafismus und dem politischen Problem des Islamismus erlaubt, ein Eitergeschwür zu bilden.“ Der Artikel ist meine neue Übersetzung für die Richard Dawkins Foundation.

Maajid Nawaz hat zusammen mit dem Religionskritiker Sam Harris das Buch Islam and the Future of Tolerance: A Dialogue verfasst.

Zum Artikel: http://de.richarddawkins.net/articles/was-der-christenmord-in-lahore-uber-den-globalen-dschihad-aussagt.

Wir sollten Muslime nicht belügen

Sagt ihnen die Wahrheit. Und nichts als die Wahrheit (Bild: WikiImages Kinder in der arabischen Welt, pixabay, CC0

Sagt ihnen die Wahrheit. Und nichts als die Wahrheit (Bild: WikiImages: Kinder in der arabischen Welt, pixabay, CC0

Der geschätzte Jorge Arprin hat im libertären Blog Freitum einen Artikel namens „Islam: Warum wir eine falsche Koran-Interpretation brauchen“ publiziert. Er fordert darin: „Es braucht Imame, die den Propheten Mohammed so reinwaschen wie die Linkspartei die DDR: Verdreht, leugnet und ignoriert den Koran. Die ganze Menschheit würde davon profitieren.“ Das denke ich nicht.

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Freiheit bedeutet Sicherheit

Nach den Terroranschlägen in Belgien wird die Frage nach dem Verhältnis von Sicherheit und Freiheit aufgeworfen. „Datenschutz ist schön, aber in Krisenzeiten hat Sicherheit Vorrang“, sagte Innenminister Thomas de Maizière. In England wirft der Publizist Douglas Murray dem BBC im Interview vor, von den eigentlichen Themen abzulenken – der Ideologie der Terroristen und der Frage, warum wir Islamisten ungezügelt einreisen lassen – und stattdessen über Dinge wie neue Einschränkungen unserer Freiheit zum angeblichen Wohle unserer Sicherheit zu sprechen. Murray: Weiterlesen

Nix mit dem Islam zu tun

Nenne es nicht "Islam" (Bosch Fawstin)

Nenne es nicht „Islam“ (Bosch Fawstin)

An dieser Stelle möchte ich all die Artikel aus großen deutschen Medien sammeln, die leugnen, dass die Anschläge in Brüssel etwas mit dem Islam zu tun haben. Sobald ihr welche in größeren Medien entdeckt, schickt sie mir bitte hier: feuerbringer(at)hotmail.de oder via Facebook-Nachricht. Die Sammlung dient dazu, dass ich mir selbst dafür auf die Schulter klopfen kann, die Irrationalität der Diskussion über die Anschläge in einer Satire vorweggenommen zu haben. Mit dem Islam hat die Presseschau aber nichts zu tun!

Christian H. Meier: „Warum Religion zur Rechtfertigung von Gewalt missbraucht wird“ (FAZ, 25.02.2016)

Lukas Mihr: „Heuchlerische Stellungnahmen deutscher Islamverbände zum Brüsseler Terroranschlag“ (Richard Dawkins Foundation, 25.03.2016)

Asiem El Difraoui: „Die wissen nicht mal, was Dschihad heißt“ (N24.de, 24.02.2016)

Philip Kuhn: „Die Täter haben nichts mit meiner Religion zu tun“ (Die Welt Online, 24.03.2016)

Martina Fietz: „Den Terror kann man nicht mit dem Islam erklären“ (Focus online, 23.03.2016)

Enno Lenze: „ISIS-Experte: ‚Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun‚“ (Huffington Post, 23.02.2016)

Interview mit Aiman Mazyek: „Terror kennt keine Religion“ (N-TV.de, 23.03.2016)

Falls jemand wissen möchte, warum die Anschläge doch etwas mit dem Islam zu tun haben, siehe meinen Themenbereich Aufgeklärte Islamkritik.

Islam-Verharmlosung hilft Attentätern

Tatsache ist: Gebildete Menschen lachen hinter ihrem Rücken über die Islam-Verharmloser (Bild: Greyerbaby: Lachende Frau, pixabay, CC0.)

Gebildete Menschen lachen hinter ihrem Rücken über die Islam-Verharmloser (Bild: Greyerbaby: Lachende Frau, pixabay, CC0.)

