Schafft sich der Liberalismus selbst ab?

„Warum der Liberalismus gescheitert ist“ von Patrick J. Deneen ist eine unbedingt ernstzunehmende Kritik am Liberalismus. Mit „Liberalismus“ ist hier die Ideologie gemeint, die seit mehreren hundert Jahren den Westen prägt: Die der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Befreiung des Individuums. Wie Deneen ausführt, hat diese Ideologie eine innere Logik, die zur Selbstabschaffung des Liberalismus führe.

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Der Konservatismus hat nichts mit dem Konservatismus zu tun

Blogger schon wieder? Was wollen sie diesmal? - "Fakten", "Objektivität", "Wahrheit" (Bild: Cox und Forkum, http://www.coxandforkum.com)

Mainstream-Medien: „Blogger schon wieder? Was wollen sie diesmal?“, „Das Übliche…“ – „Fakten“, „Objektivität“, „Wahrheit“ (Bild: Cox und Forkum, http://www.coxandforkum.com)

Der hiesige Kommentator Bernd ist der Auffassung, dass meine Kritik am „Konservatismus“ nichts mit dem wahren Konservatismus zu tun haben soll. Damit ähnelt er dem Islam, der ja auch nichts mit dem Islam zu tun haben soll. Konservative stehen also keineswegs für die Bewahrung des Alten, für die Erhaltung gewachsener Strukturen, für Traditionen und die Achtung von Autoritäten. Religiös sind sie wohl auch nicht so häufig. Bevor ich lese, für was Konservative bitte sonst stehen sollen, wenn nicht für das, möchte ich gerne ein paar Belege anführen. Dafür sollte zunächst einmal Wikipedia genügen – dort werden praktischerweise geeignete Quellen in den Fußnoten genannt.

Bernds Kommentar:

Um konservative Menschen kritisieren zu können, unterstellst du ihnen pauschal dämliche Ansichten, d. h., du baust einen Popanz auf, um dann darauf einprügeln zu können.
Natürlich gibt es so dämliche Konservative, aber das ist doch nicht das Charakteristikum des Konservativismus.

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Objektivismus versus Konservativismus

Bislang habe ich noch kein Seminar über die objektivistische Ethik und Politik angeboten. Vielleicht gibt es darum noch eine ganze Menge Unklarheiten und Missverständnisse. Da mich nun mehrere Leser auf angebliche Überschneidungen des Objektivismus mit dem „Konservativismus“ hingewiesen haben, so muss ich hier darauf eingehen, wie das Verhältnis aussieht. Weiterlesen

Ist Freiheit subjektiv oder objektiv begründet?

Vielleicht ist es nur subjektiv, aber ich halte den Subjektivismus für die verheerendste Form des Irrationalismus. Laut dem Subjektivismus bestimmt das menschliche Subjekt willkürlich, was als objektive Wahrheit zu gelten hat. Der Vater des modernen, offenen Subjektivismus war der deutsche Philosoph Immanuel Kant. Die religiösen Weltanschauungen früherer Zeiten waren de facto auch subjektivistisch, aber Christen wie Augustinus waren der Überzeugung, dass die Wahrheit in Gottes Geist zu verorten ist, der den Menschen erleuchten kann – und nicht direkt im Geist des Menschen. Bei Kant gibt es keine Möglichkeit mehr zu wissen, ob unsere subjektiven Ideen mit der Realität übereinstimmen. Christen hatten wenigstens die Bibel als „objektive“ Orientierung. Andererseits lässt sich auch argumentieren, dass Kant nichts weiter ist als das säkularisierte Christentum. Schließlich steht in der Bibel nicht wirklich die Wahrheit und ob jemand von Gottes Geist erleuchtet wurde oder nicht, dürfte eher eine subjektive Auffassung sein, die sich nicht überprüfen lässt. Immerhin war Kant ehrlicher – er gibt das philosophische Verbrechen offen zu und wird dafür bewundert. Weiterlesen

Objektivismus und Krieg

Es gibt verschiedene, teils gegensätzliche Haltungen unter Objektivisten zum Thema „Krieg“. Der Grund dafür sind divergierende Aussagen von Ayn Rand. Es gibt die philosophierende Ayn Rand und es gibt die persönlich betroffene, ungeduldige Ayn Rand. Die persönlich betroffene Ayn Rand, die sich an ihre Zeit als Kind in Russland erinnerte und daran, was die Kommunisten mit ihrer Familie und ihren Bekannten angestellt hatten (vertrieben, enteignet oder erschossen), ließ sich zu verstörenden und blutdürstigen Aussagen hinreißen. Die philosophierende Ayn Rand hat Vernünftiges zum Thema beizutragen. Besser durchdacht ist jedoch die Position eines anderen Denkers.

(Hinweis: Dieser Beitrag befasst sich mit verstörenden ethischen Randthemen. Er ist nur Menschen mit starken Nerven zu empfehlen, die über schreckliche Dinge wie Krieg und Terrorismus rational nachdenken möchten.) Weiterlesen

Was ist mit den ertrinkenden Goldfischen?

Der Kapitalismus ist ein System, das auf der Anerkennung individueller Rechte, einschließlich Eigentumsrechte, beruht, in dem die einzige Funktion der Regierung darin besteht, individuelle Rechte zu schützen, das heißt, Menschen vor jenen zu schützen, die den Gebrauch physischer Gewalt initiieren.

https://feuerbringer.wordpress.com/philosophie/politik/

Schön – aber was ist mit den folgenden angeblichen Eigenschaften des Kapitalismus, fragt Wilfried Müller in einer Replik auf meinen Artikel Was hätte nach dem Sozialismus geschehen müssen?Weiterlesen