Demokratie ist der einzige Weg zur Freiheit (Erweitert)

Eine Kurzfassung dieses Beitrags erschien zuvor bei Novo.

Die Debatte um den Brexit hat die Demokratieskepsis unter vielen Liberalen und Libertären ans Tageslicht gebracht. Libertäre können ihre Ideale aber nur in einer Demokratie in einem offenen Austausch durchsetzen.

Erweitert um die Frage nach der Rolle der Demokratie beim aktuellen Türkei-Putsch, um mehr Quellen, Argumente und mehr Ausführungen über Streitpunkte unter den Libertären.

Von Andreas Müller Weiterlesen „Demokratie ist der einzige Weg zur Freiheit (Erweitert)“

Verteidigung der Demokratie

Heute ist meine Verteidigung der Demokratie erschienen, siehe: Demokratie ist der einzige Weg zur Freiheit. Die Demokratie ist unser politisches System, falls ihr noch nie davon gehört habt, weil ihr den ganzen Tag nur „Pokémon Go“ spielt. Außerdem sind eine ganze Menge Artikel von mir über Pokémon Go erschienen.

Und in den nächsten Tagen veröffentliche ich hier im Blog die „Extended Version“ des Demokratie-Artikels für Leser, die sich mehr für Philosophie und die Debatten unter den Libertären interessieren. Ich denke, die Version oben ist tatsächlich der bessere journalistische Artikel, wie Johannes Richardt meinte, aber meine Extended Version ist der bessere philosophische Kommentar mit näheren Ausführungen, Differenzierungen und mehr Quellen. Eure Entscheidung.

Ja, nerdiger kann ich meine Zeit jetzt nicht mehr verbringen. Konservative sprechen gerne von der organischen Einheit, die sie mit ihrem Heimatboden verbindet. Ich glaube, ich bilde eine organische Einheit mit meiner Tastatur.

Einkommensumverteilung

Andrew Klavan über Einkommensumverteilung:

„Einkommensumverteilung ist, wenn du arbeiten gehst oder ein Unternehmen gründest oder eine Investition tätigst und Geld verdienst und die Regierung dir dein Geld abnimmt und es jemand anderem gibt.“

„Also ist es Stehlen?“

„Nein, es ist Einkommensumverteilung.“

„Und wenn ich ihnen mein Geld nicht gebe?“

„Dann kommen bewaffnete Leute in dein Haus und nehmen es dir weg.“

„Also ist es bewaffneter Raubüberfall?“

„Nein, es ist Einkommensumverteilung.“

„Wenn die Leute mir mein Geld mit Waffengewalt wegnehmen, was ist, wenn ich die Polizei rufe?“

„Die Leute sind die Polizei.“

„Dem Tod zur Hand gehen“ von Edgar Dahl ist erhältlich!

Edgar Dahl Dem Tod zur Hand gehen Buchcover

Die neue Streitschrift des Philosophen Edgar Dahl ist jetzt als eBook erhältlich: „Dem Tod zur Hand gehen. Ein Plädoyer für den ärztlich-assistierten Suizid“. Herausgegeben von mir. Und es ist nicht nur bei Amazon verfügbar – sondern bei sämtlichen großen Buchhändlern:

Durch die eBook-Publikation ist es möglich, auch kürzere Streitschriften wie diese an den Mann und an die Frau zu bringen. Ich finde es großartig, dass sich Edgar dazu entschieden hat und ich bin froh, dass ich ein wenig bei der Publikation helfen konnte. Jetzt kommen wir somit in den Genuss eines wichtigen Buches, das sonst wohl nie das Licht der Welt erblickt hätte. Ein Buch, das man in der politischen Debatte über die Sterbehilfe unbedingt beachten sollte – und das ich inhaltlich voll unterstütze.

Teaser:

Im Herbst 2015 wird der Bundestag über verschiedene Gesetzentwürfe zur Regelung der Sterbehilfe entscheiden. In dieser kurzen Streitschrift plädiert der Bioethiker Edgar Dahl für eine liberale Lösung.

