Übersicht: Die wichtigsten Beiträge über Ayn Rands Ethik

Einigen Lesern waren meine letzten drei Beiträge über Ayn Rands Metaethik zu anspruchsvoll. Immerhin konnte ich mit dem dritten Beitrag der Serie bei manchen zum ersten Mal für eine grundlegende Klarheit sorgen.

Um weitere Mysterien zu erkunden: Hier findet ihr eine Übersicht über meine wichtigsten Texte zu Ayn Rands Philosophie allgemein, Rands Antwort auf den Sein-Sollen-Fehlschluss, Rands Metaethik und ihre Ethik.

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Wie Ayn Rands Metaethik mit ihrer Ethik zusammenhängt

Die Bedeutung der Metaethik für unser Leben sollte geklärt sein. Siehe dazu den letzten Beitrag: Das Fundament von Ayn Rands Ethik. Es hat sich aber herausgestellt, dass einigen Lesern der Zusammenhang zwischen Ayn Rands Metaethik und ihrer Ethik noch unklar ist.

Bevor ich die Fehler mit Rands Metaethik aufzeige, möchte ich daher zunächst erläutern, was es mit dem „ultimativen Wert“, dem „Maßstab“, der „kontextuellen Absolutheit“ und der Natur des Menschen auf sich hat. Auch versuche ich zu erklären, was das „Überleben als Mensch“ bedeutet. Einiges davon hat auch Gültigkeit, falls Rands Metaethik nicht stimmt.

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Das Fundament von Ayn Rands Ethik erklärt

Die Widerlegung von Ayn Rands Metaethik war eine der größten Erschütterungen meines Weltbilds.

Wie sich gezeigt hat, weiß praktisch niemand, was das überhaupt bedeuten soll. Und das sogar unter Ayn Rands Anhängern, mit Ausnahme einiger weniger Akademiker, die sich beruflich mit ihrer Philosophie befassen. Wir Philosophen haben das Problem, dass wir von einem großen Lebensereignis betroffen werden können, das so abstrakt ist, dass es fast niemand versteht.

Die großen Lebensereignisse von normalen Menschen sind Dinge wie der erste Kuss, die Heirat, der Tod eines engen Familienmitglieds, ein wichtiger Schritt in der Karriere. Nicht die Widerlegung einer Metaethik.

Ich habe schon einmal versucht, die Bedeutung und die Implikationen dieses Ereignisses zu erklären, aber ich habe bei diesem Versuch zu viel vorausgesetzt. Nun hole ich etwas weiter aus. Ich erkläre, was eine Metaethik ist, warum uns das nicht egal sein kann und wie die Metaethik von Ayn Rand aussieht. Und in einem folgenden Teil erkläre ich, warum sie falsch ist.

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Auch nur eine Religion?

Der Glaube ist absolut, die Wirklichkeit etwas komplizierter, schreibt Nikolaus Bösch in seiner Replik auf meinen Kommentar Die Wirklichkeit ist absolut. Seine Replik besteht darin, Ayn Rands Philosophie „Objektivismus“, die ich teile, mit einer Religion gleichzusetzen und mir vorzuwerfen, ich würde nur blind an einen Quasi-Gott glauben, während Bösch sich nicht auf solche „Versuchungen“ einlässt.

Das ist ein altes Strohmann-Argument gegen den Objektivismus. Im Grunde gehört sich so etwas in einer zivilisierten Debatte nicht, den Widersacher in eine Kultisten-Ecke zu stellen und somit zu einer Person zu erklären, deren Behauptungen sowieso keine Beachtung verdienen. Das ist eine totalitäre Strategie, wie sie Kommunisten gegen als „Klassenfeinde“ gebrandmarkte Regimegegner einsetzten. Deshalb habe ich bislang nicht auf die Replik geantwortet, aber ich möchte sie nun lieber doch nicht einfach so stehen lassen. Also hier meine Replik. Weiterlesen

Demokratie ist der einzige Weg zur Freiheit (Erweitert)

Eine Kurzfassung dieses Beitrags erschien zuvor bei Novo.

Die Debatte um den Brexit hat die Demokratieskepsis unter vielen Liberalen und Libertären ans Tageslicht gebracht. Libertäre können ihre Ideale aber nur in einer Demokratie in einem offenen Austausch durchsetzen.

