Ist Freiheit subjektiv oder objektiv begründet?

Vielleicht ist es nur subjektiv, aber ich halte den Subjektivismus für die verheerendste Form des Irrationalismus. Laut dem Subjektivismus bestimmt das menschliche Subjekt willkürlich, was als objektive Wahrheit zu gelten hat. Der Vater des modernen, offenen Subjektivismus war der deutsche Philosoph Immanuel Kant. Die religiösen Weltanschauungen früherer Zeiten waren de facto auch subjektivistisch, aber Christen wie Augustinus waren der Überzeugung, dass die Wahrheit in Gottes Geist zu verorten ist, der den Menschen erleuchten kann – und nicht direkt im Geist des Menschen. Bei Kant gibt es keine Möglichkeit mehr zu wissen, ob unsere subjektiven Ideen mit der Realität übereinstimmen. Christen hatten wenigstens die Bibel als „objektive“ Orientierung. Andererseits lässt sich auch argumentieren, dass Kant nichts weiter ist als das säkularisierte Christentum. Schließlich steht in der Bibel nicht wirklich die Wahrheit und ob jemand von Gottes Geist erleuchtet wurde oder nicht, dürfte eher eine subjektive Auffassung sein, die sich nicht überprüfen lässt. Immerhin war Kant ehrlicher – er gibt das philosophische Verbrechen offen zu und wird dafür bewundert. Weiterlesen

Was ist mit den ertrinkenden Goldfischen?

Der Kapitalismus ist ein System, das auf der Anerkennung individueller Rechte, einschließlich Eigentumsrechte, beruht, in dem die einzige Funktion der Regierung darin besteht, individuelle Rechte zu schützen, das heißt, Menschen vor jenen zu schützen, die den Gebrauch physischer Gewalt initiieren.

https://feuerbringer.wordpress.com/philosophie/politik/

Schön – aber was ist mit den folgenden angeblichen Eigenschaften des Kapitalismus, fragt Wilfried Müller in einer Replik auf meinen Artikel Was hätte nach dem Sozialismus geschehen müssen?Weiterlesen

Lob des Massenelends

SPD-Werbeplakat in Würzburg (Foto: Andreas Müller)

„Papst Franziskus, seine Kapitalismuskritik und die SPD“. SPD-Werbeplakat in Würzburg (Foto: Andreas Müller)

Schlaues Werbeplakat. Es vereint den beliebten neuen Papst mit der beliebten alten Kapitalismuskritik und der SPD. Für mich klingt der Spruch wie, „Papst Franziskus, sein Lob des Massenelends & die SPD“. Wenn man bedenkt, dass der Kapitalismus jeder Gesellschaft, die ihn einführte, einen massiven Wohlstandszuwachs bescherte und dass es gerade die Ablehnung des Kapitalismus ist, die Gesellschaften verarmen lässt, steht im Grunde bereits Selbiges auf dem Plakat.

Bevor andere Menschen die Welt so wahrnehmen wie ich, werden sich Tiger in Kaffeetassen tummeln. Wobei, man weiß ja nie…

Ein Tiger in meinem Kaffee (Foto: Andreas Müller)

Ein Tiger in meinem Kaffee (Foto: Andreas Müller)

Kapitalismus: Gesundheit und sozial Schwache

Ich wurde schon von mehreren Lesern gebeten, die Themen „Gesundheitsfürsorge“ und „sozial Schwache“ in Bezug auf den Laissez-faire-Kapitalismus zu behandeln. Die objektivistische Literatur zum Thema ist an die amerikanische Situation angepasst. Die Prinzipien lassen sich zwar übertragen, aber für einen detaillierten Artikel müsste ich ein Expertenwissen über das deutsche Gesundheitssystem mein Eigen nennen können und da stoße ich an meine Grenzen. Stattdessen möchte ich einige Gedanken und Literaturtipps präsentieren, um die grundsätzlichen Ideen und Zusammenhänge aufzuzeigen.

Wie, so lautet die Frage, wäre im Laissez-faire-Kapitalismus für Geringverdiener und Kranke gesorgt? Weiterlesen

Luigi kommt deine Steuern holen

Das Gesetz der großen Zahl: Je mehr Sweater ich designe, desto mehr gehe ich den Lesern auf die Nerven. Trotzdem brauchen auch Liberale Kleidung, wenigstens einige von uns. Manche Leute sind immer schwer empört, dass ich mich ausgerechnet als „radikaler Kapitalist“ erdreiste, auf meinem eigenen Blog Schleichwerbung für meinen eigenen Online-Shop zu machen – obwohl das überhaupt nicht meinem öffentlichen Auftrag entspricht! Kapitalisten sollten von allen Menschen nicht irgendwas verkaufen wollen!

Vielleicht verwechseln die Empörten diesen privaten Blog mit einem öffentlich-rechtlichen journalistischen Magazin und meinen Auftrag als Privat-Blogger (?) mit dem Auftrag eines dem Gemeinwesen verpflichteten, Schleichwerbe-befreiten, aus öffentlich-rechtlichen Gebühren finanzierten Journalisten (ich wäre im Übrigen erstaunt, wenn ihr selbst einen davon findet). Hier ist der Unterschied: Journalisten werden für ihre Arbeit entschädigt. Ich als Blogger überhaupt nicht. Klar? Gut. Das müsste man doch selbst als Religionslehrer kapieren.

Trotz der Schuld, die ich erneut auf mich lade, habe ich noch ein paar Nachzügler im Angebot, mit denen der ein oder andere womöglich seine Umwelt erfreuen mag – oder die ihn einfach nur so sehr amüsieren wie mich. Neu dabei ist zum Beispiel die Gender-Studies-Kollektion. Der politische Hintergrund: http://www.feuerbringer-magazin.de/philosophie/politik

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Wir sind Kapitalisten

„Wir sind keine Kapitalisten“, sagte Parteichef Christian Lindner laut SZ über die FDP. Er glaubt, „unsensible Äußerungen“ und ein „schlechter Umgang miteinander“ wären die Gründe für die Stimmenverlust der FDP. Sind sie nicht. Grund für den Stimmenverlust der FDP ist der Eindruck, dass die Partei für nichts steht – der sich nun wieder erhärtet. Weiterlesen