Die Tagesschau veröffentlichte anlässlich der Anschläge in Belgien einen Kommentar von Monika Wagener mit dem Titel „Hetze gegen den Islam hilft Attentätern„. Sie argumentiert (oder behauptet), es wäre das Ziel der Islamisten, dass sich die Muslime in Europa ausgegrenzt fühlen, damit sie sich dann den Islamisten anschließen. Deshalb kommt den Islamisten die Islamkritik oder die „Hetze gegen den Islam“ angeblich entgegen. Durch die Kritik werden demnach alle Muslime über einen Kamm geschert. Die Europäer entwickeln eine feindselige Haltung gegenüber Muslimen. Muslime werden zu Islamisten. Und wir – wir Islamkritiker (offenbar gibt es davon nur eine Sorte) – haben am Ende die Drecksarbeit für die Islamisten gemacht.

Das ist ein totalitäres Argument, mit dem Kritiker zum Schweigen gebracht werden sollen. Wer den Islam kritisiert, hilft den Islamisten. Wer den Nationalsozialismus kritisierte, der half den Nazis. Wer den Kommunismus kritisierte, der half Stalin, der hilft Kim Jong-un und Raúl Castro. Insofern ist Barack Obama mit gutem Beispiel vorangegangen, als er jüngst bei seinem Kuba-Besuch meinte, die USA könnten sogar etwas von Kuba lernen. Es wird jetzt also genau auf die Art über die Anschläge in Belgien geredet, wie ich es in meiner Satire vorweggenommen hatte.

Reden wir jetzt einmal Klartext.

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Lesetipp: Kritik der liberalen Auslegungen des Islam

Aufklärung und Kritik IslamHier ein Lesetipp von mir, die neue Sonderausgabe von „Aufklärung & Kritik“ (herausgegeben von der Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg). Diesmal schreibt Ufuk Özbe über die „Kritik der liberalen Auslegungen des Islam: Die Islamdebatte zwischen politischer Zweckmäßigkeit und intellektueller Redlichkeit“. Auszug aus dem Fazit:

„Hält man am göttlichen Ursprung des Koran fest und versucht darin ehrlich und ergebnisoffen die Erwartungen seines Schöpfers zu erforschen, kann man zwar in vielen Fragen zu unterschiedlichen Ansichten gelangen, niemals aber zu einer Weltanschauung finden, die nicht in einigen wichtigen Punkten im Widerspruch zu den modernen Grundwerten steht. Und zwar unabhängig davon, ob man den Koran als einen unmittelbar an alle Menschen adressierten Text oder in seinem historischen Kontext liest, ob man die Prophetenüberlieferungen und die gelehrten Exegesen miteinbezieht oder außen vor lässt.

Sowohl gläubiger Muslim als auch Befürworter der freiheitlich-demokratischen Grundwerte sein zu wollen, scheint nur dank des Segens der Unwissenheit oder mit hartnäckiger Verdrängung oder durch Aushalten schwindelerregender geistiger Verrenkungen möglich zu sein.“

Zur Ausgabe (kann man sich gratis als PDF runterladen): http://www.gkpn.de/Oezbe_Kritik-der-liberalen-Auslegungen-des-Islam.pdf

Traute Einheit gegen den Islam

Toonaphobia (Cox & Forkum, http://www.coxandforkum.com)

Toonaphobia (Cox & Forkum, http://www.coxandforkum.com)

Wir sollen jetzt alle zusammen gegen den Islam stehen. Unsere kleinlichen Differenzen sollen wir beiseite schieben im Angesicht unseres gemeinsamen Feindes. Das erzählte vor ein paar Jahren ein katholischer Christ einem atheistischen Freund von mir. Der Christ war überzeugt, dass die katholische Kirche wieder die Herrschaft über das Abendland ergreifen muss. Einfach, weil es angeblich notwendig ist, um den Islam zurückzudrängen. Die katholische Kirche war der ursprüngliche Erfinder der totalitären Diktatur. Um den Islam zurückzudrängen, brauchen wir angeblich wieder eine davon und die zugehörigen Kreuzzüge. Zu meinem Schrecken nahm der atheistische Freund für einen Moment eine agnostische Haltung gegenüber dieser Position ein. Was, wenn der Islam wirklich eine neue katholische Herrschaft erfordert? Wir paar Atheisten können ja sowieso nichts ausrichten.