Erweitert um die Frage nach der Rolle der Demokratie beim aktuellen Türkei-Putsch, um mehr Quellen, Argumente und mehr Ausführungen über Streitpunkte unter den Libertären.

Von Andreas Müller Weiterlesen

Steuern sind kein Diebstahl

Feuerbringer_Zitat_Freiwillige_Staatsfinanzierung

Hier nun mein Beitrag im Vorfeld der Diskussion am Sonntag über die Frage, ob Steuern Diebstahl sind? Wie der Titel dieses Essays nahelegt, bin ich der Meinung, dass dem nicht so ist. Einige Libertäre sind hingegen der Auffassung, dass Steuern mit Diebstahl, Erpressung oder Raub zu vergleichen wären. Wenn dir jemand ohne Zustimmung dein Eigentum wegnimmt, dann nennt man das „Diebstahl“. Warum sollte es anders sein, wenn ein Staat dir dein Geld wegnimmt? Der Staat ist schließlich nur eine Gruppe von Leuten, die von einer anderen Gruppe beauftragt wurde, dir dein Geld wegzunehmen. Einfach nur, weil die es gerne hätten. So die Logik von vielen Libertären, vor allem von den Anarchokapitalisten wie Murray Rothbard.

Ayn Rand war ebenso der Meinung, dass die Bürger ihre Regierung in einer völlig freien Gesellschaft freiwillig finanzieren müssten. Das ist die bislang einzige Position von Rand, bei der ich nun zur Schlussfolgerung gelangt bin, dass sie falsch ist. Es gibt an dieser Stelle einen Widerspruch in ihrem Denken. Sie hat mit einem wichtigeren Prinzip Recht und mit der freiwilligen Regierungsfinanzierung Unrecht. Man kann eine Regierung grundsätzlich nicht auf freiwilliger Basis finanzieren. Steuern sind also kein Diebstahl. Weiterlesen

Termine für Aristoteles-Webinar

Aristoteles und Ayn Rand Politik Teaser

Das Webinar über die Politik von Aristoteles und Ayn Rand ist online. Die Termine stehen fest – und man kann sich anmelden.

Aristoteles und Ayn Rand: Politik

Was zeichnet einen guten Staat aus? Als einer der ersten Staatstheoretiker befasste sich der griechische Philosoph Aristoteles mit dieser Frage. Er gelangte zu revolutionären Schlussfolgerungen. Einige seiner Erkenntnisse nehmen vorweg, was uns heute selbstverständlich erscheint. Andere stellen unser politisches Selbstverständnis in Frage.

Über 2000 Jahre später griff die amerikanische Denkerin Ayn Rand die Überlegungen des Philosophen wieder auf. Ihre Antwort auf die Frage nach dem guten Staat fiel radikal aus: Der absolut freie Kapitalismus sei das einzig moralische politische System.

In diesem Webinar erhalten die Teilnehmer eine Einführung in das politische Denken von Aristoteles und Ayn Rand. Sie erfahren, was die beiden Philosophen vereint und was sie unterscheidet. Die Überlegungen zweier origineller Denker, die 2000 Jahre Geschichte trennt, tragen zu unserer Selbsterkenntnis bei. Leben wir in einem guten Staat?

Termine:

Freitag, 30.10.2015, 19:30 – 21:30 Uhr

Sonntag, 01.11.2015, 19:30 – 21:30 Uhr

Hinweis: Das Webinar dauert nicht wirklich zwei Stunden. Laut Test dauert es ungefähr 70 Minuten, mit Unterbrechungen durch Fragen vermutlich um die 90 Minuten. Die zwei Stunden sind nur sicherheitshalber angegeben, damit genügend Zeit für die Diskussion im Anschluss bleibt.