„Nichts ist demütigender, als von anderen vorgeschrieben zu bekommen, wie man zu sterben habe.“ Ronald Dworkin Im Herbst 2015 wird der Bundestag über verschiedene Gesetzentwürfe zur Regelung der Sterbehilfe entscheiden. In dieser kurzen Streitschrift plädiert der Bioethiker Edgar Dahl für eine liberale Lösung: Unheilbar kranken Patienten sollte es ermöglicht werden, sich von ihrem Arzt eine tödliche Dosis eines Schlafmittels geben zu lassen, mit dessen Hilfe sie ihrem Leben – falls ihr Zustand unerträglich werden sollte – selbst ein Ende setzen können.

Zum Buch bei Amazon…

Dogma aus, Gehirn an!

Der bisherige Widerspruch bezüglich der örtlichen Webseite über Familienwerte will mir nicht einleuchten. Ich verstehe, dass jemand erst einmal schief angeschaut wird, wenn er dem Zeitgeist widerspricht. Ich verstehe auch, dass Begriffe wie „traditionelle Familie“ Assoziationen mit intoleranten Patriarchen aus den 1950ern oder mit christlichen Fundamentalisten auslösen. Was ich nicht verstehe ist, wie man eine erste, spontane Reaktion mit einer rationalen Bewertung verwechseln kann. Weiterlesen „Dogma aus, Gehirn an!“

Coming Soon…

Familienwerte (Bild: morguefile.com, Lizenz M und Andreas Müller)
Familienwerte (Bild: morguefile.com, Lizenz M und Andreas Müller)

Was passiert, wenn sich zwei libertäre Atheisten zusammentun, um konservative Familienwerte zu verteidigen? Ihr werdet es bald erfahren.

Wünsche für meinen nächsten Vortrag?

(Ergänzung) Für meinen nächsten Vortrag ist ein näherer Blick auf die objektivistische Ethik vorgesehen. Der Vortrag würde an Warum Moral objektiv ist anschließen und die konkrete Ethik ergänzen. Bislang weiß der begeisterte Zuhörer im Grunde nur, dass er sich an rationalen Tugenden orientieren sollte – aber nicht an welchen, wodurch sich diese auszeichnen und wie man von diesen profitiert. Ich könnte aber auch ein anderes Thema vorziehen. Diesbezüglich interessieren mich eure Wünsche. Welches Thema findet ihr besonders interessant?

Ich würde auch mal wieder gerne vor einem Publikum sprechen. Beispielsweise die Argumentation gegen Tierrechte wird außerhalb der Fachliteratur nur selten vernommen. Alleine im Sinne der Ausgewogenheit müsste man eigentlich auch einen Denker einladen, der gegen Tierrechte argumentiert. Davon gibt es in Deutschland nicht unbedingt viele. Auf der anderen Seite haben die Deutschen meiner bisherigen Erfahrung nach kein Interesse an Ausgewogenheit und sie besprühen sich mit Weihwasser, wenn sie unorthodoxe Meinungen hören. Insofern biete ich an, zwei Liter Wasser segnen zu lassen und sie zum Vortrag mitzubringen. Außerdem ist dieses Vorträge-machen ein ganz schöner Aufwand und wenn ich vor Publikum spreche, bekomme ich wenigstens eine Brezel gratis. Ich möchte meine langjährigen Unterstützer zudem nicht ewig nerven und hoffe, mal ein paar neue zu finden. Schließlich habe ich mir die Haare schneiden lassen und sehe nun vorzeigbar aus. Ich bitte darum, dies zu würdigen.

Bei Interesse kann man mir gerne eine Mail schicken: feuerbringer(at)hotmail.de oder anrufen.

Die Vortragsvorschläge bitte in den Kommentarbereich oder auf Facebook.

Ergänzung: Ich befasse mich in meinen Vorträgen mit Philosophie. Das Thema sollte also etwas damit zu tun haben – oder mit Literaturgeschichte. Historische Themen sind ebenso geeignet, etwa „Der Beitrag von Thales von Milet zur Philosophie“. Der Ex-Muslim Cahit Kaya hat „Liberaler Humanismus“ vorgeschlagen. Dergleichen wäre ebenso möglich. Es kann auch um eine Anwendung der Philosophie auf aktuelle Themen gehen. Etwa: „Gibt es ein Recht auf einen Mindestlohn?“.