Jetzt höre ich von einigen meiner Kommentatoren, die schon seit Jahren meinen Blog lesen, dass wir alle zusammen gegen den Islam stehen sollen. Unsere kleinlichen Differenzen sollen wir beiseite schieben im Angesicht unseres gemeinsamen Feindes. Weiterlesen

Nicht alles Recht ist legitim

Islam mag dich (Bild: Andreas Müller)

Islam mag dich (Bild: Andreas Müller)

Paragraf §166 StGB ist ein Tritt in die Eier des Rechtsstaats. Der „Gotteslästerungsparagraf“ wurde vom Leipziger Ordnungsamt implizit als Begründung angeführt, warum es das Zeigen von Mohammed-Karikaturen auf einer Demonstration verboten hat. Das Verbot haben die Verwalter nach Beschwerden der Leipziger wieder aufgehoben. Da sie moralisch korrupt sind, die Prinzipien unseres Rechtsstaates nie verstanden haben, unsere Freiheit hassen sowie mit dem Feind gemeinsame Sache machen, wären die Leipziger Ordnungswächter niemals selbst auf die Idee gekommen, dass Religionskritik als legitimes Recht in einem liberalen Rechtsstaat zu gelten hat. Dazu musste sie schon eine aufgebrachte Menschenmenge – gut gemacht, Leipzig – zwingen. Vielmehr halten die Ordnungshüter das Recht, nicht beleidigt zu sein, für das neue, zentrale Grundrecht eines jeden Fanatikers, der das Privileg genießt, deutschen Boden zu betreten.

Nun, sie irren sich. Und hier ist die Begründung: Weiterlesen

„Ich würde lieber aufrecht sterben, als auf meinen Knien zu leben“

„Ich würde lieber aufrecht sterben, als auf Knien zu leben.“ Stephane Charbonnier, Chefredakteur von Charlie Hebdo, ermordet von radikalen Muslimen (Bild: Bosch Fawstin, http://fawstin.blogspot.de/2015/01/i-would-rather-die-standing-than-live.html)

Der größte Massenmord an Journalisten in der Geschichte Westeuropas hat heute, am 7. Januar 2015, stattgefunden. Zwölf Menschen wurden von radikalen Muslimen in der Pariser Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo erschossen, elf weitere wurden verletzt. Unter den zwölf Todesopfern waren zehn Journalisten, die eigentlichen Ziele des Attentats. Weiterlesen

Meine Meinung über Pegida

Nicht nur Kamele sind doof (Bild: vahiju: IMG_7247.JPG. morgufile.com. Lizenz: M)

Nicht nur Kamele sind blöd (Bild: vahiju: IMG_7247.JPG. morgufile.com. Lizenz: M)

Meine Beiträge über Pegida kommen manchen Lesern etwas widersprüchlich vor. Inhaltlich sind sie aber nicht widersprüchlich, sondern behandeln verschiedene Aspekte des Themas. Außerdem ist meine Meinung zu dem Thema recht komplex. Hier kämpfen normalerweise edle Feministen gegen das finstere Patriarchat, es gibt einen Aufstand der Gutmenschen gegen zurückgebliebene Ossi-Rassisten und von auserwählten Abendlandsrettern gegen „Wirtschaftsflüchtlinge“. Von daher ist komplex verwirrend, wenn nicht unangebracht. So ein Pech aber auch. Weiterlesen

Was ist nun mit dem Islam?

Noch ein paar Worte zur Pegida-Satire. Offensichtlich bin ich selbst kein großer Islam-Fan. Alle Religionen sind irrational – und der Islam übertrifft sie alle in Punkto Unaufgeklärtheit und Kollision mit der freien Gesellschaft, er steht individuellen Rechten in seiner orthodoxen Ausprägung klar entgegen. Repräsentative Umfragen von verschiedenen Instituten zeigen allerdings, dass die Überzeugungen von selbsternannten Muslimen je nach ihrer Heimatnation abweichen. In den USA sind sie vergleichsweise moderat aufgelegt, dann kommt Europa und dann die islamische Welt. Weiterlesen

Warum die Linke den Dschihad begünstigt

„Als eine arabische Frau, die drei Jahrzehnte lang an einem Leben unter der islamischen Scharia leiden musste, ist es klar für mich, dass die politische Ideologie des Islams und die Scharia unnachgiebig von der westlichen Zivilisation bekämpft werden müssen, um ihre Etablierung in einer freien Gesellschaft zu verhindern.

Allerdings habe ich festgestellt, dass ich an zwei Fronten kämpfe. Die erste Front richtet sich gegen Islamisten, ein sehr waghalsiger Kampf. Die andere Front besteht aus zu vielen uninformierten Individuen, die sich selbst als aufgeschlossene „Progressive“ betrachten.“

Wafa Sultan, Obstacles in Liberating Islam

„Aber was, wenn diese Täter Recht hatten und wir Unrecht?“

Norman Mailer über den Anschlag vom 11. September 2001, The Intellectual as Barbarian

In seinem neuesten Blogeintrag bietet der irische Blogger Mark Humphrys eine Erklärung für die Schützenhilfe an, die linke Kritiker des Westens und linke Verteidiger des Islams den Islamisten leisten. Übersetzt: Weiterlesen