Zur Anmeldung:

https://www.edudip.com/w/162730

Zusatzleistungen:

  1. Die Teilnehmer werden sich eine Aufzeichnung des Webinars gratis als Video herunterladen können. Allerdings dauert die Bearbeitung des Videos ein wenig und ich muss nach dem Webinar erst einige Einstellungen anpassen. Ich gebe euch Bescheid, wenn das Video online ist. Es bleibt für ein paar Tage online und danach werden Nicht-Teilnehmer das Video auch kaufen können (für einen etwas höheren Preis als die Teilnahmegebühr; also ist es besser, mitzumachen).
  2. Neben der umfassenden Präsentation, welche die Kerninhalte des Webinars enthält, wird es auch ein Handout zum Download geben: „Aristoteles Uncut“. Darin geht es um die Rolle der Frau in der Politik und die Rechtfertigung der Sklaverei seitens Aristoteles.

Die Rückkehr der Webinare

Aristoteles und Ayn Rand Politik Teaser

Das nächste Philosophie-Webinar von Andreas Müller. Die Politik von Aristoteles und Ayn Rand im Vergleich.

Ich stehe vor der Entscheidung, eine absurde Menge Geld (für meine Verhältnisse) in meine kommenden Webinare zu investieren, also meine Online-Philosophieseminare.

Es geht weiterhin schwerpunktmäßig um Ayn Rands Objektivismus. Allerdings möchte ich zukünftig verstärkt in Richtung Bildung gehen und das Angebot erweitern für Leute, die sich für mehr als nur spezifisch Ayn Rands Philosophie interessieren. Beispielsweise ist eine Einführung in die Logik geplant und eine Geschichte der Philosophie. Die aufklärerische Grundhaltung bleibt natürlich bestehen (ich würde z.B. keine unkritischen Kurse über Platon machen, sondern eine Hälfte neutrale Platon-Vorstellung und die andere Hälfte Kritik an Platon).

Die Webinare können dann länger werden, etwa für Diskussionen im Anschluss, die Teilnehmer bekommen sie auch als Video-Aufzeichnungen und sie finden regelmäßiger statt. Könnte sich mal jeder melden, der grundsätzlich Interesse hat, daran wieder oder erstmalig teilzunehmen (z.b. via Mail oder Facebook)? Infos und Bewertungen zu bisherigen Webinaren: http://www.edudip.com/academy/feuerbringer. Siehe auch: Vorträge.

Überleben oder gutes Leben?

Reason and ValueBeruht Ayn Rands Ethik auf dem Überleben des Menschen oder auf dem „guten Leben“ des Menschen? Das ist eine Diskussion in objektivistischen Kreisen, die nun seit Jahrzehnten geführt wird. Reason and Value: Aristotle versus Rand behandelt aktuell diese Frage. Das Buch gehört zu einer Buchreihe mit akademischen Diskussionen von Rands Ideen, welche die Atlas Society publiziert. In diesem Band kritisiert der Philosophieprofessor Roderick T. Long einige von Rands Ideen. Long ist ein Neo-Aristoteliker, der den ursprünglichen aristotelischen Positionen etwas näher steht als Rand.

In einem wichtigen Punkt ist seine Kritik zutreffend. Weiterlesen

„Die Philosophie von Ayn Rand“?

Die Philosophie von Ayn Rand Cover

Da sich jetzt noch ein Interessent an einem weiteren Termin für das Online-Seminar „Die Philosophie von Ayn Rand“ gemeldet an, hier die Frage, ob es noch mehr Interessenten gibt?

Update: Jetzt sind es zwei.

Update 2: Und schon sind es drei. Gibt es noch mehr?

Man möge sich zur Orientierung die Beschreibung und die aufschlussreichen Teilnehmer-Bewertungen der letzten Veranstaltung ansehen:

https://www.edudip.com/w/126098

Es handelt sich um ein umfassendes Einführungsseminar in den sogenannten „Objektivismus“, die Philosophie von Ayn Rand („Atlas Shrugged / Der Streik„). Ein Teilnehmer nannte sie „Die Philosophie des gesunden Menschenverstandes“, was ich für zutreffend halte.

Im Vergleich zu meinen bisherigen Webinaren ist dieses länger und etwas anspruchsvoller. Letztes Mal hat es inklusive Diskussion zwei Stunden gedauert, im Normalfall sind es aber eher 1 1/2 Stunden (offiziell 60 Minuten, aber die Diskussionen gehen in der Regel darüber hinaus). Man erhält einen Überblick über die wichtigsten Aussagen der Objektivismus in den Kernbereichen Metaphysik (Wie ist die Welt grundsätzlich beschaffen?), Epistemologie (Bedingungen des Wissens), Ethik (Wie soll ich handeln?) und Politik (Wie kann man am besten mit anderen Menschen zusammenleben?). Ich zeige auch auf, wie diese Bereiche zusammenhängen.