Was mich im Kontext von Vorträgen nicht interessiert sind Themen, die sich auf einer allzu konkreten Ebene aufhalten. Zum Beispiel: „Wer ist der beste Präsidentschaftskandidat für die EU-Kommission?“ Das ist mir viel zu einfach, viel zu Konkreta-gebunden, nur kurzfristig von Bedeutung.

Vortrag: Warum Moral objektiv ist

Kann man vom Sein auf das Sollen schließen? Gibt es eine objektive Moral für alle Menschen? Die moderne Philosophie sagt: Nein. Die objektivistische Philosophie von Ayn Rand sagt: Eben doch! In diesem Vortrag erläutert der deutsche Objektivist Andreas Müller, warum Gott und Gesellschaft als moralische Maßstäbe ebenso versagen wie die persönliche Willkür. Er erklärt, wie man die Moral in den objektiven Tatsachen der Realität verankern kann.

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Link zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=vl1LzODgR-M

Folien: http://www.feuerbringer-magazin.de/wp-content/uploads/2014/04/Warum-Moral-objektiv-ist-Mueller-Andreas-Folien.pdf

Skript: http://www.feuerbringer-magazin.de/philosophie/ethik/warum-moral-objektiv-ist

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Wenn ihr das Video aufschlussreich findet und ihr die Produktion von weiteren Vorträgen fördern möchtet, weise ich subtil auf den PayPal-Spendebutton auf der rechten Seite hin.

Antworten auf Einwände:

1. Tiere leben auch, aber sie benötigen keine Ethik. Nur Lebewesen mit Willensfreiheit benötigen eine Ethik. Der Grund lautet, dass Tiere instinktiv ihre Werte anstreben, während der Mensch sich dazu entscheiden und außerdem herausfinden muss, wie er das am besten anstellt.

2. Ethik kann sich nicht nur auf unser Verhalten gegenüber anderen Menschen beziehen. Auch Robinson Crusoe benötigt als einsamer Mensch auf einer Insel eine Handlungsorientierung, um überleben zu können. In der Tat hat der literarische Charakter im höchst empfehlenswerten Roman von Daniel Defoe auch eine Ethik – eine protestantische Variante des rationalen Egoismus (in der Fachliteratur steht meistens, es wäre der Utilitarismus; aber das größte Glück welcher Zahl soll Robinson als zunächst einziger Inselbewohner bitte anstreben?).

3. Bei der Ethik geht es darum, eine Handlungsorientierung für Menschen zu finden. Man kann eine Ethik nicht auf Ausnahmesituationen beruhen lassen, wenn es nötig sein kann, tatsächlich menschliches Leben gegen menschliches Leben abzuwägen. Ethik beruht auf Metaphysik. Wir leben nicht in der Hölle.

Umfrage zum Thema:

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Libertärer Kommentar zum Hoeneß-Prozess

Von den ungefähr 30 Millionen Euro, die sich Hoeneß nicht vom Staat nehmen ließ, hätte man ein Jahr lang 1000 Krippenplätze voll finanzieren können – dies erfährt man von der ARD. Was man nicht erfährt ist, wie viele Millionen Hoeneß über die Jahre hinweg an die Bürger freiwillig und unfreiwillig weitergegeben hat.

Die Moral von der Geschichte: Je mehr Geld jemand erwirtschaftet, indem er Werte produziert und sie freiwillig mit anderen tauscht, desto weniger Geld hat er verdient – und desto mehr Geld darf ihm, soll ihm, muss ihm unter Androhung von Gewalt abgenommen werden.

Das ist nicht die Moral von rationalen Menschen. Das ist die Moral von Parasiten, die von den Leistungen anderer leben. Es ist die Moral von Kannibalen, die ein Recht zu haben glauben, andere Menschen für ihre eigenen Zwecke missbrauchen zu dürfen. Und es ist die Moral der Deutschen.