Ergänzend zu dem Webinar erhalten die Teilnehmer die Präsentation sowie ein 14-seitiges Handout, das die Präsentation näher erläutert. Damit hat man ordentlich Material, um die grundlegenden Inhalte noch einmal nachzuvollziehen.

Hin und wieder finden meine Materialien auch Einzug in den Schulunterricht. In dem Kontext habe ich dankenswerterweise vom Ethiklehrer Andreas Dietz erfahren, dass mein YouTube-Vortrag Ethik ist objektiv etwas zu anspruchsvoll für viele, wenn auch nicht alle, Gymnasialschüler ausfällt. Auch meinte ein Teilnehmer der Einführungsvorlesung letztes Mal, dass es zu viele unorthodoxe Ideen auf einmal darin gibt. Ich werde also generell das Vortragsniveau noch ein wenig absenken. Wenn es keine weiteren Interessenten gibt, werde ich dieses Einführungsseminar folglich nicht wieder halten. Stattdessen habe ich vor, die Inhalte der Einführung erheblich zu verkürzen und zu vereinfachen, sodass eine „populäre“ Einführung übrigbleibt, die noch mehr Menschen zugänglich ist. Weiterhin gilt natürlich, dass das dritte Epistemologie-Seminar über die Wissenschaftstheorie in der Mache ist, das sich an jene richtet, die schon ein gewisses Grundwissen haben (woran ich aber erst weiterarbeiten kann, wenn die neue Printausgabe von Novo Argumente fertig ist).

Generell gilt: Meine Seminare gibt es nirgends zum Download und sie finden nur ein paar Mal statt. Entweder man geht hin oder man hat vielleicht keine Möglichkeit, sie zu sehen. Sicher nicht auf absehbare Zeit.

Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Leute gleich etwas tiefer in den Objektivismus einsteigen möchten. Von daher also: Meldet euch, wenn ihr „Die Philosophie von Ayn Rand“ ein letztes Mal hören und meine Materialien dazu erhalten möchtet: feuerbringer(at)hotmail.de!

Aktuelles

Das große Ego (Bild: AM, Spreadshirt)

1. Die überarbeitete Einführung „Die Philosophie von Ayn Rand“ ist fertig. Leider bin ich noch immer etwas erkältet. Sobald ich es nicht mehr bin, gebe ich einen Termin für das Webinar bekannt. Inzwischen haben sich für die Webinare Mittwoch und Freitag um 19:30 Uhr eingebürgert.

Ich entschuldige mich für die längere Pause. Es ist eine ganze Menge dazwischengekommen, das mich von meiner liebsten Tätigkeit abgehalten hat. Nach der Einführung gibt es das Webinar über die Induktionstheorie und die analytisch-synthetische Dichotomie. Trotz dieser zwei Fachbegriffe werde ich auch dieses Webinar wieder allgemeinverständlich gestalten.

Neu: Die Teilnehmer erhalten bei „Die Philosophie von Ayn Rand“ zusätzlich zur Präsentation ein PDF mit 14 Seiten Erläuterungen und Ergänzungen zu den Folien. Das ist nützlich, wenn man die Inhalte nach dem Seminar selbst noch einmal durchgehen möchte und wenn noch etwas unklar ist, das man nur auf den Folien liest. Es ist außerdem praktisch für Leute, die etwas über den Objektivismus lesen möchten, denen aber ein Buch zu viel wäre. Wer stattdessen ein Buch haben möchte, wird auch noch eines erhalten (mein Einführungsbuch in den Objektivismus schreibe ich im Anschluss an die Webinare. Gibt es dann auch als Print-Ausgabe).

Übrigens: Wer beim Seminar in Nürnberg dabei war, kann die Dokumente ebenso gerne von mir haben.

2. Das Feuerbringer-Magazin ist in letzter Zeit recht instabil gelaufen. Das liegt ausnahmsweise mal nicht an Spam und Crasher-Attacken, sondern an Wartungsarbeiten des Server- und Domainanbieters Greatnet. Außerdem war zuvor der Server aufgrund meiner Podcasts überlastet. Das Magazin sollte bald wieder rund laufen.

3. Das Ayn Rand Institute Europe steht gerade in den Startlöchern. Ich habe mich mit der Organisation in Verbindung gesetzt. Wahrscheinlich werden wir dann etwas zusammen machen. Auch hat das ARI Europe von mir unabhängig tolle Sachen geplant.

Philosophische Nachlese

Freedombringer Cup (Bild: Andreas Müller)

Freedombringer Cup (auch bekannt als meine Kaffeetasse; Bild: Andreas Müller)

Wie gewohnt nach meinen Seminaren möchte ich hier noch einige Unklarheiten ausräumen und Fragen ausführlicher beantworten. Es folgt also die Nachlese zu meinem Vortrag „Die objektivistische Philosophie von Ayn Rand“ von gestern für die Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg: Weiterlesen

Einführung in den Objektivismus

Die_objektivistische_Philosophie_Ayn_Rands (Bild: Andreas Müller)

Aus aktuellem Anlass muss ich die Webinar-Reihe über die objektivistische Epistemologie kurz unterbrechen. Vor dem dritten Teil über die synthetisch-analytische Dichotomie und die Induktionstheorie werde ich ein anderes Seminar einfügen: „Die objektivistische Philosophie Ayn Rands“. Es handelt sich um ein neues Einführungsseminar in den Objektivismus. Ich biete es für Leute an, die gerne bei meinen Webinaren mitmachen und mit einer Einführung einsteigen möchten.

Der aktuelle Anlass ist die Tatsache, dass dieses Seminar nicht nur online stattfinden wird. Vielmehr bereite ich es in erster Linie für die Gesellschaft für Kritische Philosophie Nürnberg (GKPN) vor. Das sind die Anhänger von Karl Popper. Dort werde ich am 11. Februar diesen Einführungsvortrag halten. Mehr dazu:

Veranstalter: Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg (GKPN)

Wo: Nachbarschaftshaus Gostenhof

Wann: 11. Februar 2015. 19:30 – 21:00 Uhr

Was: Einführungsvorlesung in die objektivistische Philosophie

Eintritt: Frei

Wer mich also mal persönlich sehen, hören, kennenlernen und, falls Kannibalen anwesend sind, auch schmecken möchte, so wäre dies eure Chance. Wer nicht nach Nürnberg finden kann, der wird dann auch online die Gelegenheit haben, am Seminar teilzunehmen.

Die Einführung ist insofern nicht vollkommen neu, als dass ich einige Materialien aus anderen Vorträgen von mir dafür verwende. Sie sind teils weiterentwickelt und jeweils auf dem neuesten Stand meiner didaktischen Fähigkeiten. Einige Inhalte sind auch ganz neu. Ursprünglich sollte ich für den Veranstalter eigentlich gar keine neue Vorlesung machen – aber ich kann das einfach nicht. Genau wie einige Lehrer jahrelang immer wieder nur dieselben Kurse geben können, so bin ich nicht in der Lage, auch nur zwei Mal den genau selben Kurs anzubieten. Man lernt doch immer dazu und entwickelt sich weiter. Davon sollten die Teilnehmer auch profitieren.

Ich freue mich auf euch in Nürnberg am 11. Februar! Wann das Webinar stattfindet, ist noch unklar. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Zu meiner Akademie

Liberalismus: Frei von „objektivistischen Moralansprüchen“?

Alexander Grau erklärt in einem programmatischen Kommentar auf der Achse des Guten: „Was Liberale von Konservativen unterscheidet“. Er distanziert sich dabei auch von „objektivistischen Moralansprüchen“.

Ich distanziere ich mich im Folgenden von dem Versuch, den Liberalismus an eine individuelle Willkürmoral zu binden – anstelle von objektiven Tatsachen. Der beliebige „Wille“ eines Individuums oder einer Gruppe ist die metaphysische und ethische Grundlage des Totalitarismus. Mit Sicherheit ist er nicht die Grundlage irgendeines „Liberalismus“. Weiterlesen